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Rallye Italien

Loeb holt dritten Sieg

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Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb hat mit seinem dritten Saisonsieg beim fünften WM-Lauf auf Sardinien die Gesamtführung zurückerobert. Auf den engen Schotterpisten der italienischen Mittelmeerinsel ließ der 31 Jahre alte Franzose die Konkurrenz im Staub seines Citroen Xsara stehen. "Das war ein perfekter Sieg", jubelte "Super-Seb" am Sonntagmittag (1.5.) über seinen 13. Laufsieg.

01.05.2005

Nach 17 Schotterprüfungen über 350,03 km und 1.192 Gesamtkilometern verwies der Titelverteidiger den norwegischen Vorjahressieger Petter Solberg (Subaru) nicht nur um 59,6 Sekunden auf den zweiten Platz, sondern verdrängte den Weltmeister von 2003 zudem um einem Punkt auf den zweiten WM-Platz. Dritter wurde der Finne Marcus Grönholm, der im Peugeot 307 mit einem Rückstand von bereits 3:07,3 Minuten das Ziel in Olbia erreichte.

Für den deutschen Rallye-Profi Armin Schwarz kam es nach einem tadellosen Auftakt mit Platz acht am zweiten Tag knüppeldick. Erst kassierte er zehn Strafsekunden, weil er nach einem Kupplungswechsel zu spät zum Start kam. Danach warfen ihn starke Bremsprobleme auf den neunten Platz zurück. Auf der vorletzten Samstag-Entscheidung schied er wegen eines Kupplungsschadens dann vorzeitig aus. Er hätte nach dem neuen Reglement zwar wieder zur Finaletappe starten dürfen, die Sportkommissare aber ließen dies nicht zu. Begründung: Schwarz wurde am Morgen in der Servicezone eine Flasche mit Bremsflüssigkeit gereicht. Dies wurde am Samstagabend als Regelverstoß mit der Disqualifikation geahndet.

Bester Deutscher und auch schnellster Privatfahrer war der in Monaco lebende Antony Warmbold, der im Ford Focus den siebten Platz (Rückstand: 9:59,8 Minuten) erreichte und sein Punktekonto von zwei auf vier erhöhte. Der Sohn des einstigen deutschen Meisters und ehemaligen Mazda-Sportchefs Achim Warmbold ist in diesem Jahr der einzige Deutsche mit WM-Punkten auf dem Konto. Der Österreicher Manfred Stohl erreichte im Citroen Xsara des Wiener OMV-Teams den neunten Platz (Rückstand: 10:35,6 Minuten).

"Alles war hier bestens, alles war perfekt - das Auto, die Reifen und keine Fahrfehler. Am Schluss habe ich nolens volens das Tempo zurückgenommen", beschrieb der dreifache Deutschland-Sieger Loeb den 19. WM-Triumph für den Marken-Weltmeister Citroen, der in der Herstellerwertung 14 Punkte hinter Peugeot (57 Zähler) und sieben Punkte vor Subaru auf dem zweiten WM-Rang liegt. In der Fahrer-WM verbesserte sich Grönholm mit 28 Punkten auf den dritten Platz hinter Loeb (35) und Solberg (34.).

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