Nächstes Rennen: 22. Juli 2012
Rallye Neuseeland

Rallye GB: Loeb wieder Weltmeister

Der dritte Platz genügte Weltmeister Sébastien Loeb beim Saisonfinale der Rallye-WM zur erfolgreichen Titelverteidigung. Der Franzose im Citroen C4 WRC holte seine vierte Weltmeisterschaft in Folge. Damit stellte Loeb den Rekord des Finnen Tommi Mäkinen ein, der mit seinem Mitsubishi in den Jahren 1996 bis 1999 ebenfalls vier Weltmeisterschaften errang.

Bei meist extrem schlechtem Wetter mit starkem Regen und teilweise dichtem Nebel zeigte Loeb in Wales eine sehr konzentrierte Leistung. Er fuhr clever auf Ankommen und vermied übermäßige Risiken. Angesichts des erneuten Titels wird Loeb es verschmerzen können, dass er nach wie dem Sieg bei dem WM-Lauf in Großbritannien vergeblich nachläuft.

Testfahrten im Renault-Formel 1

In Urlaub geht der frische gebackene Vater einer Tochter vorerst nicht: Am Dienstag reist Loeb nach Paul Ricard für zweitägige Testfahrten im Renault-Formel 1. Dieser Test kam auf Vermittlung von Sponsor Total zustande. Im Gegenzug bekommt Heikki Kovalainen die Gelegenheit, Loebs Citroen C4 WRC auszuprobieren.

Mit einem zweiten Platz verabschiedete sich Marcus Grönholm nach 150 WM-Rallyes in den Ruhestand. "Ich hatte bis zum Schluss auf einen Fehler von Loeb gehofft, aber den Gefallen hat er mir nicht getan. Sébastien hat verdient die Weltmeisterschaft gewonnen", zollte der 30fache Gesamtsieger Grönholm dem neuen und alten Champion Lob, der ihn im bis zum Schluss offenen Titelkampf um vier Punkte distanzierte. Seine Chancen auf den Titel hatte er zwei Wochen zuvor in Irland eingebüßt, als er vehement in eine Mauer krachte und aufgeben mußte. Grönholms Trost: Ford gewann trotzdem vorzeitig die Marken-WM. Mit fünf Saisonsiegen hatte der 39-Jährige maßgeblichen Anteil an der Titelverteidigung.

Saisonsieg für Hirvonen

Dreimal siegte in diesem Jahr Mikko Hirvonen. Der 27-Jährige ist nach Grönholms Rücktritt der designierte Nummer eins-Fahrer bei Ford. In Wales hatte Hirvonen den entscheidenden Vorsprung am ersten Tag herausgefahren. Während die Konkurrenz vorsichtig agierte, ging Hirvonen große Risiken ein und wurde belohnt. Diesen 40-Sekunden-Vorsprung verwaltete der Finne sehr geschickt und münzte ihn in den vierten WM-Sieg seiner Karriere um.

Gute Chancen auf das zweite Ford-Cockpit hat Jari-Matti Latvala. Der Finne, der einen Ford Focus des Stobart-Teams pilotiert, setzte auf allen vier Sonntags-Prüfungen die Bestzeit. Ein noch größeres Kunststück hatte der 22-Jährige am Samstag gezeigt, als er auf sechs von sieben Wertungsprüfungen Schnellster war.

Zeitentabelle Rallye GB:

1. M. Hirvonen 3:22:50.9 h
2. M. Grönholm + 15.2
3. S. Loeb + 1:33.0
4. P. Solberg + 2:57.3
5. D. Sordo + 3:14.3
6. M.Wilson + 7:32.9
7. C. Atkinson + 8:29.5
8. M. Stohl + 8:54.6
9. X. Pons + 9:48.8
10. J. Latvala + 10:42.4


Fahrer-Wertung Saison 2007:

1. Sébastian Loeb (Frankreich) - Citroen Total -116 Punkte
2. Marcus Grönholm (Finnland) - BP-Ford -112 Punkte
3. Mikko Hirvonen (Finnland) - BP-Ford - 99 Punkte
4. Daniel Sordo (Spanien) – Citroen Total - 65 Punkte
5. Petter Solberg (Norwegen) - Subaru - 47 Punkte
6. Henning Solberg (Norwegen) - Stobart M-Sport Ford - 34 Punkte
7. Chris Atkinson (Australien) - Subaru - 31 Punkte
8. Jari-Matti Latvala (Finnland) - Stobart M-Sport Ford - 30 Punkte
9. Manfred Stohl (Österreich) - OMV Kronos Citroen - 13 Punkte
10. Francois Duval (Belgien) - OMV Kronos Citroen - 12 Punkte


Team-Wertung Saison 2007:

1. BP-Ford 212 Punkte
2. Citroen Total 183 Punkte
3. Subaru 87 Punkte
4. Stobart M-Sport Ford 81 Punkte
5. OMV Kronos Citroen 45 Punkte
6. Munchi’s Ford 14 Punkte

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Claus Mühlberger

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