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Rallye Australien

Grönholm raus, Weltmeister Loeb übernimmt

Foto: McKlein

Mit nicht weniger als sieben Bestzeiten in den zehn Sonderprüfungen des zweiten Rallyetages setzte sich Weltmeister Sebastien Loeb auf Citroen am Samstag (13.11.) souverän an die Spitze. Hinter ihm platzierten sich Harri Rovanperä auf Peugeot und Francois Duval mit einem Ford Focus.

13.11.2004

In der regenlosen Nacht zum zweiten Rallyetag trockneten auch jene acht Sonderprüfungen in freier Natur, die am zweiten Rallye-Tag auf dem Programm standen, weiter ab. Unter blauem Himmel stiegen die Temperaturen an bis auf 25 Grad. Um 8.00 Uhr morgens machten sich nur noch 40 von gestern noch 62 Teams auf in die Gegend um Mundaring, östlich von West-Australiens Hauptstadt Perth. Nach den Wald-Übungen kommen die Teams am Samstagabend wieder in die City, um noch zweimal über die Show-Sonderprüfung zu rodeln.

Grönholm fliegt raus, Loeb übernimmt Führung

In der allerersten Sonderprüfung des Tages lieferte Marcus Grönholm den sechsten Nuller dieses Jahres für Peugeot: Der Finne flog, wie leider viel zu oft schon in dieser Saison, wieder einmal raus. Trotz seines schönen Vorsprungs von 21,4 Sekunden auf Citroen-Verfolger Sebastien Loeb. "Alles ging gut bis zu einer Linkskurve drei Kilometer nach Start der ersten Prüfung. Wir gerieten in zu tiefe Spurrinnen, drehten uns um 360 Grad und krachten in Bäume. Unser Wagen war zu tief gelegt“, versuchte der Finne den Abflug zu erklären. Nach diesem Ausritt seines einzigen, echten Konkurrenten übernahm Sebastien Loeb auf Citroen, nach vier Bestzeiten in den folgenden fünf Sonderprüfungen, die Spitze. Das erwartete Duell zwischen ihm und Grönholm, zwischen Citroen und Peugeot, fand nicht statt. "Ich kann jetzt langsam machen , ich habe ja gar keine Gegner mehr“, kommentierte Loeb die neue Situation.

Richtig, denn Harri Rovanperä (Peugeot), der am Vorabend 45,2 Sekunden hinter dem Franzosen gelegen hatte, besetzte zwar die zweite Position im Gesamtklassement, verlor aber stetig an Boden, nicht zuletzt wegen eines kleineren Ausrittes. "Zwar ist der Abstand zu Loeb ganz schön groß, aber die Rallye ist noch lang“, machte sich der Peugeot-Pilot selber Mut. Nach den ersten fünf Prüfungen richtete sich der Finne mit einem Rückstand von über einer Minute auf Platz zwei ein. Dritter zu dieser Zeit war Ford-Junior Francois Duval, der in der zwölften Wertungsprüfung sogar eine Bestzeit gefahren war. "Es ist nicht einfach, hier als Dritter in die Prüfungen zu starten. Da liegt sehr viel loser Schotter auf den Pisten, besonders in den Bremszonen“, gab der Belgier zu Protokoll. Auf dem vierten Platz hielt sich Mikko Hirvonen mit seinem Subaru, und Antoy Warmbold (Ford) setzte seinen Zug Richtung Siegespodium fort: Er gelangte auf den fünften Platz, allerdings fast 10 Minuten hinter dem Leader.

Loeb ohne Gegner

Gerade noch spärliche vier Werkswagen machten sich nach dem Mittagsservice auf in die letzten fünf Prüfungen des Tages. In den drei ersten Sonderprüfungen im Wald dominierte Sebastien Loeb mit seinem Xsara unangefochten: Er lieferte drei Bestzeiten hintereinander, ohne wirklich attackieren zu müssen. Harri Rovanperä (Peugeot) musste sich immer hinter ihm anstellen, gefolgt von Francois Duval (Ford) und Mikko Hirvonen auf dem Subaru Impreza. Dass der gestern ausgefallene Petter Solberg, der nach dem SupeRally-Reglement wieder antreten durfte, bisweilen auch schnelle Zeiten mit seinem Subaru vorlegte, nahm keiner recht zur Kenntnis: Dieses unausgegorene FIA-Reglement wird von Teams und Aktiven abgelehnt. Antony Warmbold hielt, obwohl wirklich langsam unterwegs, seinen fünften Platz mit fast zehn Minuten Rückstand auf den Leader.

In den zwei Super Specials am Abend des Samstag in der Stadt Perth ließ es Harri Rovanperä mit seinem 307 richtig knallen: Er fuhr zwei Bestzeiten auf den beiden 2,34 Kilometer kurzen Parallelbahnen. "Wir hatten heute morgen keine Probleme, und ich hoffe, dass Sebastien welche bekommt. Denn normal ist er nicht einzuholen“, formulierte der Peugeot-Pilot seine Hoffnung. Der Gesamtführende Sebastien Loeb ließ sich Zeit – er wurde nur Vierter bzw. Fünfter. "Ich fahre langsam, wie es das Team haben will. Warum soll ich mir noch Risiken antun, wenn ich sowieso keine Gegner mehr habe,“ konterte Loeb. Mit einem schönen Vorsprung von 1,20 Minuten geht der Franzose am Sonntag in den letzten Rallye-Tag.

Hinter den beiden an der Spitze hielt sich Francois Duval mit seinem Ford – allerdings in einem 1,10 Minuten-Rückstand auf den Zweiten. Als Vierter beschloss Mikko Hirvonen (Subaru) den zweiten Tag. Antony Warmbold (Ford) blieb Fünfter, mit neuneinhalb Minuten Rückstand auf den Führenden.

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