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Rallye GB

Loeb verteidigt die Führung

Foto: McKlein

Sebastien Loeb auf Citroen führt bei der Rallye GB, obwohl der zweitplatzierte Petter Solberg mit dem Subaru Impreza den Druck auf den Leader den ganzen Samstag (18.9.) über verstärkte. An dritter Stelle liegt Ford-Fahrer Markko Märtin mit schon gehörigem Rückstand.

18.09.2004

Nach einer feuchten und stürmischen Nacht über Wales machten sich 54 Teams von den gestern noch 83 Startern auf in den zweiten Tag der Rallye GB: 29 waren schon am ersten Tag ausgefallen. Zum Vergleich: Im letzten Jahr hatte die gesamte Rallye nur 36 Opfer gefordert. Um 9.03 Uhr ging als Start-Fahrer Antony Warmbold in die erste von acht Sonderprüfungen des Tages. 458,49 Kilometer waren zu absolvieren, davon 120,72 Kilometer Sonderprüfungen, inklusive einer Cardiff-Super Special am Abend.

Citroen locker, Peugeot kaputt

Während Citroen Top-Star Sebastien Loeb seine Vorsprung auf seinen schnellsten Verfolger Petter Solberg (Subaru) von 8,4 auf 17,2 Sekunden ausbaute – der Franzose fuhr in den ersten drei Sonderprüfungen des Tages zwei Bestzeiten – erwischte es Peugeot ziemlich ruppig: Nachdem gestern schon Löwen-Zukunfts-Mann Daniel Carlsson mit seinem 307 rausgeflogen war, tat es ihm heute Altmeister Marcus Grönholm nach: In der zweiten Wertungsprüfung des Tages warf er den 307 zu weit und riss sich vorne rechts das Vorderrad aus. Er flickte sein Auto notdürftig, kam mit erheblicher Verspätung zum Start der Wertungsprüfung 10 und wurde aus der Rallye genommen. "Ich hatte Probleme mit dem Getriebe, war nicht konzentriert und rutschte gegen einen Metallpfosten. Aus“, erklärte Grönholm. Weiter fahren kann, wenn auch mit erheblicher Verzögerung, eine weitere Peugeot-Hoffnung: Henning Solberg. Er tat seinen 206 ab, rauschte durch einen Graben, demolierte seinen Turbolader und kassierte drei Minuten auf den Schnellsten.

Schon vor Mittag war klar, dass nur die beiden Protagonisten des Vorjahres - Loeb und Solberg - auch in diesem Jahr wieder herrliche Fights garantieren würden, war doch der Rest hinter diesen zwei schon vor dem Mittagsservice nach hinten entrückt: Markko Märtin (Ford) klagte über Nebel und einen schwächelnden Motor, Carlos Sainz (Citroen) fuhr viel zu harte Reifen, Mikko Hirvonen (Subaru) rutschte raus, füllte sich den Kühler mit Schlamm. Sein Motor verfiel wegen Überhitzung in den Spar-Modus. Jani Paasonen stellte den vorletzten Skoda mit verbrannter Kupplung ab. Duval (Ford) profitierte von alldem - er verbesserte sich vom siebten auf den fünften Platz. "Ich fahre zwar nur zu 90 Prozent voll, aber das reicht offenbar, um mit Solberg und Loeb mitzuhalten“, sagte der Belgier.

Fight nur zwischen Loeb und Solberg

Lediglich die Auseinandersetzung zwischen Loeb und Solberg bestimmte die zweite Dreiergruppe von Sonderprüfungen am Samstag: Solberg (Subaru) entschied zwei der drei Prüfungen für sich, ein sehr relaxter Duval (Ford) holte sich seine dritte Topzeit auf dieser Rallye. Loeb blieb verhalten, ließ sich aber nicht abschütteln. "Ich muss voll fahren, denn ich darf keine Konzentrationsfehler machen. Es ist wichtig, dass ich vor meinem ärgsten Rivalen Solberg bleibe“, resümierte Loeb. Solberg allerdings drückte, hobelte die morgendlichen 17,2 Sekunden Vorsprung von Loeb nach der Wertungsprüfung 10 auf 10,6 Sekunden drei Prüfungen später hinunter. Der Rest der Piloten begann, früher als sonst erst am letzten Rallyetag üblich, auf Halten zu fahren. Denn: Punkte bekam jeder in jedem Fall, und Attacken auf die vorderen machten offenbar keinen Sinn mehr: Märtin (Ford) als Dritter lag schon über zwei Minuten, Sainz (Citroen) als Vierter zweieinhalb Minuten und Duval (Ford) als Fünfter schon über dreieinhalb Minuten zurück. Rovanperä, letzter Löwen-Bannerträger, hielt über fünf Minuten Respekt-Abstand zur Spitze.

Solberg nimmt Loeb in die Mangel

Letzte Kämpfe des Tages im Margam-Gelände - Toni Gardemeister legte den letzten Skoda kurz vor Ende der Prüfung ab, versuchte, ihn wieder auf die Strasse zu bringen. Als der Fabia wieder auf dem Schotter stand, hatte Toni eine halbe Stunde verloren. Solberg (Subaru) gab sich die dritte Bestzeit des Tages (seine sechste dieser Rallye) und näherte sich Leader Loeb bis auf bedrohliche 6,8 Sekunden: Der Norweger nahm dem Franzosen 3,8 Sekunden auf den 27,55 Kilometern der Wertungsprüfung ab. Drittschnellster war Märtin (Ford) vor Sainz (Citroen) und seinem Ford-Gefährten Duval. Rovanperä (Peugeot) fuhr 11 Sekunden schneller als Hirvonen (Subaru) und schob sich damit auf den sechsten Platz vor.

Beim abendlichen Super Special in Cardiff legte Duval (Ford) seine vierte Rallye-Bestzeit vor, Loeb (Citroen) baute mit der zweitbesten Zeit seine Führung über den Zweiten im Gesamtklassement, Petter Solberg (Subaru), auf 7,3 Sekunden aus. Kommentar des Franzosen: "Es wird knapp morgen auf den letzten 90 Kilometern."

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