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Rallye Deutschland

Citroen total

Foto: McKlein

Sebastien Loeb kassierte am ersten Rallyetag (26.8.) fünf der möglichen sechs Bestzeiten, sein Citroen-Kollege Francois Duval nahm eine Topzeit mit: Sie liegen damit auf Platz eins und zwei. Marcus Grönholm brachte seinen Peugeot 307 nur auf den dritten Platz – mit gehörigem Rückstand. Armin Schwarz liegt auf dem neunten Platz.

26.08.2005

Der Regen des Vortages hatte aufgehört, es war frisch in den Weinbergen oberhalb der Mosel: Knappe 13 Grad herrschten. Armin Schwarz analysierte: "80 Prozent der Pisten sind trocken, aber es liegt Matsch auf den Strassen. Die Böschungen sind vollgesogen mit Wasser – wenn man sie touchiert hagelt der Dreck auf den Asphalt.“

Citroen unschlagbar, Stohl und Bengue out

Sie gaben den anderen keine Chancen, die zwei Citroen-Piloten Loeb und Duval. Gnadenlos fuhren sie auf Anhieb Bestzeiten. Sebastien Loeb, Dreifach-Sieger der Rallye Deutschland seit 2002, legte die beiden ersten Topwerte vor. Sein Kommentar: "In der ersten Wertungsprüfung war ich zu müde, in der zweiten habe ich ein paar Fehler gemacht, war aber Schnellster. In der dritten war alles Okay.“ Nur: Gerade dort hackte sich sein Teamgefährte, der durchaus umstrittene Belgier Francois Duval, schneller als der Star um die bösen Ecken. Duval, gar nicht großmaulig für einmal, meinte: "Mein Citroen-Boss Guy Frequelin hat gesagt, dass er mich auf dem Podium sehen möchte – aber mit einem intakten Auto.“ Duval, Zweiter im Vorjahr hier auf einem Ford Focus, übernahm die Rallye-Führung von Loeb noch vor dem Mittagsservice.

Dritter dann war Marcus Grönholm – unzufrieden mit sich, dem Differenzial des Peugeot 307. Der Finne, auf Pirelli-Pneus unterwegs, knurrte: "Ich wähle heute Nachmittag andere Reifen – die Michelin sind sowieso überlegen.“ Petter Solberg (Subaru) hinter dem Finnen jammerte, dass er seinen Motor abgewürgt habe, als er eine Biegung zu spät sah. Markko Märtin (Peugeot) hatte Probleme mit der Gegensprechanlage und Toni Gardemeister donnerte seinen Ford - unter den Augen von Teamchef Malcolm Wilson - in einen Weinberg: Beifahrertür verbogen, Scheibe zersplittert. Sein Copilot Jakke Honkanen meinte trocken: "Das ganze Auto vorn war voller Weintrauben. Reif waren die leider nicht.“

Als Armin Schwarz mit seinem Fabia zum Mittagsservice kam, klagte er freundlich-verhalten: "Der Motor hat kein Drehmoment, ich quäle die Kupplung mit hohen Drehzahlen. Das Getriebe schaltet bei schnellen Wechseln nicht Das Fahren ist eckig.“ Nun, unter die ersten acht am Ende gedachte er zu kommen – bis zum 10. Platz hatte er es am Mittag geschafft. Vorsichtig startete Gigi Galli (Mitsubishi), der hier im Vorjahr auf einem Gruppe-N gewonnen hatte. Sein Kommentar: In diesem Jahr kommen die Kurven viel schneller auf mich zu!“ Sein Kollege Harri Rovanperä fuhr ebenso vorsichtig – er landete auf dem 12. Platz.

Nicht zum Service kam der Österreicher Manfred Stohl mit seinem Citroen Xsara: Sein elektronisches Gaspedal blieb in Vollgasstellung hängen, er sauste 30 Meter bergab ins Gebüsch. Wenig später folgte ihm am gleichen Ort Alexander Bengue: Er lenkte seinen Skoda auch gewaltsam ins Grüne und brachte ihn nicht mehr heraus.

Citroen von niemandem zu halten

Bestzeit in den beiden ersten Nachmittagsprüfungen lieferte Citroen-Star Loeb. "Mein Xsara untersteuert etwas“, gab er später zu Protokoll. Sein Team-Kollege Duval – zweimal zweitbeste Zeit - verlor seine Führung und klagte: "Ich habe vor dem Start meinen Motor abgewürgt.“ Marcus Grönholm (Peugeot) als Drittschnellster bremste immer noch zu früh, wie er meinte: Nach zwei der drei Nachmittagsprüfungen lag er schon 47 Sekunden hinter dem Leader. Harri Rovanperä (Mitsubishi) hatte Mühe, seinen WRC auf der schmierigen Piste zu halten. Roman Kresta (Ford) verlor seinen fünften Platz an Marken-Kollege Toni Gardemeister, weil er sich einen Kilometer vor Ende der vierten Wertungsprüfung einen gewaltigen Dreher leistete.

Die Bestzeit in der letzten Wertungsprüfung des Tages ging wieder an Loeb auf Citroen, Duval auf der gleichen Marke – beinahe schon ebenso natürlich – Zweitschnellster – Grönholm (Peugeot) wieder nur Dritter. Grönholm klagte: "Ich kann nichts machen – man fährt mir davon.“ Mit fast einer Minute Rückstand sieht der Finne schon die meisten Felle wegschwimmen. Hinter ihm reihen sich Gardemeister vor Kresta (beide Ford), dann Märtin (Peugeot) und Gigi Galli auf dem ersten Mistusbishi ein. Armin Schwarz brachte seinen Skoda auf den neunten Platz – nur einen Platz entfernt von den Punkterängen.

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