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Rallye Japan 2010: Die Vorschau

Erster Matchball für Loeb

Sebastien Loeb Foto: Citroen 38 Bilder

Bei der Rallye Japan kann Sébastien Loeb am Wochenende vorzeitig seinen siebten Rallye-WM-Titel klarmachen. Neben Loeb besitzt nur noch Citroen-Junior Sébastien Ogier theoretische Chancen auf die Meisterschaft. Für Ford geht es nur noch um Achtungserfolge.

09.09.2010 Tobias Grüner

Am Wochenende begibt sich der Rallye-Tross wieder einmal auf die lange Reise Richtung Fernost. In Japan steht der zehnte von 13 Saisonläufen auf dem Plan. Nach einem Jahr Pause brüllen in den Wäldern der nördlichsten Hauptinsel Hokkaido endlich wieder die WRC-Turbo-Motoren.

Hirvonen will den Japan-Hattrick

Nach seinen Siegen bei den letzten beiden japanischen WM-Läufen 2007 und 2008 würde sich Ford-Pilot Mikko Hirvonen gerne den Hattrick im Land der aufgehenden Sonne sichern. "Ich sollte den nötigen Speed für den Kampf um den Sieg haben", erklärt der 30-jährige Finne selbstbewusst. Nachdem er den Meisterschaftstitel in diesem Jahr frühzeitig abhaken musste, geht es zum Saisonende nur noch um Achtungserfolge: "Mein Ziel ist es, das Jahr mit einer Reihe starker Ergebnisse zu beenden."

Da Ford der Citroen-Konkurrenz auf Asphalt zuletzt meilenweit unterlegen war, hofft die Focus-Mannschaft nun auf dem mittelschnellen Schotterpisten Japans auf ein Erfolgserlebnis. Den letzten Sieg für Ford konnte Hirvonens Teamkollege Jari-Matti Latvala in Finnland einfahren. "Mein Selbstvertrauen ist auf dieser Art Pisten am größten. Ich will um einen Podiumsplatz kämpfen", kündigte der Youngster für die Rallye Japan an.

Loeb glaubt nicht an vorzeitigen Titel

Der härteste Konkurrent für das finnische Ford Duo ist auch bei der Rallye Japan wieder einmal Sébastien Loeb. Der Dauersieger aus dem Elsass kann vier Rallyes vor dem Saisonende bereits seinen siebten WM-Titel in Folge klarmachen. Für die große Meisterfeier müsste Loeb in Japan seinen 60. WRC-Sieg feiern und gleichzeitig dürfte Markenkollege Sebastien Ogier nicht über Platz acht hinauskommen.

"Bis das passiert, muss also viel zusammenkommen", spielt Loeb die Chancen auf eine frühzeitige Titelverteidigung herunter. Außerdem gibt der Citroen-Pilot zu: "Um ehrlich zu sein, kann ich nicht gerade sagen, dass Japan eine meiner Lieblingsrallyes ist. Die Prüfungen sind nicht besonders aufregend und die engen Wege ermutigen einen auch nicht gerade dazu, es im Cockpit richtig fliegen zu lassen."

Ogier für Sordo im Citroen-Werksteam

Loebs einzig verbliebener WM-Konkurrent Sébastien Ogier wurde wie schon in Finnland vom Junior-Team ins Citroen-Werkscockpit befördert. Ogier kann somit mit gleichen Waffen gegen Loeb kämpfen und soll vor allem viele Punkte in der Teamwertung einfahren. Doch Japan ist für den Franzosen Neuland: "Ich habe noch nie einen Fuß auf die japanische Insel gesetzt. Um mir die Prüfungen einzuprägen, werde ich so viel Onboard-Videos wie möglich schauen", berichtet Ogier über seine Eingewöhnungstaktik. "Bei unserer geringen Erfahrung wird es nicht einfach werden, aber wir haben die gleiche Zielsetzung wie bei allen Schotterrallyes - ein Platz auf dem Podium."

Um für Ogier Platz zu machen, wurde Dani Sordo erneut ins Citroen-Junior-Team abgeschoben. Der Spanier gilt nicht gerade als Schotterspezialist, will seinen Kritikern aber unbedingt das Gegenteil beweisen: "Ich werde alles geben, um zu zeigen, dass ich auf Schotter genauso schnell fahren kann wie auf Asphalt." Sordos Teamkollege im Juniorteam wird erneut Kimi Räikkönen sein. Der Finne konnte zuletzt 2005 in Japan gewinnen - damals allerdings auf der Formel 1-Strecke. "Ich erwarte eine schwierige Rallye für uns. Ich habe gehört, dass die Rallye Japan besonders kompliziert sein soll. Und für einen Rallye-Anfänger wie mich wird es sicher doppelt schwer."

Japan-Fan Solberg hofft auf gutes Ergebnis

Ein weiterer Citroen-Pilot, der bei der Rallye Japan um das Podium kämpfen kann, ist Petter Solberg. Im Gegensatz zu Loeb ist der Norweger ausgesprochener Japan-Fan: "Japan ist einer meiner absoluten Favoriten", strahlt der ehemalige Subaru-Pilot. "Die Atmosphäre ist einzigartig und ich freue mich über die Unterstützung der japanischen Fans. Wir haben schon am Montag einen kleinen Test absolviert. Ich habe ein gutes Gefühl - sowohl mit dem Auto als auch mit der Rallye."

Für Solberg geht es genau wie für die anderen Driftkünstler in Japan über insgesamt 26 Prüfungen mit 301 Wertungsprüfungskilometern. Highlight ist dabei wieder einmal die Super Special Stage im überdachten "Sapporo Dome". Die nur 1,57 Kilometer kurze Speziale in der Mega-Arena (43.000 Zuschauer) muss an den vier Rallyetagen gleich acht Mal absolviert werden. Auch der Shakedown findet auf dem abgesteckten Kurs statt. Auf der künstlichen Asphaltpiste können sich die Piloten allerdings nur bedingt auf die langen Schotter-WPs vorbereiten.

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