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Rallye Korsika

Loeb dreht Ehrenrunden

Foto: McKlein

Vier Bestzeiten für Citroen-Weltmeister Sebastien Loeb auch am zweiten Tag der Korsika-Rallye – und über 90 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten, Toni Gardemeister auf Ford. Mit einem Rückstand von fast zwei Minuten folgt Petter Solberg auf Subaru als Dritter.

22.10.2005

Wie schon am ersten Tag der Rallye Korsika strahlte auch am Samstag (22.10.) erneut die Sonne über dem Südteil der Insel. Die Strecken oberhalb der Rallye- Hauptstadt Ajaccio waren teilweise sauber und trocken, aber auch rutschig und feucht unter Bäumen. Die Temperaturen lagen zwischen 15 und 20 Grad. Die beiden gestern so souveränen Citroen-Piloten gingen mit dem gleichen Michelin-Reifentyp wie gehabt in die zwei ersten Prüfungen: Mittelweich, Typ 2. Bei Ford und bei Skoda wurden die gleichen Reifen eingesetzt. Auch die drei Pirelli-Teams - Peugeot, Subaru und Mitsubishi - wählten das gleiche Gummi wie am Vortag.

Loeb weit vorne, Schwarz und Sola draußen

Während Sebastien Loeb seine Konkurrenten mit seinem Citroen-Xsara weiter demontierte – er schlug sofort mit einer Bestzeit vor Toni Gardemeister (Ford), seinem Citroen-Kollegen Francois Duval und den beiden Subaru-Fahrern Petter Solberg und Stephane Sarrazin auf – leckte man bei Peugeot die Wunden des Vortages: Marcus Grönholm ausgefallen – das erstmals in diesem Jahr eingesetzte Doppelkupplungs-Getriebe von 2004 war kollabiert. Nicolas Bernardi, Markko Märtin-Ersatz: Abgeschlagen und auch von Getriebeproblemen gehandikapt. Man tauschte ihm daher das Aggregat gegen das konventionelle 2005-Modell aus. Das nützte ihm zu Beginn des zweiten Tages wenig – er kam nicht unter die ersten zehn.

Nicht schlecht hielten sich zu Tagesbeginn die Ford-Piloten Dani Sola und Roman Kresta, bester Skoda-Fahrer war erneut Alex Bengue. Armin Schwarz, dem gestern zuletzt die Servo-Lenkung ausgefallen war, kam – hinter dem jungen deutschen Ford-Piloten Antony Warmbold - morgens nicht über einen 14. Platz hinaus. Und: Vor dem Start zur WP 6 musste Armin aufgeben, da er seine beiden Vorderreifen bis auf die Karkasse abgefahren hatte. Die beiden Mitsubishi von Gigi Galli und Harri Rovanperä lagen zu der Zeit vor Schwarz, nicht aber der dritte Lancer des unglücklichen Gilles Panizzi, der in Korsika 2000 und 2002 mit einem Peugeot 206 gesiegt hatte. Panizzi: "Mein Auto fährt nicht einmal auf den Geraden geradeaus.“

In der zweiten Wertungsprüfung des Tages dominierte Loeb trotz verhaltener Gangart – "Ich richte mich ganz nach dem, was Gardemeister hinter mit treibt!“ - erneut vor dem Finnen (Ford), Solberg und Sarrazin (Subaru) – Citroen-Pilot Duval fiel wegen Bremsproblemen deutlich hinter die Subaru-Männer auf den 5. Platz im Gesamt zurück. Während sich Nachwuchs-Leute vom Schlage der Bengue (Skoda), Kresta (Ford) und Pons (Citroen) gut behaupteten – der schnelle Sola hatte seinen privaten Focus leider spektakulär rausgehauen - , klagten alle drei Mitsubishi-Profis über Differenzial- und Aufhängungs- Probleme. Antony Warmbold (Ford) kam als Achtschnellster durch die Kontrolle und wurde 10. im Gesamtklassement.

Loeb mit Halbgas souverän, Duval attackiert

Wolkenverhangen präsentierten sich die Berge über dem Meer am Nachmittag – viele Strecken waren nicht abgetrocknet – Citroen-Star Loeb fuhr verhalten und dennoch wieder Bestzeit in der Wertungsprüfung 7. Dabei war er 15 Sekunden als am Morgen auf der gleichen Strecke. Am Abend vorher hatte Super-Seb seine Situation definiert: "Von jetzt an bin ich selbst mein einziger Gegner.“ Zweitschnellster dort war sein Markenkollege Duval, der sich damit an Subaru-Nachwuchs Sarrazin vorbei auf die 4. Position im Gesamtklassement vorschieben konnte. Als Dritter kam Solberg (Subaru) durch’s Ziel vor Toni Gardemeister (Ford), der seinen zweiten Gesamtplatz verteidigte. Pechvogel war in dieser Prüfung der Deutsche Antony Warmbold, in dessen Focus vom Ford-Team leider viel zu häufig Gebrauchtteile verbaut werden: Seine Hydraulik-Pumpe kollabierte – er wird die nächste Prüfung ohne Vierradantrieb und nur mit mechanischer Schaltung absolvieren müssen. "Das kostet mich dann sicher mehr als zwei Minuten und meinen zehnten Platz.“

Antony fiel tatsächlich vom 10. auf den 13. Platz zurück – und an der Spitze triumphierte weiterhin Super-Seb. Duval aus dem gleichen Stall wurde wieder Zweitschnellster, kam aber von seinem 4. Platz im Gesamtergebnis nicht weiter nach vorne. Toni Gardemeister (Ford) behielt seine zweite Position im Gesamt ebenso sicher wie Petter Solberg (Subaru) seine Dritte. Alex Bengue brachte seinen Skoda ebenso in die Punkteränge wie Nicolas Bernardi seinen Peugeot. Für Mitsubishi sah es traurig aus: Keiner der Lancer erreichte die Ränge, in denen es Zähler gibt. Aber immerhin einen Trost: Am letzten Tag der Rallye werden noch einmal vier Prüfungen gefahren.

Zu den Ergebnissen.

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