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Rallye Finnland 2013 (Tag 1)

Favoritensturz am ersten Tag

Marcus Grönholm - Rallye Finnland 2013 Foto: McKlein 46 Bilder

Ein äußerst knapper Kampf an der Spitze, minimale Zeitabstände und mit Thierry Neuville im Ford eine Überraschung auf Platz eins. Die Rallye Finnland sorgt für beste Unterhaltung. Für das größte Drama war aber VW-Fahrer Jari-Matti Latvala zuständig.

02.08.2013

Kurz vor dem Start referierte Publikumsliebling Jari-Matti Latvala noch, dass man den Sieg in Finnland nicht erzwingen dürfe, und dann stand der VW-Werksfahrer und Mitfavorit auf den prestigeträchtigen Sieg im hohen Norden als Erster in den Büschen.

Schon auf der zweiten von sechst Tagesprüfungen der ersten Etappe war sein Polo nach einem Sprung etwas zu weit am Streckenrand gelandet und nahm mit der linken Hinterrad einen Fels mit, was die Radaufhängung übel nahm.

Latvala fällt aussichtslos zurück

Latvala und Beifahrer Miikka Anttila versuchten, den abgerissenen Querlenker so gut es geht zu fixieren, und ritten dann hastig mit schief stehendem Rad weiter, um es trotz der schweren Havarie bis ins Etappenziel zu schaffen. Zwei Prüfungen absolvierte Latvala mit dem waidwunden VW, dann strich er am späten Nachmittag die Segel. Auf der zweiten Etappe am Freitag werden die Fans ihn wieder fahren sehen, aber mit einem Rückstand von 20:42 Minuten auf Platz 88 liegt der Finnland-Sieger von 2010 aussichtslos zurück.

VW hat dennoch beste Chancen auf den Sieg, der ist allerdings wie so oft in Jyväskylä hart umkämpft. Die erste Bestzeit und damit die Führung holte sich Sébastien Ogier im zweiten Polo, dann ging Lokalmatador Mikko Hirvonen im Citroën DS3 nach vorn, aber zeitgleich an der Spitze lag nach Bestzeit neben ihm der Belgier Thierry Neuville im Ford Fiesta des M-Sport-Teams.

Neuville mit knappen Vorsprung am ersten Tag

Die dritte Prüfung gewann wieder Ogier, WP4 wieder Hirvonen, aber Neuville schaffte das Kunststück, sich gleich drei Mal mit 0,0 Sekunden Rückstand ganz oben in der Gesamtwertung festzusetzen. Einsetzender Regen auf der fünften Prüfung ließ das Klassement ein bisschen durcheinander wirbeln, Ford-Mann Mads Östberg fuhr Bestzeit, Neuville eroberte erstmals allein die Führung, die er mit der schnellsten Zeit auf der Zuschauerprüfung in Killeri auch ausbaute.

Das heißt allerdings in Finnland nicht viel. Gerade 5,2 Sekunden Vorsprung hat Neuville auf Sébastien Ogier, 8,9 Sekunden liegt Östberg zurück auf Rang drei, es folgen der von starkem Regen auf der Himos-Prüfung am heftigsten betroffene Mikko Hirvonen mit 13,8 Sekunden und Juho Hänninen in einem weiteren Ford mit 17,0 Sekunden vor dem Engländer Kris Meeke im dritten Citroën mit 17,5 Sekunden.

Evgeny Novikov im zweiten M-Sport Ford und Anderas Mikkelsen im dritten VW haben etwas über 20 Sekunden Rückstand, wie Mads Östberg schossen sie in der vierten und überraschend rauen Prüfung vier einmal kurz an einem Abzweig geradeaus und mussten zurücksetzen. Neben sich steht seit der mauen Qualifikation am Mittwoch Dani Sordo im zweiten Werks-Citroën. Der Spanier liegt mit 37 Sekunden Rückstand nur auf Platz neun.

Kubica kämpft um WRC2-Sieg

Große Spannung herrscht auch in der zweiten und dritten Liga der WM. In der WRC2-Kategorie brennt der Finne Jari Ketomaa im nach dem neuen R5-Reglement aufgebauten Ford Fiesta als Gesamt-Dreizehnter ein Feuerwerk ab, aber der frühere Formel-1-Fahrer Robert Kubica hält sich im Citroën DS3 RRC als Zweiter mit 24 Sekunden Rückstand erstaunlich gut.

Nur zwei Sekunden dahinter lauert allerdings der Waliser Elfyn Evans im zweiten Fiesta R5. Nur Platz sechs belegt das hoch gehandelte finnische Talent Esapekka Lappi in einem privaten, vom Baumschlager-Team eingesetzten Skoda Fabia S2000. Lappi klagt über leichte Fahrwerksprobleme, setzt aber wie viele Landsleute auf die Freitagsetappe, die mit neun Prüfungen die längste ist, und mit den mittelfinnischen Strecken rund um Jyväskylä erheblich mehr Sprungkuppen enthält, als die eher südlich gelegenen Donnerstagsprüfungen.

Riedemann geht die Luft aus

In der WRC3-Kategorie für Autos mit Frontantrieb liefern sich Alistair Fisher und Keith Cronin ein beinhartes inneririsches Duell um die Spitze. Der frühere britische Meister Cronin liegt nur neun Sekunden hinter Fisher. Der Finne Jussi Vainionpää konnte als Dritter nur staunend zusehen.

Eher verhalten ging der einzige Deutsche die Rallye Finnland an. Christian Riedemann verkündete bei der Nachmittagsrast noch lässig: "Da ist noch Luft nach oben", doch die ging in einem Reifen eher nach unten. Nach Plattfuß am Citroën DS3 R3 liegt der Sulinger mit rund eineinhalb Minuten Rückstand auf dem siebten Rang in seiner Klasse.

Die Highlights vom ersten Tag haben wir in unserer Galerie.

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