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Rallye Japan

Hirvonen mit Abstauber-Sieg

Foto: McKlein 66 Bilder

Ford-Pilot Mikko Hirvonen konnte am Sonntag (28.10.) in Japan seinen zweiten Saisonsieg feiern. Der Finne profitierte bei seinem überraschenden Erfolg vom Ausfall der beiden WM-Führenden Marcus Grönholm und Seabstien Loeb.

28.10.2007

Nach den dramatischen und verlustreichen ersten beiden Etappen gingen die Akteure am Sonntag etwas sorgsamer mit ihren Sportgeräten um. Hirvonen sicherte seinen 37,4 Sekunden Vorsprung vor Citroen-Pilot Dani Sordo ins Ziel und fuhr als Sieger auf die Podiumsrampe. "Es war ein schwieriges Wochenende. Am Anfang wollte ich nur Marcus helfen und jetzt habe ich gewonnen", freute sich der Finne nach der letzten WP. Aufs Podest durfte auch Henning Solberg vom privaten Stobart-Team. Der Norweger kam mit 4:33 Minuten Rückstand auf Hirvonen als Dritter ins Ziel.

Prominente Ausfälle

Für die etwas ungewöhnliche Besetzung des Treppchens sorgten zum Teil haarsträubende Fehler der Top-Favoriten. Bereits am Freitag verabschiedete sich WM-Spitzenreiter Marcus Grönholm nach einem Crash mit einem lädierten Überrollkäfig. Dem wollte Verfolger Loeb nicht groß nachstehen und parkte seinen C4 ebenso unsanft abseits der Strecke. Für den dritten Top-Ausfall sorgte Jari-Matti Latvala, der auf Rang drei liegend nur anderthalb Kilometer hinter Loeb ins japanische Unterholz einschlug und dabei die Front seines Focus WRC ramponierte.

Wo Verlierer sind, muss es auch Gewinner geben. Dank der prominenten Ausfälle finden sich in den Punktepositionen zahlreiche Piloten aus der zweiten Garde. Am Sonntag entwickelte sich hinter dem Spitzen-Trio ein spannender Zweikampf um Rang vier. Erst auf der letzten Zuschauer-Super Special setzte sich Matthew Wilson mit 2,5 Sekunden vor Luis Perez Companc durch."Ich bin so glücklich. Das ist ein großartiges Ergebnis", freute sich der Brite über das beste Resultat in seiner jungen WRC-Karriere.

Stohl in den Punkten

Aber auch der geschlagene Argentinier zeigte sich nicht unzufrieden: "Es war eine fantastische Leistung von uns beiden. Nächstes Mal habe ich vielleicht das bessere Ende für mich." Dahinter belegte ein wiedererstarkter Manfred Stohl Rang sechs. "Es hat trotz der technischen Probleme am Samstag viel Spaß gemacht hier zu fahren. Ich bin glücklich mit dem Ergebnis", berichtete der Österreicher im Ziel. Nach fünf punktlosen Rallyes konnte der Xsara-Pilot mal wieder drei Zähler sammeln.

In der Gesamtwertung blieb zumindest an der Spitze alles beim alten. Grönholm hat zwei Rallyes vor Saisonende weiterhin vier Punkte Vorsprung vor Loeb, der durch seinen Unfall die große Chance vergab, entscheidend Boden gutzumachen. Angenommen Grönholm wird jeweils Zweiter, dann müsste Weltmeister Loeb sowohl auf Asphalt in Irland als auch beim Saisonfinale in Wales auf Schotter gewinnen, um seinen Titel zu verteidigen.

Team-Entscheidung verschoben

Auch in der Teamwertung wurde eine mögliche Vorentscheidung noch einmal vertagt. Das Ford-Werksteam konnte mit Hirvonen nur zwei Punkte in der Teamwertung auf Citroen gutmachen. Für einen vorzeitigen Gewinn des Konstrukteurspokal hätte die Truppe von Malcolm Wilson fünf Zähler mehr als die Franzosen benötigt. In den Kampf um Platz drei ist allerdings noch einmal Spannung gekommen. Durch die sechs Punkte von Henning Solberg liegt Stobart in der Team-Wertung nur noch zwei Zähler hinter dem Werksteam von Subaru.

Die Japaner erlebten bei ihrer Heimrallye ein Desaster. Bei Ex-Weltmeister Petter Solberg streikte am ersten Tag das Getriebe, bei Chris Atkinson und Xevi Pons waren die Piloten durch Fahrfehler selbst für die Ausfälle verantwortlich.

Ergebnis Rallye Japan:

1. M. Hirvonen 3:23:57.6
2. D. Sordo + 37.4
3. H. Solberg + 4:33.7
4. M. Wilson + 6:37.9
5. L. Perez Companc + 6:40.4
6. M. Stohl + 7:04.3
7. F. Villagra + 11:15.3
8. K. Taguchi + 20:40.1
9. G. Pozzo + 21:53.0
10. A. Araujo + 24:13.5

Fahrerwertung nach 14 von 16 Veranstaltungen:

1. Marcus Grönholm - 104 Punkte
2. Sebastien Loeb - 100 Punkte
3. Mikko Hirvonen - 84 Punkte
4. Daniel Sordo - 53 Punkte
5. Petter Solberg - 38 Punkte
6. Henning Solberg - 34 Punkte
7. Chris Atkinson - 29 Punkte
8. Jari-Matti Latvala - 24 Punkte
9. Francois Duval - 12 Punkte
9. Manfred Stohl - 12 Punkte

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