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Rallye Korsika

Loeb setzt Siegesserie fort

Weltmeister Sebastien Loeb konnte bei seiner Heimrallye auf Korsika am Sonntag (12.10.) den zehnten Saisonsieg feiern. Mit einer überlegenen Vorstellung verwies der Franzose seinen Meisterschaftskonkurrenten Mikko Hirvonen auf Rang zwei.

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Foto: Citroen McKlein

Unter den Palmen Korsikas traf sich die WRC-Zirkus zur fr... Nur vier Tage hatte der Rallye-Tross Zeit, von Spanien au... Dort angekommen wurde direkt der Hafen von Ajaccio in Bes... Die Eingeborenen erwarteten die Gäste bereits. Die härteste Asphaltrallye zeigte sich auch in diesem Ja... Auf den engen aber schnellen Serpentinenstraße... ... gab es für die ultratief gelegten Boliden ... ... keinen Platz für Fehler. Eigentlich war Korsika als Asphaltrallye angekündigt. Doch einige Piloten erkundeten auch das Terrain ... ... abseits der befestigten Straßen. Das erste Mal am Start war das Suzuki-Team ... ... mit Pilot Nicolas Bernardi. Nach der ausgiebigen Autogrammstunde ... ... konnte der SX4 endlich seine ersten Rallye-Kilometer ... Und stand kurz darauf mit Getriebe- und Motorproblemen wi... Sieht so ein glücklicher Sportchef aus? Auch für Mikko Hirvonen nebst Beifahrer war die Tour de ... Ob es an einem Fahrfehler oder der unleserlichen Handschr... Der Finne musste sein Dreirad am Straßenrand a... Auch unter der Haube war leider kein Ersatz zu finden. Erfreuliche Nachrichten kamen dagegen von Ford-Nachwuchsm... Auf ungeliebten Terrain konnte der Finne bis auf Platz vi... An der Spitze gab es wieder einmal den ewig jungen Zweika... Während sich der WM-Leader noch gemütlich im Sofa räke... ... gab der Weltmeister bereits Gas. Der Citroen-Pilot fuhr wieder einmal souverän von der Sp... Da blieb für seine Mechaniker viel Freizeit. Für Grönholm blieb nur die Hoffnung ... ... nicht allzu viele Punkte zu verlieren. Das Subaru-Team legte ... ... einen gelungenen Auftritt hin. Alle drei Autos platzierten sich in den Punkten. Nur die Technik sorgte wieder einmal für Kopfzerbrechen. Xevi Pons klagte über ein schlechtes Setup. Da kamen kurze Verschnaufpausen nicht ungelegen. Bei Petter Solberg muckte die Startautomatik. Und auch die Mechaniker von Chris Atkinson waren keinesfa... Jetzt bloß nicht den Kopf in den Sand stecken. Der neue Impreza steht schon in den Startlöchern. An der Spitze drehte Loeb weiter einsam seine Runden ... ... und zeigte der Konkurrenz seinen Rückspiegel. Grönholm konnte sich immerhin ... ... vor Loebs Teamkollegen Sordo halten. Mit Respektsabstand zum Spitzentrio ... ... folgte ein ganzes Pulk von Fahrern. Am Ende des Tages durfte nur einer feiern. Überlegen gewann der Elsässer die Rallye in... Der Abstand auf Grönholm schrumpfte damit auf vier Zähler. Am Ende konnte beide schmunzeln. Noch drei Rallyes hat Loeb Zeit, seinen Widersacher hinte... Auf Wiedersehen in fernen Japan.

Es war wieder einmal eine meisterliche Vorstellung des Seriensiegers auf seinem Lieblingsbelag. Am Ende hatte Loeb einen satten Vorsprung von 3:24 Minuten auf Verfolger Hirvonen. "Es läuft immer besser", sagte Loeb nach seinem zweiten Sieg innerhalb einer Woche. "Es war eine tolle Rallye für mich uns das Team."

Mit seinem 46. WRC-Sieg vergrößerte der Citroen-Pilot seinen Vorsprung in der WM-Wertung von zwölf auf 14 Punkte. Hirvonen konnte den Schaden am Ende mit Rang zwei noch einigermaßen in Grenzen halten. Dabei profitierte der Focus-Pilot von einer Stallordertaktik der gesamten Ford-Mannschaft. Um den Finnen nach vorne zu hieven, fingen sich sowohl Francois Duval (zwei Minuten) als auch Jari Matti Latvala (90 Sekunden) am Start der letzten Prüfung absichtliche Zeitstrafen ein.

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Plattfuß warf Hirvonen zurück

Die Teamorder war notwendig geworden, nachdem sich Hirvonen auf der ersten Prüfung des Abschlusstages einen Plattenfuß und zweieinhalb Minuten Zeitverlust einhandelte. "Es war meine Schuld", gab Hirvonen den Fehler zu. "Ich habe das Schlagloch gesehen, und dachte ich kann drüber fahren." Der Finne wollte deshalb auch zunächst auf eine Stallorder verzichten, doch Teamchef Malcolm Wilson ordnete schließlich den Platztausch an.

Duval gab sich nach dem verlorenen zweiten Platz allerdings nicht sonderlich enttäuscht: "Ich bin glücklich. Ich habe keine Fehler gemacht und mir keinen Plattfuß eingefahren", sagte der belgische Asphaltspezialist, der wie schon in Spanien seinen Vorsprung gegenüber Hirvonen herschenken musste.

Latvala war nach seinem beeindruckenden Asphalt-Auftritt schon eher deprimiert darüber, dass er seinen Podiumsplatz herschenken musste. "Wir haben alles für das Team gegeben. Ich bin persönlich natürlich etwas enttäuscht, aber die Erfahrung und das Selbstvertrauen kann mir niemand mehr nehmen."

Solberg kann nicht profitieren

Hinter dem Ford-Trio rollte das Subaru-Duo Petter Solberg und Chris Atkinson auf den Plätzen fünf und sechs ins Ziel. Solberg hatte am Abschlusstag Pech, dass er sich gleich zwei Reifenschäden einfing und dadurch nicht von Hirvonens Pech profitieren konnte. "Da kann man nichts machen. Ich weiß noch nicht einmal, wo ich mir die Platten eingefahren habe. Aber es ist wie es ist. Ich habe alles gegeben“, so der Ex-Weltmeister.

Citroen-Pilot Urmo Aava konnte sich dahinter auf Rang sieben noch zwei WM-Zähler schnappen. Nach zahlreichen Problemen war der Este damit zufrieden: "Nach unseren Schwierigkeiten mit gebrochenen Dämpfern und Reifenschäden ging es für uns nur noch darum, den siebten Platz zu verteidigen", sagte Aava. Dahinter konnte sich Matthew Wilson im Zweikampf um Rang acht mit elf Sekunden gegen Mads Ostberg durchsetzen: "Nach unserem groben Fehler am ersten Tag, können wir mit dem der Rest der Rallye zufrieden sein", so der Brite.


Ogier sichert sich JWRC-Titel

Während Loeb zwei Rallyes vor Saisonende noch sechs Punkte zum Titelgewinn benötigt, konnte in der Junior WRC bereits ein neuer Champion gefeiert werden. Mit einem zweiten Platz hinter Martin Prokop machte Citroen-Pilot Sebastien Ogier auf heimischen Grund den Meistertitel bei den Nachwuchspiloten perfekt: "Es konnte nicht besser laufen. Und dann noch vor meinen Fans, einfach toll", freute sich der Franzose im Ziel. Als Zweiter in der Junior-Klasse beendete der Berliner Aaon Burkart die Saison.

Autor: Tobias Grüner
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