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Rallye Mexiko

Solberg dominiert weiter

Foto: McKlein

Drei Bestzeiten wie schon am ersten Rallyetag reichten Subaru-Star Petter Solberg am Samstag (12.3.) zur Festigung seiner Leader-Position. Wie am Freitag kamen die Peugeot- Piloten Marcus Grönholm und Markko Märtin auf den zwei Plätzen hinter ihm ein. Armin Schwarz wurde Neunter.

13.03.2005

Unter strahlend blauem Himmel und bei Morgentemperaturen um 15 Grad rollten am Samstag 37 von gestern noch 38 Teams in trockene und sehr harte Pisten auf der hügeligen Hochfläche rings um die Rallye-Zentrale Leon. Acht Starter, die am Vortag ausgefallen waren, fuhren nach dem neuen SupeRally-Reglement weiter. Am Nachmittag stiegen die Temperaturen auf über 25 Grad.

Zu absolvieren waren zweimal hintereinander drei Sonderprüfungen in fast identischer Gesamtlänge wie am ersten Rallyetag: 146,48 Kilometer mussten gefahren werden. Dabei galten die Pisten vom Samstag als viel ruppiger, kurvenreicher und schwieriger als die vom Freitag. Francois Duval (Ford) äußerte: "Heute bräuchte man im Grunde für jede der Sonderprüfungen einen anderen Reifen. Aber wir müssen eben mit den Kompromissen leben.“

Nicht sonderlich glücklich begann der Tag für Mitsubishi-Pilot Harri Rovanperä: Als er um 8.46 Uhr aus dem Service rollen wollte, lief der Motor seines Lancer WRC05 nur auf drei von vier Zylindern. Die Mechaniker wechselten die gesamte Leiste der Einspritzdüsen – es kostete den enttäuschten Finnen acht Minuten und brachte ihm 1.20 Minuten Strafzeit ein. Aber: Erst der Wechsel der Elektrobox brachte echte Abhilfe. Beide Aktionen warfen Harri vom sechsten auf den zwölften Platz zurück, unmittelbar vor Armin Schwarz.

Solberg vorne ohne echte Gegner

Nur eine Bestzeit hämmerte der Norweger als Gesamt-Führender in die Erde – das reichte, um seine Dominanz zu sichern. In der ersten Prüfung bremsten viele, große Brocken seinen Vorwärtsdrang. In der folgenden Sonderprüfung stieg die Motortemperatur seines Impreza, Solberg änderte die Motorcharakteristik per Schalter und erreichte den Service nach der dritten Wertungsprüfung des Morgens problemlos. Solberg: "Ich fahre schnell, aber sicher!“ Marcus Grönholm (Peugeot) hinter ihm tat das gleiche – auch er fuhr eine Top-Zeit. Grönholm: "Ich habe jetzt Bremsbeläge im Auto. Ich wechsele nach jeder Prüfung – damit kann ich leben.“ Löwen-Kollege Markko Märtin, Gesamtdritter hinter Grönholm, klagte über Bremsprobleme, festigte aber Platz 3 vor Francois Duval (Citroen). Dessen Nummer 1, Seb Loeb, brillierte auch mit einer Bestzeit und schob sich vom 14. auf den 11. Platz vor, 1,7 Sekunden hinter Armin Schwarz, der auch am zweiten Tag der Rallye stets mit respektvollem Abstand zur Spitze (WP 7: - 36,9 sec; WP 8 : - 57,8 sec; WP 9 : - 29,3 sec) dahin sauste.

Hinter Schwarz in der Gesamtwertung fanden sich – außer Loeb natürlich – noch Chris Atkinson (Subaru) und Roman Kresta (Ford): Der Subaru-Australier donnerte in eine kleine Felsgruppe, der Tscheche auf dem Focus zerknackte seine vordere Aufhängung an einem Stein. Trost für Ford: Toni Gardemeister kletterte vom 10. auf den 5. Platz, obwohl er zwei Plattfüße erlebte und seine Ölwanne demolierte. Das taten auch beide Mitsubishi: Öltrielend erreichten sie den Mittagsservice und fassten jeweils eine neue Ölwanne aus. Rallye-Guru Andrew Cowan: "Das Fahren hier ist wie über einzelne Betonschwellen einer Asphaltpiste.“

Duval out, Loeb und Schwarz in Punkten

Citroens Nummer Zwei, Francois Duval, war in der Wertungsprüfung acht über einen Felsen gebolzt, hatte seinen Unterschutz eingedrückt und beim Service einen neuen erhalten. In der zehnten Sonderprüfung gab er auf Wunsch und mit Einverständnis seines Chefs Guy Frequelin auf – um seinen überhitzten Motor nicht zu zerstören. Sein Kollege Seb Loeb fuhr zu Beginn der letzten Dreierserie des Tages hinter Solberg (Subaru) zweitbeste Zeit und schoß sich so vom 14. Platz am Morgen auf die achte Position. Die Spitze – Solberg vor Grönholm und Märtin – blieb unverändert , Gardemeister (Ford) geriet auf den vierten Platz, über drei Minuten hinter dem Leader, und Antony Warmbold rutschte ab auf den sechsten, als ihn sein Ford-Markenkollege Dani Sola überrannte. Hinter beiden Mitsubishi und Loeb rollte Skoda-Pilot Achim Schwarz – mit inzwischen fünfeinhalb Minuten Rückstand auf die Spitze - an 10. Position.

Solberg schenkte Subaru die Bestzeit auch in der vorletzten Prüfung, vor Grönholm (Peugeot), Loeb (Citroen) und Rovanperä (Mitsubishi). Markko Märtin (Peugeot) hielt sich zurück, wurde sicherer Fünfter, baute seinen dritten Platz im Gesamtklassement ebenso gelassen aus wie Gardemeister (Ford) seinen vierten. Als Dani Sola sich nach einem fürchterlichen Crash verabschiedete, profitierte auch Armin Schwarz und kam auf den 9. Platz. Er war aber – obwohl er trotz eines Rückstands von fast sieben Minuten auf die Spitze in die Markenpunkte geriet - mit seinem Skoda nicht glücklich: In den insgesamt sechs Prüfungen des Tages war er fünf Mal langsamer gewesen als sein Teamgefährte Jani Paasonen, ja, vier Mal kam er sogar hinter dem Ford-Junior Antony Warmbold ein.

In der letzten Sonderprüfung des zweiten Tages zeigte Loeb (Citroen) noch einmal seine Maestria: Er fuhr eine wunderschöne Bestzeit, vor Solberg (Subaru), Märtin und Grönholm (Peugeot) und rückte auf den sechsten Gesamtrang vor. Es stehen als Finale noch einmal zwei Prüfungen mit insgesamt 62 Kilometer Länge an – davon die 44-Kilometer-Mörderstrecke von Alfaro nach El Establo. Doch von der untersten Stufe des Podiums trennen Loeb immerhin noch fast fünf Minuten.

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