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Rallye Monte Carlo

Loeb dominiert auf Anhieb

Foto: McKlein

Mit drei Bestzeiten am ersten Tag fuhr sich Monte-Doppelsieger und Weltmeister Sebastien Loeb auf den ersten Platz. Hinter ihm kam sein neuer Teamgefährte Francois Duval, vor Peugeot-Star Marcus Grönholm ins Tagesziel.

21.01.2005

Eine Warmfront hatte sich vom Mittelmeer her über die Küste bis hinauf in die Seealpen geschoben - das wenig winterliche Klima machte die Reifenwahl schwierig für die meisten Teams: Während in den Tälern Temperaturen zwischen zwei und vier Grad herrschten, wurden auf den Höhen schon am Vormittag bis zu 14 Grad gemessen. Das führte dazu, dass viele Teams mit zu weichen Pneus auf die Reise gingen - die Fahrer klagten eigentlich alle über sehr schmierendes Gummi nach den ersten beiden Sonderprüfungen. Für die beiden Prüfungen am Nachmittag wählte man härtere Gummimischungen und wurde glücklicher dabei.

Citroen und Peugeot als Spitzenreiter

Schon nach den ersten zwei Prüfungen des Freitags (21.1.) zeigte es sich, dass die französischen Teams von Citroen und Peugeot - beide am Anfang vom Ende ihres letzten Jahres in der Rallye-Weltmeisterschaft! - ihre Hausarbeiten über den Winter am besten gemacht hatten: Die ersten zwei Bestzeiten gingen so an Sebastien Loeb und den jungen Francois Duval (beide Citroen), die nächste Bestzeit an Marcus Grönholm (Peugeot) vor Duval und Loeb. Markko Märtin - so neu bei Peugeot wie Duval bei Citroen - hielt sich derart gut, dass er nach den drei ersten von nicht mehr als vier Prüfungen des ersten Tages die fünfte Position einnahm.

Beeindruckend war auch Toni Gardemeister nach seinem Wechsel zu Ford: Soviel Kampfgeist wie beim Auftakt der diesjährigen Weltmeisterschaft war man von ihm in den Vorjahren nicht gewohnt. Sein Lohn: Platz vier nach drei Prüfungen. Nicht so sonderlich überzeugend wirkte Petter Solberg mit seinem Subaru: Nach permanenten und offenbar nicht zu behebenden Bremsproblemen und Jammern über zu weiche Reifen landete er nur auf dem sechsten Platz nach drei Durchgängen.

Die Altmeister der Zunft geben Gas

Dicht hinter ihm positionierte sich zu dieser Zeit schon Gilles Panizzi, der Seealpen-Matador auf dem siebten Platz im neuen Mitsubishi. Hätte der Franzose nicht Schwierigkeiten mit der Schaltung in den beiden ersten Prüfungen gehabt, er wäre weiter vorne gelandet. Seine viertbeste Zeit in der dritten Wertungsprüfung bewies seine Top-Form. Die man übrigens auch einem gewissen Didier Auriol konstatierte, der seit einem Jahr gar nicht mehr gefahren war: Der Weltmeister von 1994 und dreifacher Monte Sieger scheuchte seinen privaten Peugeot 206 derart, dass er nach der dritten Sonderprüfung vor vielen der 12 Werksfahrer einkam - auch weit vor Skoda-Altmeister Armin Schwarz, der mit seinem neuen Copiloten Klaus Wicha schon in den ersten Prüfungen fast drei Minuten auf die Spitze verlor: Elektroprobleme hatten sein Differenzial verwirrt.

Leiden der Neulinge in neuen Autos

Während Stars und Erfahrene, ob in gewohntem Auto oder auf neuem Gerät, relativ gut zurecht kamen, hatten die Neulinge viel Arbeit: Stephane Sarrazine kämpfte mit seinem Subaru ebenso wie Roman Kresta mit dem Ford Focus, Harri Rovanperä tat sich - obwohl jetzt Nr.1 bei Mitsubishi - mit dem Lancer viel schwerer als Panizzi. Alexandre Bengue kam mit dem Skoda so wenig zurecht wie Manfred Stohl mit seinem privaten Citroen Xsara. Antony Warmbold (neuer Ford Focus) fasste die Erfahrungen des Jungvolks treffend zusammen: "Da ist noch viel Arbeit zu tun, viele alte Gewohnheiten müssen abgestreift werden. Und mit dem neuen HANS – Sicherheitssystem ( in kombinierter Kopf-Hals-Schutz, der ab der Monte Pflicht für alle gesetzten Fahrer ist) müssen wir auch umgehen lernen.“

Letzte Prüfung ganz schön wichtig

Bei schon allmählich sinkender Sonne entschied sich die Tageswertung ab dem vierten Platz auf der letzten Sonderprüfung, der 32,71 Kilometer langen Lantosque - Col de Braus. Verbessern im Gesamtklassement konnten sich Solberg und Sarrazin (beide Subaru) , Kresta (Ford) Rovanperä (Mitsubishi) und die beiden Skoda-Piloten Schwarz und Bengue. Deutlich verschlecht hatte sich Gardemeister (Ford) – er war im zweiten Durchgang auf dieser Strecke um 25 langsamer als bei seiner ersten Fahrt dort. Auch Panizzi (Mitsubishi) verlor 15 Sekunden gegenüber dem ersten Durchgang, während sich einige Piloten (Loeb, Duval, Grönholm, Solberg und Märtin, Schwarz und Bengue ) deutlich verbesserten.

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