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Rallye Australien

Grönholm verteidigt die Führung

Foto: McKlein

Nach sieben Bestzeiten in den bisherigen neun Sonderprüfungen des Tages führt Marcus Grönholm mit seinem 307 die Rallye an. Hinter ihm folgen Sebastien Loeb auf Citroen und sein Peugeot-Teamgefährte Harri Rovanperä.

12.11.2004

In der Nacht zum Freitag (12.11.) und am Vortag hatte es ordentlich geregnet - die Pisten waren am Morgen feucht, teilweise mit Pfützen oder Schlammflecken in den ersten Sonderprüfungen. Sie trockneten aber im Lauf des Tages schnell ab - alle Teams waren auf Slicks unterwegs. 62 Teams machten sich - nach dem gestrigen Super Special in der City von Perth - am Morgen um sieben Uhr bei Temperaturen um 14 Grad auf in die ersten acht echten Sonderprüfungen der Rallye.

Grönholm vorn, Solberg und Märtin out

Mit Bestzeiten in den beiden ersten Sonderprüfungen ließ Marcus Grönholm (Peugeot) aufhorchen - der dreimalige Sieger in Australien wollte an seine vergangenen Triumphe anknüpfen. "Für den Anfang war das schon ziemlich perfekt. Wir müssen nur aufpassen, denn Loeb ist ziemlich dicht auf. Aber wir bleiben im Rhythmus“, beschrieb Grönholm seine Taktik. Als der Finne dann 19,8 Sekunden Vorsprung hatte, schlug Sebastien Loeb (Citroen) zu: Er legte mit zwei Bestzeiten nach und verkürzte den Abstand zum Leader auf 16,8 Sekunden. "Marcus ist verdammt schnell. Wir haben als erste auf der Piste Probleme mit dem Schotter“, war der Kommentar des Elsässers.

Ausgeschieden waren nach den ersten vier Sonderprüfungen dieses Tages schon Petter Solberg (Subaru) und Markko Märtin (Ford): Der Norweger rammte in der vierten Wertungsprüfung einen im Kurvenscheitel liegenden Brocken und demolierte sich die Lenkung. "So wollte ich diese Saison eigentlich nicht beenden“, gab sich Solberg entäuscht. Im Aus befand sich bereits Markko Märtin. Der Este hatte schon beider gestrigen Super Special Probleme mit dem Motor seines Focus, bei dem nur drei von vier Zylindern arbeiteten. Am Morgen konstatierten die Ingenieure im Service einen Kolbenschaden - Märtin rückte gar nicht aus in die Wälder.

Hinter Loeb hatte sich Peugeot-Mann Harri Rovanperä auf den dritten Platz geschoben. "Es ist herrlich, mal wieder im Auto zu sitzen, nach der Pause von zwei Rallies. Der 307 ist toll in Form“, sagte Rovanperä. Francois Duval setzte den letzten Ford auf den vierten Platz. "Wir hatten mit nasserem Wetter gerechnet und das Auto zu weich abgestimmt. Ich ging kein Risiko ein“, erklärte der Belgier das Ergebnis. Fünfter wurde Mikko Hirvonen auf dem einzig überlebenden Subaru. "Es war sehr rutschig – ich fuhr zu oft zu quer.“ Antony Warmbold auf seinem Ford gelangte so weit nach vorne wie noch nie in seinem Rallye-Leben: Er fuhr sich bis auf den sechsten Platz vor. Mit fast vier Minuten Rückstand auf die Spitze.

Keine Chance für Loeb hinter Grönholm

Mit zwei weiteren Bestzeiten hintereinander machte Grönholm seinem Titel "Fliegender Finne“ alle Ehre und hielt sich seinen härtesten Verfolger Seb Loeb (Citroen) vom Halse. Allerdings: In der 17,30 Kilometer langen Wertungsprüfung sieben trennten die beiden nur 0,7 Sekunden. "Wir fahren weiter volle Attacke“, verkündete Grönholm. Hinter diesen zwei auf den beiden ersten Plätzen im Gesamtklassement hatte sich Harri Rovanperä gesetzt – er absolvierte die letzten Sonderprüfungen immer als Drittschnellster. "Obwohl ich bei einigen Rallies nicht dabei war, habe ich schnell meine Speed wieder gefunden“, so Rovanperä. Dahinter platzierte sich Francois Duval, der dank eines guten Aufschriebs und einer beim Mittagsservice veränderten Wagen-Abstimmung konstant Viertschnellster in den beiden Waldprüfungen war. Auf dem fünften Platz in der Gesamtwertung blieb Mikko Hirvonen (Subaru), trotz diverser Probleme: In der sechsten Wertungsprüfung bekam er Schwierigkeiten mit seinen Bremsen, in der siebten Sonderprüfung kollidierte er mangels Bremswirkung mit einem Baumstumpf. Dabei verbog er an seinem Subaru einen Lenkarm und kam nur als 21. durch die Prüfung. Antony Warmbold blieb weiterhin an sechster Stelle – sein Abstand zur Spitze war llerdings auf über fünfeinhalb Minuten angewachsen.

Bei den zwei letzten Prüfungen am Freitag fuhr Marcus Grönholm erneut eine Bestzeit und stabilisierte damit seinen ersten Platz. In der letzten Sonderprüfung des Tages hatte Ford-Junior Francois Duval die Wagennase vorn. Dass Petter Solberg, der am Morgen seinen Subaru demoliert hatte, an der Spitze aller Teilnehmer herumgeigte, obwohl das Reglement der Super Rallye ihm einen Start ohne Wertung erst ab morgen erlaubt hätte, wurde von allen regulären Teams als absoluter Willkürakt der FIA betrachtet. Besonders empört waren Citroen und Peugeot , deren Boss Corrado Provera polterte: "Man kann unsere Führungsspitze wirklich verstehen. Wenn man Reglemente einfach so boykottiert, dann macht Rallyefahren für uns keinen Sinn mehr.“

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