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Rallye Australien

Erster Sieg für Duval

Foto: McKlein

Mit einem respektablen achten Platz hat sich Armin Schwarz aus dem Rallye-Sport verabschiedet. Nach einer glücklosen Saison holte der 42 Jahre alte Skoda-Pilot am Sonntag (13.11.) beim Saisonfinale in Australien seinen ersten und einzigen WM-Zähler in diesem Jahr. Seinen ersten Laufsieg feierte beim Saisonausklang der junge belgische Citroen-Pilot François Duval.

13.11.2005

Nach 17 Jahren und 119 WM-Starts tritt der in Österreich lebende Schwarz von der sportlichen Bühne ab. "Ich möchte ab 2006 für neue Prioritäten frei sein; ich möchte mich intensiver um meine Familie kümmern können, andere berufliche Herausforderungen annehmen, die Welt wieder mal aus einem neuen Winkel betrachten", sagte der zweifache Familienvater nach der Zielankunft bei der Rallye Australien.

Während Schwarz seine Laufbahn abschloss, erlebte der 24 Jahre alte Belgier François Duval den ersten Höhepunkt seiner jungen Karriere. Der 24 Jahre alte Citroen-Fahrer holte sich seinen ersten Sieg bei einem WM-Lauf. Nach 26 Prüfungen (= 355,39 km) und 1.345 Gesamtkilometern hatte er einen Vorsprung von 52,9 Sekunden auf den Finnen Harri Rovanperä, der mit Rang zwei das beste Resultat seit dem WM-Comeback von Mitsubishi 2002 erreichte. Mit dem elften Saison-Triumph und dem 27. WM-Laufsieg überbot Citroen die bisherige Bestmarke von Lancia aus dem Jahr 1988 mit zehn Siegen.

Duval profitierte davon, dass zum Saison-Abschluss sämtliche Favoriten sich vorzeitig verabschieden mussten. Der schon als Weltmeister feststehende Sébastien Loeb im Citroen und der finnische WM-Favorit Marcus Grönholm im Peugeot waren schon am Freitag auf der ersten Etappen nach Unfällen ausgefallen.

Am Samstag stoppte ein Känguru den Norweger Petter Solberg. Bei dem Zusammenstoß mit dem Tier wurde der Kühler an Solbergs Subaru Impreza beschädigt. Da der Norweger mit drei Laufsiegen einen Erfolg mehr als der punktgleiche Grönholm hat, verteidigte er dennoch seinen zweiten Platz im WM-Gesamtklassement. Am Sonntag fiel auch noch der auf Rang fünf liegende WM-Vierte Toni Gardemeister (Finnland) wegen eines gerissenen Keilriemens am neuen Ford Focus aus. Der schottische Skoda-Gastfahrer Colin McRae war einerseits der Star der Rallye, andererseits ebenfalls ein Pechvogel. Auf Rang zwei liegend musste der Weltmeister von 1995 mit einem Kupplungsschaden am Skoda Fabia auf der drittletzten Prüfung aufgeben.

Nicht nur Armin Schwarz wird 2006 nicht mehr bei der Rallye-WM dabei sein. Auch Peugeot trat in Australien das letzte Mal auf. Der französische Automobil-Hersteller zieht sich nach sechs Jahren aus der WM zurück. Das Schwester-Unternehmen Citroen, das neben dem Fahrer-Titel durch Loeb auch die Marken-WM für sich entschied, macht hingegen nur eine Pause von einem Jahr. Weltmeister Loeb wird 2006 mit einem privaten Citroen Xsara seinen Titel verteidigen. 2007 wird Citroen wieder ein Werks-Team stellen.

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