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Rallye Japan

Grönholm und Solberg draußen

Foto: McKlein 40 Bilder

Update + + Bereits am ersten Tag (26.10.) der Rallye Japan mussten zwei Top-Fahrer die Segel streichen. WM-Spitzenreiter Grönholm verabschiedete sich nach einem Unfall auf WP 4, Petter Solberg strandete mit Getriebe-Problemen auf der Verbindungsetappe zu WP 6.

26.10.2007

Dramatik im japanischen Urwald: Marcus Grönholm schmiss auf der nur 2,7 Kilometer langen WP "Rikubetsu" seinen Focus derart unsaft an einen Baumstumpf, dass sein Überollkäfig nachhaltig in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Finne ging zwar noch einmal auf die Strecke, durfte wegen der Schäden am Nachmittag allerdings nicht mehr starten. Das Team untersucht derzeit, ob die Schäden reparabel sind und Grönholm nach den SupeRally Regeln am Samstag mit massivem Zeitverlust wieder an den Start gehen kann.

Baumstumpf trifft Tür

"Der Unfall passierte in einer Dritte-Gang-Kurve an einem Punkt an dem ich vor der Rallye noch meine Pace-Noten geändert hatte", versuchte Grönholm sein Malheur zu entschuldigen. "Dort ist es in diesem Jahr schneller, weil die Bäume gefällt wurden. Während einem Drift traf mein rechtes Hinterrad einige Strohballen. Der Aufprall schmiss das Auto in einen Graben und auf einen Baumstumpf. Der harte Einschlag traf genau meine Tür." Die Waldpisten auf der japanischen Nordinsel sind durch den losen Schotter sehr rutschig. Grönholm musste am ersten Tag als Erster und damit als Straßenfeger auf die Strecke.

Ford-Speerspitze Hirvonen

Vom Fehler des schlaksigen Finnen profitiert natürlich WM-Konkurrent Sebastien Loeb. Der Elsässer hat nun die große Chance, entscheidenden Boden im Gesamtklassement gut zu machen. Vor dem zweiten Tag liegt der Citroen-Pilot nur 10,3 Sekunden hinter dem Spitzenreiter Mikko Hirvonen auf Rang zwei.

"Ich hatte heute viel mit Untersteuern zu kämpfen und habe nur versucht, das Auto auf der Strecke zu halten", berichtete Loeb am Abend. "Wir werden vor der zweiten Etappe noch etwas am Setup ändern und hoffen, dass es dann etwas besser läuft." Spitzenreiter Hirvonen kann sich also nicht auf seinem Vorsprung ausruhen: "Zehn Sekunden sind nicht viel Platz zum Atmen. Samstag ist ein langer Tag und ich bin sicher, Sebastien wird noch einmal das Tempo forcieren," so der Finne.

Latvala mit starker Vorstellung

Auf Rang drei, nur 3,4 Sekunden hinter Loeb, liegt aktuell Jari-Matti Latvala. Das finnische Nachwuchstalent konnte am Vormittag die Zeiten dominieren und führte das Feld sogar bis zur fünften WP an. Am Nachmittag konnte der Stobart-Pilot das Tempo allerdings nicht mehr halten und fiel hinter Hirvonen und Loeb zurück.

Trotzdem war Latvala von seiner eigenen Vorstellung begeistert: "Ein großartiger Tag. Es ist ein tolles Gefühl, mit Piloten wie Loeb zu kämpfen. So sollte es eigentlich immer sein." Bei den knappen Abständen an der Spitze dürfen sich die Fans auf einen spannenden Dreikampf um den Rallyesieg freuen. Ford und Grönholm können nur hoffen, dass Loeb dabei nicht allzu hoch punktet.

Totalausfall bei Subaru

Negatives gab es wieder einmal von Subaru zu berichten. Bei Ex-Weltmeister Petter Solberg streikte wieder einmal die Technik. Knackpunkt bei der wichtigen Heimrallye war das Getriebe. Ohne Möglichkeit die Gänge zu wechseln musste der Norweger seinen Impreza auf der Verbindung zur sechsten Prüfung abstellen. Auch sein Teamkollege Chris Atkinson hat sich vorzeitig aus der Rallye verabschiedet: Mit hohem Tempo beförderte der Australier sein Sportgerät ins japanische Unterholz. Fahrer und Beifahrer blieben unverletzt, der Subaru blieb allerdings auf der Strecke.

Von den Ausfällen von Solberg, Atkinson und Grönholm profitierten vor allem Dani Sordo und Henning Solberg. Im Kampf um Rang vier sind die beiden aktuell nur durch 7,8 Sekunden getrennt. Auch Manfred Stohl positionierte sich sicher in den Punkten. Der Österreicher hat in Japan wieder mehr Selbstvertrauen in seinen Citroen Xsara und belegt nach dem ersten Tag Rang sechs.

Zeitentabelle Rallye Japan - Tag 1:

1. Mikko Hirvonen - 1:00:30.8
2. Sebastien Loeb + 10.3
3. Jari-Matti Latvala + 13.7
4. Dani Sordo + 40.6
5. Henning Solberg + 48.4
6. Manfred Stohl + 1:30.0
7. Xevi Pons + 2:02.6
8. Luis Perez Companc + 2:20.8
9. Matthew Wilson + 2:50.8
10. Federico Villagra + 3:26.4

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