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Rallye de France

Ford-Triumph in Korsika

Foto: McKlein

Zwei Bestzeiten von insgesamt nur vier Prüfungen am Freitag (15.10.) reichten Francois Duval auf Ford, um sich die Führung vor seinem Markenkollegen Markko Märtin zu sichern. Sebastien Loeb fuhr seinen Citroen in seinem Rhythmus auf einen dritten Platz. Armin Schwarz wurde Zehnter.

15.10.2004

Schwere Wolken und Sonnenschein wechselten ab am ersten Tag der Rallye über der Mittelmeerinsel Korsika. Die Asphaltpisten präsentierten sich nach schweren nächtlichen Gewittern anfangs feucht und rutschig, trockneten auch später nur langsam ab. 53 Teams machten sich – nach dem gestrigen Zeremonien- Start in der Inselhauptstadt Ajaccio - am Morgen um 8.30 Uhr auf in die ersten vier Sonderprüfungen der Rallye. 396,41 Kilometer waren zu absolvieren, davon 121,34 Kilometer Sonderprüfungen.

Ford-Doppel gibt den Ton an

Bestzeit in der ersten Sonderprüfung für Francois Duval, sein Ford-Kollege Markko Märtin dichtauf dahinter als Zweitschnellster. Bestzeit in der zweiten Wertungsprüfung für Märtin, Duval ganz dicht dahinter, nachdem er mit einer Mauer kollidiert war. Nach den ersten 60 Kilometern hatten sich die beiden Ford-Fahrer schon um über eine halbe Minute von Sebastien Loeb, der hier auf Citroen seinen ersten Weltmeistertitel erobern will, abgesetzt. Der Elsässer zeigte sich ganz kühl: "Ich gehe diese Rallye wie jede andere an, obwohl sie im Grunde ganz anders ist: Hier könnte ich meinen Titel einfahren.“ Und Mühe brauchte er sich nur wenig zu geben, musste er doch lediglich vor Solberg bleiben!

Schon über eine halbe Minute hinter Loeb kam der einzig noch mögliche Gegen-Kandidat auf Titelehren ein, Petter Solberg auf Subaru. Der Norweger sah die Rallye hier ebenso cool wie Loeb: "Ich habe volles Vertrauen, fühle mich sicher. Wenn ich den Titel noch haben will, dann muss ich hier gewinnen. Ich kann gar nichts anderes tun.“ Nach zwei sechsten Plätzen in den Wertungsprüfungen eins und zwei sah es für ihn gar nicht nach Sieg aus. Solberg: "Ich wählte zu harte Pirelli-Reifen. Den Asphalt hier mag ich sowieso nicht.“

Bei den Michelin-Teams zogen beide Ford, beide Citroen, Skoda und die zwei Peugeot auf gleichem Reifen-Stand in den Auftakt: Wenig oder gar nicht nachgeschnittene, weiche Trockenpneus waren die einzige Wahl. Dass Marcus Grönholm mit seinem 307 hier natürlich auf Anhieb besser aussah als seine zwei jungen Stallgefährten war klar, obwohl er über mangelndes Vertrauen zum Auto klagte. Dass aber Cedric Robert – von Peugeot als Punkte-Macher eingesetzt – sofort flotter unterwegs war als der theoretisch viel erfahrenere WM-Kämpfer Freddy Loix (beide auf Werks-Peugeot 307), das war weniger zu erwarten. Armin Schwarz, immer noch reichlich vergrippt, stabilisierte sich auf seinem Skoda Fabia wacker – nach zwei von 12 Prüfungen allerdings schon 1.30 Minuten hinter dem Spitzenreiter – während sein Kollege Toni Gardemeister nicht über Platz 13 hinauskam. Schwarz: "Es ist schön, mal aus eigener Kraft auf den achten Platz gekommen zu sein.“

Ford dominiert, Loeb schlägt auf, Solberg fällt ab

Bestzeit in der dritten Wertungsprüfung für Duval (Ford), um 22,5 Sekunden schneller als sein Senior Märtin . "Ich wählte offenbar zu weiche Reifen, Francois war mit härteren unterwegs“, erklärte Märtin. Zweitschnellster wurde Grönholm (Peugeot), der sich allmählich von seinem Deutschland-Schock, als er auf der ersten Asphalt-Prüfung ausfiel, erholte. Mit Sainz und Loeb setzten sich die beiden Citroen-Fahrer auf die Folgeplätze – Solberg (Subaru) wurde nur zehnter hinter Robert (Peugeot 307), Märtin (Ford), Bengue und Loix (Peugeot 206 bzw. 307 ) und hinter Skoda-Mann Schwarz. "Das Auto ist schön ausgewogen“, kommentierte der Skoda-Pilot. In der letzten Sonderprüfung des Tages gab der kommende Weltmeister richtig Gas: Loeb auf Citroen nahm den Ford-Piloten Duval 8,5 und seinem Senior Märtin 9,1 Sekunden ab. Das änderte am Gesamtklassement nichts. Grönholm (Peugeot) wurde Viertschnellster, Sainz (Citroen) Fünfter – der Spanier blieb im Gesamtklassement aber vor dem Finnen. Wenig glanzvoll beendete Solberg (Subaru) den Tag: Als Achtschnellster war er in der letzten Sonderprüfung über 42 Sekunden müder als Loeb - da schwinden Titel-Bewahrungsträume nur so dahin. Armin Schwarz brachte seinen Fabia auf den zehnten Platz im Gesamt – deutlich vor Peugeot- Werkspilot Freddy Loix, den Subaru-Junior Mikko Hirvonen und seinen Marken-Kollegen Toni Gardemeister.

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