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Rallye Norwegen

Spannung an der Spitze

Mikko Hirvonen Foto: McKlein 42 Bilder

Ein enges Sekundenduell zwischen Sebastien Loeb und Mikko Hirvonen hat die Fans am ersten Tag (13.2.) der Rallye Norwegen elektrisiert. Am Ende hatte wieder einmal der Franzose knapp die Nase vorne.

13.02.2009 Tobias Grüner

Für dem ersten Aufreger in Norwegen sorgte allerdings Rückkehrer Petter Solberg im 2006er Citroen Xsara. Der Lokalmatador begeisterte die Menge mit einer ersten Bestzeit auf der Super Special zum Auftakt am Donnerstagabend. Am Freitag musste der ehemalige Weltmeister die Bühne allerdings Sebastien Loeb und Mikko Hirvonen überlassen.

Nach mehrmaligen Führungswechseln am Vormittag erarbeitete sich der Ford-Pilot auf der achten Wertungsprüfung bereits einen Vorsprung von 7,3 Sekunden. Doch auf der letzten WP des Tages drehte Sebastien Loeb den Spieß noch einmal um und brummte seinem Widersacher zehn Sekunden Rückstand auf. Vor dem zweiten Tag trennen die beiden Rivalen somit nur 2,6 Sekunden.

Keine Taktikspielchen

Beobachter spekulierten bereits, dass sich Hirvonen absichtlich zurückfallen ließ, um am Samstag nicht als erster auf die Strecke zu müssen. "Ich habe bis zum Ende alles gegeben", wies der Finne den Vorwurf zurück. "Wir haben nur deshalb viel Zeit verloren, weil unsere Reifen am Ende waren." Hirvonen beklagte vor allem auf den langen Prüfungen die Haltbarkeit seiner spikebesetzten Pirelli-Gummis. Trotz des Rückschlags will der Focus-Pilot auch am Samstag voll auf Angriff fahren: "Es wird noch ein großer Kampf."

Auch Loeb findet Gefallen am engen Duell mit seinem Konkurrenten: "Es macht riesig Spaß. Ich muss alles geben und bin ständig am Limit." In Irland konnte der Abo-Champion noch mit angezogener Handbremse zum Sieg fahren. Im norwegischen Schnee ist allerdings etwas mehr Risiko gefragt. Über eine mögliche Taktik zum Tagesende sagte der Franzose: "Ich wäre am Samstag aber auch lieber als Zweiter auf die Strecke gegangen."

Latvala und Sordo mit Respektabstand

Hinter dem Duell an der Spitze muss der drittplatzierte Jari-Matti Latvala auf einen Fehler der beiden Spitzenpiloten hoffen. "Ich hatte heute morgen etwas Startprobleme. Am Nachmittag lief es schon etwas besser", so das Tagesfazit. Nach dem Ausrutscher in Irland wird Teamchef Malcolm Wilson seinem jungen Talent eine konservative Fahrweise empfohlen haben. Latvala erfüllte die Vorgabe mit einem soliden und fehlerlosen Auftakt.

Immerhin konnte der Finne den zweiten Citroen von Dani Sordo in Schach halten. Der Spanier verlor am Ende des Tages bereits über eine Minute Rückstand auf die Spitze. "Ich hatte im tiefen Schnee viel Zeit verloren", klagte der Asphalt-Spezialist, der hinter Loeb schon als Zweiter auf die Strecke ging. "Ich musste sogar meinen Fahrstil an die Bedingungen anpassen."

P.G. Andersson sorgt für Überraschung

Hinter Sordo hat sich ein enger Dreikampf um den fünften Platz entwickelt. Am Freitagabend hatte Petter Solberg die Nase noch mit einer Zehntel vor Skoda Fabia-Pilot Per Gunnar Andersson vorne. Weitere 7,8 Sekunden dahinter liegt Solbergs Bruder Henning. "Es läuft wirklich fantastisch", freute sich Andersson, der überraschend zwei WPs für sich entscheiden konnte. "Das Auto geht sehr gut."

Bei Familie Solberg war die Stimmung dagegen nicht ganz so augelassen. Henning musste am Nachmittag mit einem defekten Getriebe kämpfen: "Am Ende konnte ich gar nicht mehr schalten", klagte der Stobart-Mann. Auch Petter zollte den schwierigen Bedingungen Respekt: "Ich muss hier wirklich alles geben. Aber es macht Spaß wieder dabei zu sein. Vor allem vor dem tollen Publikum."

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