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Rallye Korsika: Loeb siegt souverän

Mit 23,7 Sekunden Vorsprung vor Marcus Grönholm hat Sebastien Loeb am Sonntag (14.10.) die Tour de Corse gewonnen. Der Franzose verkürzte seinen Rückstand in der WM-Wertung damit auf vier Punkte.

Ganz zufrieden dürfte der Weltmeister trotz des siebten Saisonsieges nicht sein. Von den verbleibenden drei Rallyes werden zwei auf Schotter ausgetragen. Da sind die zwei Punkte, die Loeb nun auf Grönholm aufholen konnte, fast schon zu wenig. "Es ist OK, ich bin glücklich mit meinem Resultat", sagte der Weltmeister im Ziel.

Grönholm ohne Fehler

Im Gegensatz zur Rallye Catalunya in der vergangenen Woche erlaubte sich Ford-Pilot Marcus Grönholm auf Korsika keine Fehler und konnte dadurch Loebs Teamkollegen Dani Sordo hinter sich lassen. Am ersten Tag sah es sogar kurzfristig danach aus, als könnte Grönholm um den Sieg mitkämpfen. Nach der abgesagten ersten Prüfung legte der Finne direkt zwei Bestzeiten hin.

Das sollten allerdings die Letzten WP-Siege für Ford in Korsika bleiben. Die folgenden 13 Prüfungen dominierte das Citroen Duo. "Ich hatte hier keine Chance zu gewinnen, und so sind die acht Punkte in Ordnung." Von einem Vorteil in der WM-Wertung wollte Grönholm noch nichts wissen: "Loeb ist auch auf Schotter sehr stark und siegfähig." Mit 30 Sekunden konnte sich der Finne immerhin Dani Sordo das ganze Wochenende vom Leib halten.

Latvala gewinnt Duell um Rang vier

Hinter den drei Spitzenpiloten entwickelte sich am zweiten Tag ein Dreikampf um Rang vier. Im Ziel hatte überraschend Ford-Nachwuchsmann Jari-Matti Latvala die Nase vorne. Der Finne ist einer der heißesten Kandidaten auf die Nachfolge von Marcus Grönholm im Ford-Werksteam und konnte auf Korsika ein gutes Bewerbungsvideo drehen. "Es war die beste Rallye in meiner Karriere. Ich bin sehr glücklich", freute sich der Finne nach der letzten WP.

Nur 11,6 Sekunden hinter Latvala kam Petter Solberg auf Rang fünf. Der Subaru-Pilot klagte zwar erneut über technische Probleme an seinem Sportgerät, die vierte Punkteplatzierung in Folge wertete der Ex-Weltmeister allerdings als Fortschritt "Es läuft immer besser. Wir hoffen bei unserer Heimrallye in Japan endlich wieder ganz vorne mitfahren zu können."

Mit den Rängen sechs und acht für Chris Atkinson und Xevi Pons brachte Subaru alle drei Autos in die Punkte. Zwischen die Imprezas schob sich nur noch Jan Kopecky im Skoda Fabia auf Rang sieben.

Suzuki mit Problemen

Ein durchwachsenes Debüt feierte Suzuki. Der SX4 von Nicolas Bernardi zeigte sich vor allem in puncto Standfestigkeit noch nicht ausgereift. Motoraussetzer, Leistungsverlust und Probleme mit dem Getriebe warfen den Neuling immer wieder weit zurück. Trotzdem war Bernardi nicht unzufrieden: "Wir müssen weiter am Auto arbeiten und es weiter verbessern. Aber vom Setup war es nicht schlecht, das Auto war relativ einfach zu fahren. Ich bin zuversichtlich für die Zukunft."

Zeitentabelle Rallye Korsika (Tag 3):

1. Sebastien Loeb 3:28:31.5
2. Marcus Grönholm + 23.7
3. Dani Sordo + 44.3
4. Jari Matti Latvala + 2:30.5
5. Petter Solberg + 2:42.1
6. Chris Atkinson + 3:53.8
7. Jan Kopecky + 8:02.9
8. Xevi Pons + 9:34.2
9. Henning Solberg + 10:12.2
10. Attilio Bettega + 18:20.8

Fahrerwertung nach 13 von 16 Veranstaltungen:

1. Marcus Grönholm - 104 Punkte
2. Sebastien Loeb - 100 Punkte
3. Mikko Hirvonen - 74 Punkte
4. Daniel Sordo - 45 Punkte
5. Petter Solberg - 38 Punkte
6. Chris Atkinson - 29 Punkte
7. Henning Solberg - 28 Punkte
8. Jari-Matti Latvala - 24 Punkte
9. Francois Duval - 12 Punkte
10. Toni Gardemeister - 10 Punkte

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tgr

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