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Rallye GB

Loeb geht nach vorn

Foto: McKlein

Zwei Bestzeiten am Freitag (17.9.) reichten dem Leader in der WM-Wertung, Sebastien Loeb auf Citroen, um die Führung der Rallye zu übernehmen. Seine härtesten Verfolger sind Weltmeister Petter Solberg auf Subaru und Ford-Topfahrer Markko Märtin. Armin Schwarz überschlug sich in der letzten Prüfung des Tages.

17.09.2004

Es goss die ganze Nacht vor dem Start zur Rallye Großbritannien, Nebel hing morgens über den Pisten in Wales. Britisches Herbstwetter herrschte, mit Gewittern, wie vom Wetterdienst prognostiziert. 81 Teams machten sich – nach der gestrigen Super Special Showeinlage in Cardiff - am Morgen um 5.50 Uhr auf in die ersten sechs Sonderprüfungen der Rallye. 570,54 Kilometer waren zu absolvieren, davon 183,31 Kilometer Sonderprüfungen.

Citroen-Star Loeb schlägt wuchtig auf

Zwei Bestzeiten zum Auftakt für den Mann, der im Vorjahr seine persönlichen Titelambitionen den Citroen-Teaminteressen hatte opfern müssen: Sebastien Loeb zeigte seinen Konkurrenten – vor allem Marcus Grönholm (Peugeot), Petter Solberg (Subaru) und Markko Märtin (Ford) - trotz Nässe, Schlamm und lausiger Sicht schon vor dem ersten Reifenwechsel, wer Herr in den Wäldern von Wales ist. "Ich liebe diese Rallye, obwohl das Fahren wie auf Eis war“, kommentierte Loeb. Der Franzose fand zwar, dass es ungemein rutschig sei, fühlte sich aber dadurch nicht behindert. Grönholm dagegen war sauer: "Ich denke, Loeb hatte als erster Starter einen Vorteil.“ Carlos Sainz (Citroen) war unzufrieden mit seiner in Sardinien erarbeiteten Basisabstimmung, Petter Solberg (Subaru) meinte: "Ich habe die ersten zwei Prüfungen wohl ein wenig zu leicht genommen.“ Markko Märtin (Ford) kam nach einem "haarigen Moment, als wir zwischen den Gräben links und rechts der Strasse hin und her schleuderten" voller Laub und ohne Rückspiegel aus dem Wald, Skoda-Pilot Armin Schwarz fand seinen Fabia o.k., die Pisten aber sehr rutschig.

Nordmänner blasen zur Attacke

In der ersten Sonderprüfung nach dem Reifenwechsel - der außerhalb des Service- Platzes durchgeführt wurde - gab sich der Finne Grönholm (Peugeot) seine erste Bestzeit. "Alles o.k. – aber zu glatt“, meinte er. Zweitschnellster war Solberg (Subaru), nachdem er seine Stoßdämpfer richtig eingeregelt hatte. Aber: Sowohl bei seinem Impreza, als auch bei dem seines Kollegen Mikko Hirvonen war die Motor-Temperatur derart angestiegen, dass die Maschinen in den Spar-Modus fielen. Hirvonen: "Ich habe den Kühlergrill ausgebaut, um mehr Luft in den Motorraum zu bringen.“ Das kostete ihn viel Zeit. Als die Subaru-Probleme beim Mittagsservice behoben waren, knallte der Norweger Solberg seine zweite Bestzeit des Tages in den Schlamm. Grönholm konnte sich vorher schon nicht wehren - die von ihm vor dem Start befürchteten Probleme mit dem Fünfgang-Getriebe traten auf, das Aggregat wurde mittags gewechselt. Anschließend war Solberg allerdings weiterhin schneller. "Heute kriege ich den führenden Loeb wohl nicht mehr, aber morgen ist er dran“, tönte Solberg optimistisch. Dran war allerdings schon heute Peugeot’s Jung-Schwede Daniel Carlsson: Er feuerte seinen 307 in die Büsche und kam nicht mehr zurück auf die Piste.

Die letzte Bestzeit des Tages auf der 32,48 Kilometer langen Mörderpiste von Rheola ging wieder an Petter Solberg - es war seine dritte heute. Damit konnte er seinen Abstand zum Gesamt-Leader Loeb (Citroen) auf 8,4 Sekunden verkürzen. Zweitschnellster war - zum vierten Mal bei den heutigen Prüfungen - Grönholm (Peugeot) vor Loeb (Citroen). "Wenn ich hier nicht gewinne, werde ich Punkte machen, das ist sicher“, sagte Loeb. Als Vierter kam Märtin (Ford) vor Sainz (Citroen), Hirvonen (Subaru) und dem schnellen Österreicher Manfred Stohl (Peugeot 206) ein. Armin Schwarz brachte seinen Skoda nicht zum letzten Service: Er überschlug sich 15 Kilometer nach dem Start der letzten Sonderprüfung. Fahrer und Co-Pilot Manfred Hiemer sind o.k. , der Fabia dagegen nahezu ziemlich irreparabel.

Echte Siegchancen nur noch für Vier

Schon nach den ersten sechs Wertungsprüfungen der Rallye und rund 180 Kilometern wurde deutlich, dass sich der Kampf um den Sieg nur bei den vier Fightern an der Spitze - Loeb, Solberg, Grönholm und Märtin - abspielen würde, zu weit abgeschlagen war schon die Konkurrenz: Sainz (Citroen) lag bereits über 100 Sekunden zurück, Hirvonen (Subaru) und Duval (Ford) hatten über drei Minuten Rückstand , Rovanperä (Peugeot) fehlten fast fünf Minuten auf den Leader: Auch er wurde wieder einmal von den bekannten Peugeot-Getriebeproblemen heimgesucht. Immerhin - alle acht Genannten werden Punkte machen, so sie denn ankommen.

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