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Rallye Australien

Latvala führt - Favoriten straucheln

Jari-Matti Latvala Foto: McKlein 35 Bilder

Jari-Matti Latvala hat sich in Australien die Führung nach dem ersten Tag gesichert. Der Ford-Pilot nutzte dabei seine gute Startposition aus und verwies Citroen-Junior Sébastien Ogier auf Rang zwei. Mikko Hirvonen und Sébastien Loeb fuhren als Straßenfeger nur hinterher.

04.09.2009 Tobias Grüner

Nach drei Jahren Abstinenz feierte die Rallye Australien eine fulminante Rückkehr in den WRC-Kalender. Dabei hielt der erste Tag in Down Under einige Überraschungen bereit. Die beiden WM-Favoriten Sébastien Loeb und Mikko Hirvonen mussten der zweiten Garde zum Auftakt den Vortritt lassen.

Jari-Matti Latvala sicherte sich nach den ersten 15 Prüfungen die beste Ausgangslage für den Rest der Rallye. Der Finne fuhr einen Vorsprung von 2,2 Sekunden auf den Franzosen Sébastien Ogier heraus. Dabei konnte den Ford-Mann auch ein Loch in den staubigen Pisten von WP 9 nicht nachhaltig einbremsen. "Meine Lenkung war etwas krumm, aber danach habe ich meinen Rhythmus gefunden und hatte richtig Spaß."

Favoriten als Straßenkehrer bei der Rallye Australien

Latvala profitierte davon, dass er als WM-Vierter seinen direkten Konkurrenten den Vortritt lassen konnte. Auf den sandigen Straßen fanden die ersten Piloten kaum Grip auf der Strecke. Da half auch der zwischenzeitliche Regen nicht viel. Auch Citroen-Junior Sébastien Ogier konnte seine gute Startposition ausnutzen. Nach zwei Bestzeiten auf den abschließenden Super Specials liegt der C4-Pilot mit 2,2 Sekunden Rückstand in direkter Schlagdistanz zu Latvala. Am Vormittag hatte Ogier die Rallye sogar kurzzeitig angeführt.

Eigentlich hatte sich Ogiers Teamkollege Dani Sordo dahinter bereits auf Rang drei eingenistet. Auf der letzten langen Prüfung des Tages, auf der die Startreihenfolge für den Samstag bestimmt wird, nahm der Spanier allerdings Tempo heraus und überließ Mikko Hirvonen kampflos den dritten Rang. "Morgen ist ein langer Tag. Da war es wichtig, hinter Hirvonen zu starten."

Loeb im Endspurt auf Rang drei

Auf den beiden abschließenden Spezialprüfungen drehte sich die Reihenfolge noch einmal komplett. Sébastien Loeb überholte sowohl Hirvonen als auch Sordo. Hirvonen rutschte von Rang drei auf fünf ab. Allerdings trennen die drei Streithähne im Kampf um Rang drei nur wenige Zehntel.

So ist der fünfte Platz für Hirvonen auch noch kein Beinbruch: "Ich bin nicht unzufrieden damit, wie es heute lief", erklärte der Ford-Pilot im Ziel. "Als Erster auf der Strecke fand ich kaum Grip. Das hat sich leider auch auf der zweiten Schleife nicht viel gebessert." Loeb haderte ebenfalls mit seiner Startposition: "Ich hatte den ganzen Tag keinen Grip. Es war wirklich ein harter Auftakt in diese Rallye." Vor dem zweiten Tag trennen die beiden WM-Aspiranten neun Zehntel. "Morgen haben wir eine andere Startposition. Dann läuft es hoffentlich besser", blickt Loeb voraus.

Henning Solberg chancenlos auf Rang sechs

Die letzten drei Punkteplätze machen Ford-Piloten unter sich aus. Nach dem ersten Tag  liegt Henning Solberg 51,3 Sekunden hinter der Spitze auf Rang sechs. Stobart-Teamkollege Matthew Wilson hat sich weitere 51 Sekunden dahinter auf Platz sieben eingerichtet. Federico Villagra im Munchis Ford belegt den letzten Punkteplatz, muss aber noch auf Conrad Rautenbach aufpassen.


Der Umzug der Rallye Australien von Perth, wo sie 2006 ausgetragen worden war, nach Kingscliff in der Nähe von Brisbane an der Ostküste sorgte bei Teilen der Bevölkerung für Proteste. In Tweed, einem Gebiet der Aborigines, musste eine Prüfung sogar abgesagt werden, weil Umweltaktivisten Felsen auf die Strecke gerollt hatten. Vor der Absage der Teilprüfung war Hirvonens Auto von Steinen getroffen worden. Der Fahrer wurde dabei nicht verletzt.

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