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Rallye Australien

Loeb raus - Solberg vorn

Foto: McKlein

Der Norweger Peter Solberg hat im Subaru Impreza die erste Etappe beim Finale der Rallye-WM in Australien gewonnen. Solberg fuhr nach den ersten elf der 26 Schotterprüfungen einen Vorsprung von 46,6 Sekunden auf den belgischen Citroën-Piloten François Duval heraus.

11.11.2005

Über Langeweile kann der Rallye-Zirkus in Australien nicht klagen. Schon am ersten Tag kam reichlich Bewegung ins Klassement. Peugeot kassierte einen Totalausfall. Daniel Carlsson flog schon in der dritten Prüfung ab, Marcus Grönholm beschädigte auf der siebten Prüfung seine rechte Vorderradaufhängung und musste kurze Zeit später aufgeben.

Den ersten nennenswerten Fehler der Saison leistete sich Weltmeister Sébastien Loeb. Der Elsässer hatte trotz nachteiliger Startposition gerade die Führung übernommen, da warf er seinen Citroën Xsara vor einen Baum. Loeb und Beifahrer Daniel Eléna blieben unverletzt, doch die Rallye ist für den zehnmaligen Saisonsieger beendet. Es ist erst der zweite Ausfall in 16 Rallyes für den Franzosen.

Zeitstrafen für Ford

Toni Gardemeister und Roman Kresta belegen beim ersten Wettbewerbseinsatz des neuen Ford Focus die Ränge sieben und acht. Beide wurden mit einer 30-Sekunden-Zeitstrafe belegt, da sie mit neuen Motoren an den Start gingen. In der Rallye-WM müssen die Aggregate wie in der Formel 1 zwei Wettbewerbe aushalten. Der Motor aus dem zuvor eingesetzten Modell passt jedoch nicht in die neuen Autos. Ohne die Zeitstrafe lägen die beiden Ford auf den Rängen fünf und sechs.

Der Kampf um die Vize-Weltmeisterschaft scheint entschieden. Petter Solberg übernahm nach dem ersten Tag die Führung. Kontrahent Marcus Grönholm darf nach dem Superallye-Reglement am Samstag (11.11.) zwar wieder starten, kann aber aus eigener Kraft Solberg nicht gefährden. Eine starke Vorstellung bot mit vier Bestzeiten der Australier Chris Atkinson im zweiten Subaru. Atkinson führte sogar kurz, doch Lenkungsprobleme warfen ihn um über eine Minute zurück. Er liegt nun auf Platz zehn.

Sensation bei Skoda

Die eigentliche Sensation lieferte aber Colin McRae. Ausgerechnet in einer Zeit, in der sich Ausstiegsgerüchte von Skoda verdichten und Technik-Chef Dietmar Metrich seinen Rücktritt erklärte, schob sich der Schotte im Fabia WRC auf den dritten Rang - die beste Platzierung seit Kenia 2001. McRae hat lediglich 1,4 Sekunden Rückstand auf den zweitplatzierten Francois Duval. "Meine Startposition hat sicher geholfen, aber das Auto liegt auch prima", lobte McRae.

Armin Schwarz liegt nach elf Prüfungen auf Rang elf. "Das ist zwar meine letzte Rallye, aber ich war vor dem Start so nervös, als wäre es meine erste. Es ist so leicht, hier einen Fehler zu machen. Ich gehe kein Risiko ein und fahre immer schön in der Mitte der Straße", sagte der Franke. Der zweite deutsche Teilnehmer Antony Warmbold ist dagegen nach einem Unfall ausgeschieden.

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