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Rallye Griechenland

Citroen-Pilot Loeb dominiert

Foto: McKlein

Nur drei Bestzeiten am Freitag (24.6.) reichten Weltmeister Sebastien Loeb, um wieder einmal die Rallyeführung zu übernehmen. Hinter ihm kamen Marcus Grönholm auf Peugeot und Altmeister Carlos Sainz, auf Citroen, ein. Armin Schwarz war bereits nach 18 Kilometern ausgefallen.

24.06.2005

62.936 Zuschauer hatten den Auftakt der Rallye Akropolis im Athener Olympiastadium erlebt – die griechische Presse überschlug sich vor Begeisterung. Von den Betrügereien hinter den Kulissen am ersten richtigen Rallyetag erfuhr kaum jemand: Die vielen Geschehnisse auf den Rallyepisten forderten ihr Recht.

Grönholm vorn, Schwarz wieder out

Mit Bestzeit in der ersten Wertungsprüfung des Tages empfahl sich Peugeot- Ikone Marcus Grönholm, aber das bedeutete nicht die Rallyeführung am Mittag: Mikko Hirvonen, auf einem zwei Jahre alten, privaten Ford RS angetreten , brillierte, nutzte seinen niedrigen Startplatz und donnerte über die von Schotter ziemlich leergefegten Pisten. Seine Bestzeit in einer Wertungsprüfung und zwei dritte Plätze brachten ihn zum ersten Mal in seiner Karriere an die Rallye - Spitze, bis ihn das Getriebe seines Ford im Stich ließ.

Zu der Zeit hatte es andere schon endgültig erwischt: Antony Warmbold flog raus und verlor ein Rad vorne rechts, Manfred Stohl flog ebenfalls ab und riss sich ein Rad aus. Roman Kresta zerknackte einen Lenkarm und musste passen. Besonders peinlich erwischte es wieder einmal das fast hoffnungslose Skoda - Team: Bei Armin Schwarz verrendete der Motor nach knapp 18 Kilometern, Janne Tuohino fiel mit Kupplungsproblemen nach knapp 30 Kilometern aus. Der erst am Abend des Freitag anreisende Teamchef Martin Mühlmeier fand so eine desolate Truppe vor.

Während Marcus Grönholm sich trotz diverser Lenkrad-Schaltprobleme und Bremsenkummer an der Spitze etablierte - lange Zeit gefolgt von Ford-Pilot Toni Gardemeister an zweiter Stelle – klagte Sebastien Loeb als Erststarter über die Schwierigkeiten, in tiefem Grund zu spuren. "Es liegt einfach zu viel loser Schotter auf den Pisten“, beklagte sich Loeb. Aber auch andere Drehzahl-Athleten hatten Kummer: Petter Solberg demolierte das Heck seines Subaru grausam – ohne Haubendeckel und Stoßstange hinten kam er zum Service. Im Mitsubishi von Harri Rovanperä tobten Staubwolken, Gigi Galli landete nach einem Zweimeter-Hochsprung so ruppig, dass Beifahrer Guido d’Amore sieben Kilometer lang weder richtig atmen noch sprechen konnte.

Altmeister Carlos Sainz hat Spass

Problemlos hatte Wiederkommer King Carlos die ersten drei Prüfungen des Tages überstanden , ja, er hatte sich bis auf den dritten Platz vorgefahren. Nach dem Mittagsservice lieferte der Grande dann noch eine Bestzeit. "Mir macht es wie immer auch hier richtig Spaߓ, feixte der Spanier. Etwas besser, ja, ausgesprochen gut lief es dann auch für Sebastien Loeb, der bei der zweiten Durchfahrt auf den drei von Schotter nun doch etwas saubereren Pisten breitere Reifen aufzog und das ganze Feld demoralisierte: Er fuhr in der letzten Wertungsprüfung vier Sekunden schneller als Marcus Grönholm (Peugeot) und setzte sich damit an die Spitze der Rallye. Sainz lieferte in dieser Prüfung zweitbeste Zeit – er blieb Dritter vor Toni Gardemeister (Ford) und Harri Rovanperä (Mitsubishi).

Gar nicht in die Gänge kam das wegen Gewichts-Betrügerei am Pranger stehende Subaru-Team: Star Petter Solberg ritt wie am Morgen noch einmal aus, zerstörte eine Halbwelle und schleppte sich zum Ziel. Sein Gefährte Chris Atkinson musste seinen Impreza mit zerstörtem Triebwerk abstellen, Stephane Sarrazin zerknickte die hintere Aufhängung seines Subaru.

Nach der letzten Prüfung trafen sich Vertreter von Ford, Citroen, Peugeot und Skoda mit einem Gremium der Sportkommissare, die in der Nacht vor dem ersten, richtigen Rallyetag jene unglaubliche Entscheidung zu Gunsten der untergewichtigen Autos von Subaru und Mitsubishi gefällt hatten. Das Ergebnis der Besprechung bleibt abzuwarten.

Das Ergebnis fasste Peugeot-Teamschef Jean-Pierre Nicolas so zusammen: "Die Kommissare waren unseren Argumenten gegenüber sehr aufgeschlossen, aber irgendein Resultat hat sich nicht ergeben. Keines der vier Teams hat offiziell Protest gegen die Entscheidung eingelegt."

Zu den Ergebnissen.

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