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Rallye Monte Carlo

Loeb als Hattrick-Sieger

Foto: McKlein

Mit nicht weniger als sieben Bestzeiten in den 15 Sonderprüfungen der Monte 2005 sicherte sich Weltmeister Sebastien Loeb den dritten Sieg hintereinander in diesem Klassiker. Hinter ihm kamen Toni Gardemeister auf Ford Focus und Gilles Panizzi auf einem Mitsubishi ein.

23.01.2005

Nach Tagen schönsten Wetters lag schwerer Himmel über der Küste und den Bergen. Die Teams hatten wenig Zeit, sich um dieses Tief über der Cote d’Azur zu kümmern – sie leckten Wunden von gestern und sorgten sich um den ungeheuer engen Rallyeplan des letzten Tages: Mit 116 Wertungskilometern zwischen 8 Uhr morgens und 13 Uhr mittags wurden nicht weniger als sechs Prüfungen gefahren, zwei davon über den berüchtigten Turini. Die Pisten heute waren besonders tricky – es gab viele vereiste und verschneite Kurven und Zuschauer, die Extra – Schnee auf die Strassen schaufelten.

Solberg als "Hollywood" und weg

Zwei Bestzeiten hintereinander legte Norweger-Star Petter Solberg in seinem Subaru am Sonntagmorgen (23.1.) vor, verdrängte dabei den Finnen Toni Gardemeister (Ford) von seinem dritten Podiumsplatz und machte sich dann an die Verfolgung des Zweitplatzierten, Marcus Grönholm (Peugeot). Nicht mehr als 9,3 Sekunden trennten die beiden Nordmänner - auf den 31,19 Kilometern der ersten Turini-Überquerung rechnete sich Solberg daher gute Chancen aus. Diese Absicht endete böse - für Hollywood schlimmer als für Marcus: Der Subaru-Pilot riss sich vorne links ein Rad aus und blieb in der Prüfung stehen. Aus für ihn. Grönholm, der den heissen Atem des Verfolgers wohl gespürt hatte, gab auch ordentlich Gas, touchierte einen Fels, schleppte sich aber unter Verlust von fünf Minuten dreirädrig aus der Prüfung in Richtung Service: Vom zweiten war er auf den fünften Wertungsplatz abgerutscht. Ursache dieses doppelten Elends waren wieder einmal undisziplinierte Zuschauer, die zusätzlichen Schnee auf die Piste geschleppt hatten. Rallye-Leader Loeb (Citroen) fuhr klug, trotz des gleichen Schnee-Handikaps - wie üblich: Viertbeste Zeit in der ersten Wertungsprüfung des Tages, dann zweimal die zweitbeste Zeit. "Ich bin konservativ gefahren, meine zwei härtesten Gegner sind out. Ich muss jetzt aufpassen“, analysierte Loeb das Ergebnis. Vor den letzten drei Sonderprüfungen hatte Loeb seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf fast zweieinhalb Minuten ausgebaut, vor Ford-Pilot Gardemeister und Gilles Panizzi, der trotz defekter Automatik-Kupplung vorerst einen Podiumsplatz für Mitsubishi erobern konnte: Den ersten für diese Marke seit Kenia 2001.

Konservativer Loeb ohne Fehler

Nach aufwendiger Reparatur lieferte Grönholm (Peugeot) in der ersten Sonderprüfung der letzten WP-Dreiergruppe des Tages Bestzeit vor Gardemeister (Ford) und dem klugen Loeb (Citroen). Kresta (Ford) kam vor Panizzi (Mitsubishi) und dem erstaunlichen Manfred Stohl (privater Citroen Xsara) als Vierter ein. Weltmeister Loeb selbst holte sich in der vorletzten Sonderprüfung die Bestzeit – obwohl er nichts riskierte. Hinter ihm rollten Kresta (Ford), Sarrazin (Subaru) und Gardemeister (Ford) vor Grönholm und Märtin (beide Peugeot) ein.

Die letzten 32 Kilometer der Monte 2005 gingen - was eigentlich keiner erwartet hätte vom sicherheitsbewussten Weltmeister - erneut an Sebastien Loeb. Hinter ihm platzierten sich Sarrazin (Subaru), der wirklich gute Stohl (Citroen) und Kresta (Ford) vor Grönholm (Peugeot) und Rovanperä. Weder der im Gesamtklassement an zweiter Stelle einlaufende Gardemeister (Ford), noch der überglückliche Panizzi als Dritter gingen auf den letzten Kilometern noch Risiken ein.

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