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Rallye Mexiko

Solberg sichert Subaru-Triumph

Foto: McKlein

Drei Bestzeiten von den am ersten Rallyetag möglichen sechs gingen an Petter Solberg auf Subaru. Das bedeutete am Freitag (11.3.) die klare Führung für ihn, vor den beiden Peugeot-Piloten Marcus Grönholm und Markko Märtin. Armin Schwarz kam als Zwölfter ins Ziel.

12.03.2005

Wolken waren nach vielen sonnigen Tagen in der Nacht aufgezogen über dem Hochland der Sierra de Lobos, aber es regnete nicht. Die Pisten waren in der morgendlichen Frische am Freitag trocken und hart. Am Nachmittag kam die Sonne heraus.

Nach dem chaotisch - aufregenden Start – Zeremoniell in der alten Silberminen-Siedlung Guanajuato am Donnerstag abend – es drängten sich mehr als 25.000 Fans in den engen Gassen der alten Stadt – gingen Freitagmorgen 38 Teams in den längsten Tag der Rallye mit 146,84 Sonderprüfunges-Kilometern.

Die Stimmung war allgemein gedämpft – die Euphorie, mit der man die Rallye Mexiko im vergangenen Jahr angegangen hatte, schien verglüht. Beim Shakedown am Vortag kassierten viele Teams mechanische Tiefschläge, die sie erst abarbeiten mussten: Die Piste hatte Aufhängungen, Unterboden- Schutzplatten und Hilfsrahmen sehr strapaziert. Besonders betroffen waren die Autos von Citroen und Skoda: Beide Teams hatten jeweils 10.000 Dollar Strafe an die FIA zu zahlen. Der Grund: Ihre Piloten Sebastien Loeb und Jani Paasonen hatten nach Felskollisionen, trotz Unterschutz ihre Maschinen so demoliert, dass ein Motorwechsel fällig war. Da ein solcher gegen das Reglement verstößt, standen finanzielle Sanktionen an.

Paasonen out, Loeb angeschlagen

Schon in der ersten Prüfung tat Jani Paasonen seinem frisch eingewechselten Skoda-Motor keine Ehre an: Er flog ordentlich raus und demolierte die gesamte Fabia-Front. Sein Kollege Armin Schwarz überlebte die drei ersten Prüfungen mit seinem Fabia intakt – er landete stets als Letzter aller Werksfahrer mit deutlichen Rückständen auf den Schnellsten im Ziel. Seine Selbsterkenntnis: "Wir sind einfach zu langsam – aber besser als rausgeflogen.“

Hinter Schwarz fand sich im Klassement nach 73 Wertungskilometern nur noch Werkspilot Sebastien Loeb: Dem war in der ersten Wertungsprüfung hinten rechts der Dämpfer gebrochen – mit wackligem Rad absolvierte er noch zwei Prüfungen, schlitterte auf drei Reifen über die Verbindungsstrecke zum Service und kommentierte: "Nichts mehr da von Rad oder Aufhängung.“ Es fand nahezu eine Generalüberholung des Xsara statt – 20 Strafsekunden waren die Folge.

Die Bestzeiten am Morgen wurden von anderen Stars vorgelegt: Petter Solberg (Subaru) lieferte die Erste, Marcus Grönholm (Peugeot) trotz Brems – und Kupplungsproblemen die Zweite und Markko Märtin (Peugeot) die Dritte. Toni Gardemeister, WM-Führender auf Ford und daher benachteiligter Erster auf dem Schotter, verlor Zeit mit einem Ausritt. Eindrucksvoll der Australier Chris Atkinson auf dem zweiten Subaru: Mit Zeiten immer unter den ersten sieben schob er sich schnell auf den fünften Platz vor, gefolgt von Gilles Panizzi (Mitsubishi), dessen Lancer intensiv mit dem Heck schwänzelte. Antony Warmbold, deutscher Ford-Privatier, schien sich richtig wohl zu fühlen – er düpierte die gesamte Ford-Werks-Elite: Mit Top-Zeiten sicherte er sich den siebten Platz im Gesamtklassement, vor Koryphäen wie Harri Rovanperä (Mitsubsihi) und den drei anderen Ford-Fahrern Toni Gardemeister, Roman Kresta und Dani Sola. Warmbold: "Ich fuhr nicht gut, hätte mehr Gas geben sollen. Aber da kommt noch mehr.“

Solberg dominiert nach Belieben

Die gleichen drei Sonderprüfungen des Morgens standen am Nachmittag noch einmal an. Die beiden ersten Topzeiten schnappte sich Solberg auf Subaru. Der Norweger war sowohl auf der ersten, als auch auf der zweiten Prüfung schneller als am Morgen. Solberg: "Ich bin am Morgen wohl ein bisschen zu vorsichtig gefahren.“ Die letzte Prüfung des Tages ging an Grönholm (Peugeot), seine zweite des Tages. Der Finne klagte, wie schon morgens, über lausige Bremsen. Mit guten Zeiten konnte sich der zweite Löwe, Markko Märtin vorbei an Francois Duval (Peugeot) auf den dritten Platz im Gesamt hieven – eine famose Ausgangsposition für den morgigen Tag. Hinter Duval platzierte sich ein sehr zufriedener Chris Atkinson auf dem zweiten Subaru vor Roman Kresta, den ersten Ford-Piloten. Harri Rovaperä folgte mit dem ersten Mitsubishi, obwohl er wie sein Teamgefährte Gilles Panizzi (11. Platz) das gleiche Phänomen beklagte: "Der Lancer ist unglaublich unruhig im Heck. Es war am Morgen schon böse, wir ließen beim Mittags-Service umbauen. Jetzt ist es noch schlimmer.“ Mit Konstanz hielt sich Antony Warmbold hinter seinem Ford-Gefährten Dani Sola (8.Position) und vor Toni Gardemeister an neunter Stelle und meinte: "Es geht noch besser, wartet nur ab.“ Das muss man wohl auch bei Armin Schwarz tun, der am Freitag beständig das Schlusslicht der ersten Fahrer-Garde bildete: Mit inzwischen 2.54 Minuten Rückstand wird er sich schwer tun. Sein Kommentar: "Wir versuchen alles. Wenn ich wüsste, woran es liegt, dass wir nicht schneller sind, würde ich es ändern.“

Citroen- Star Seb Loeb gab nach seinem Morgen-Elend ordentlich Gas: Er fuhr zweimal die zweitbeste und einmal die drittbeste Zeit des Nachmittags, ohne seinen Vierminuten-Rückstand auf die Spitze wirklich verringern zu können. Loeb: "Im Moment liegen noch 10 Punktesammler vor mir – aber auch noch zwei Rallyetage.“

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