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Rallye Deutschland

Zittern um künftige WM-Läufe

Foto: McKlein 50 Bilder

Update + + Die Rallye Deutschland muss um ihren WM-Status für das nächste Jahr bangen. Obwohl der Lauf im vorläufigen WM-Kalender 2008 aufgeführt ist, steht noch lange nicht fest, ob die WRC wieder in Deutschland gastiert.

19.08.2007

Die Kritik an der sechsten Auflage der Rallye rund um Trier kam diesmal von allen Seiten. Im Mittelpunkt steht dabei der ADAC als Veranstalter. Hauptvorwürfe: fehlende TV-Live- Übertragungen, schwierige Sponsorensuche und Ärger der Zuschauer, die sich zu weit weg vom Geschehen fühlten. Doch beim ADAC ist man sich sicher, auch künftig WM-Standort zu sein. Sportpräsident Hermann Tomczyk ist fest davon überzeugt, dass die Rallye im August 2008 stattfindet, "und zwar als WM-Lauf".

Absage der Live-Übertragung

Schon in der Vorbereitung der Rallye Deutschland musste sich der ADAC vorhalten lassen, eine Fernseh-Übertragung durch die RTL-Gruppe abgelehnt zu haben, weil sie aus organisatorischen Gründen nicht realisierbar sei. Nach einem RTL-Angebot Ende Mai waren drei Mal eine jeweils halbstündige TV-Übertragung beim Nachrichtensender n-tv und am Sonntag eine zweistündige Live-Sendung der spektakulären Prüfung mit dem Titel "Circus Maximus" um die Porta Nigra geplant, sofern diese Prüfung als letzte Entscheidung absolviert werden würde.

Nach ADAC-Angaben "kam es am 23. Juni zu dem Beschluss, dass der Zeitplan aus logistischen und organisatorischen Gründen nicht geändert werden kann". Der ADAC musste aber sein fertiges Rallye-Konzept fristgerecht Ende Januar dem Automobil-Weltverband FIA zur Genehmigung vorlegen und war daher zu einer Änderung des Ablaufes nicht bereit. Er bot an, "dass der "Circus Maximus" im TV als Aufzeichnung in Verbindung einer Live-Schaltung zur Siegerehrung an der Porta Nigra übertragen werden kann". Fazit - keine TV-Übertragung live, nur die jeweils halbstündigen Aufzeichnungen bei Eurosport am späten Abend.

"ADAC muss noch viel lernen"

Ein Sprecher des britischen TV-Rechteinhabers International Sportworld Communicators ISC meinte: "Der ADAC muss noch viel lernen und erkennen, wie wichtig in unserem medialen Zeitalter eine TV-Übertragung ist. Er muss lernen, sich nach TV-Zeiten zu richten." Die Bedeutung des Fernsehens wurde auch den Organisatoren des italienischen WM-Laufes auf Sardinien deutlich gemacht. "Wir haben in allen Bereichen eine sehr gute Bewertung bekommen, nur die fehlende Live-Übertragung wurde so stark kritisiert, dass wir um den WM-Lauf im nächsten Jahr fürchten müssen", war aus Kreisen des italienischen Veranstalters zu hören.

Dennoch jammert der ADAC, dass für seine Rallye keine Sponsoren zu finden seien. Die Verhandlungen um eine Verlängerung des bis Ende 2006 laufenden dreijährigen Vertrages mit dem österreichischen Mineralölhersteller OMV endete in einer Sackgasse. Auch das OMV-Angebot, 2007 wie in den letzten drei Jahren wieder das bei den Zuschauern beliebte kostenlose Info-Magazin aktuell an allen Rallye-Tagen an der Strecke verteilen zu lassen, schmetterte der ADAC ab.

Kritik auch von Fahrern und Fans

Die Zuschauer kritisierten die Organisatoren zudem, dass sie weit weg von den Pisten verbannt worden seien. In anderen Ländern erleben die Fans hautnah das Rallye-Geschehen mit. Unter den Teilnehmern machte sich diesmal starker Unmut über die mangelhaften Rallye-Unterlagen breit, die teils falsche Streckenbeschreibungen enthielten.

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