Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Rallye Deutschland

Citroen ...und sonst nichts

Foto: McKlein

Die Überlegenheit der roten Xsara ließ die Konkurrenten verzweifeln: Sebastien Loeb und sein Citroen-Teamgefährte Francois Duval dominierten auch am zweiten Rallye-Tag (27.8) nach Belieben. Für Marcus Grönholm blieb der dritte Platz. Armin Schwarz fiel mit Motorschaden aus.

27.08.2005

Es hatte nicht geregnet in der Nacht zum zweiten Rallyetag, aber Nebelschwaden hingen am Morgen über dem Hunsrück. Chris Atkinson, Australier und Hoffnungsträger bei Subaru, drückte aus, was viele der 53 Starter (acht von ihnen unter SupeRally- Reglement) bewegte: "Ich habe den größten Respekt vor dem heutigen Tag - die ruppige Baumholder-Gegend soll ja für Panzer gut sein, aber für Rallyewagen?"

Der zweite Rallye-Tag begann wie der erste endete: Sebastien Loeb legte problemlos Bestzeiten bei den zwei ersten Prüfungen vor. Dass bei der ersten WP nicht sein Citroen-Markenkollege Francois Duval zweitbeste Zeit fuhr, ist nur darauf zurück zu führen, dass der Belgier trotz aller Mahnungen seines Teamchefs einen Ausritt inklusive eines Bremsleitung-Kollapses provozierte.

Dann gab er Gas, seine Bremsen vorne entwickelten ein Feuerchen, Streckenposten löschten und erzeugten so Risse in einer Bremsscheibe. Duval fuhr verhaltener weiter, war in der zweiten Spezialprüfung dennoch Zweitbester.

Die Freude der Herren Stephane Sarrazin (Subaru) und Gigi Galli (Mitsubishi), die sich samt Grönholm und Märtin (beide Peugeot) auf der ersten Sonderprüfung vor Duval platzieren konnten, währte also nur kurz. Andere hatten gar keine Freude: Bei Petter Solberg (Subaru) streikte die Schaltung - es wurde gebastelt, Petter fuhr im 3.Gang weiter und verlor mehr als zwei Minuten. Toni Gardemeister (Ford) büßte über 20 Minuten mit Elektroproblemen ein.

Armin Schwarz litt zuerst an Vibrationen in der Vorderachse seines Skoda, dann ging seine Kupplung verloren und Schwarz schleppte sich zum Service. Er wurde durch die Kontrolle zum Service geschoben, um dort aufzugeben: Beim Aufsetzen hatte ein Lüfterflügel den Wasserkühler demoliert. Armin war schon mit leuchtender Warnlampe an die Kontrolle gekommen. Das Team stellte einen Motorschaden fest und beschloss, seinen Fabia aus der Rallye zu nehmen. Wiederstart am letzten Tag ist fraglich.

Citronen für den Rest der Rallyewelt

In der zweiten Spezialen des Tages sah die Reihenfolge also wieder so aus wie gestern (26.8) fast den ganzen Tag über: Loeb, Duval, dann Grönholm. Der Finne verzweifelte, nicht allein wegen zu harter Reifen: "Die Citroen fahren in einer Klasse für sich".

Sein Peugeot-Partner Markko Märtin kam besser in Tritt: Er wurde trotz am Ende weich werdender Pneus Viertschnellster. Gigi Galli (Mitsubishi) zeigte als Sechster, wie gut er die Panizzi-Brüder ersetzen kann, und Manfred Stohl brachte seinen Xsara problemlos auf den siebten Platz.

Wenn schon nicht Weltmeister Loeb - "Ich fahre kontrolliert nach den mir angelieferten Zwischenzeiten von Duval und Grönholm, um den Abstand zu halten!“ - dann eben sein Teamgenosse Duval: Bestzeiten für andere Bewerber schien es auch bei den beiden Sonderprüfungen um die Mittagszeit wieder nicht zu geben.

Zwar schob Grönholm seinen Peugeot einmal an die zweite Stelle, aber auch das half dem Finnen wenig: Nach den ersten vier der sieben Samstagsprüfungen betrug sein Rückstand auf den Leader schon über 90 Sekunden - eine Ewigkeit in der Rallye-WM.

Erfreulich schnell zeigte sich Manfred Stohl mit seinem Xsara : Er sauste einmal als Sechster, einmal als Fünfter durch die Schranken und musste dennoch resignieren: "Durch meinen Ausfall von gestern kann ich vorne sowieso nicht mehr mitspielen. Ich fahre nur mehr ins Ziel.“

In den zwei letzten Geländeprüfungen vor dem Zuschauer-Spektakel auf dem abendlichen 6,24 Kilometer langen Stadtkurs von St. Wendel an der Saar erlebten die vielen, vielen Zuschauer die gleiche Citroen-Show wie an den Vortagen: Loeb fuhr Bestzeit in WP 11 und 13, Duval fuhr Bestzeit in der WP 12. Das Citroen-Duo lag immer unangefochten vorne.

Toni Gardemeister (Ford) war einmal schneller als Grönholm (Peugeot), und Gigi Galli (Mitsubishi) schlug erneut den zweiten Peugeot von Markko Märtin, der seinen vierten Platz im Gesamtklassement hinter Grönholm behalten konnte. Allerdings: Galli (Mitsubishi) verlor seine fünfte Position an Roman Kresta (Ford), der jetzt einziger Punktemacher für seinen Stall ist.

Zu den Ergebnissen

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden