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Rallye NZ

Knapper Sieg für Solberg

Foto: McKlein

Weltmeister Petter Solberg hatte die besseren Nerven: Mit seinem Subaru Impreza verwies er Doppel-Weltmeister Marcus Grönholm auf Peugeot 307 nach einer packenden Aufholjagd auf den zweiten Platz. Dritter wurde Ford-Pilot Markko Märtin.

18.04.2004

Noch 44 von den 58 Startern verließen Auckland am Sonntagmorgen (18.4.) um fünf Uhr. Am kürzesten Rallye-Tag waren insgesamt 567,31 Kilometer zu absolvieren, davon 114.74 Kilometer in sechs Sonderprüfungen, aufgeteilt in zwei Dreier-Gruppen, die jeweils wiederholt wurden. Das Wetter über der hügeligen Küstenregion, diesmal im Süden von Auckland, war wenig erfreulich: Grauer Himmel, Temperatur um 12 Grad, häufige Regenschauer. Die anfangs feuchten Pisten trockneten zwar schnell ab, aber dann wurde es staubig.

Grönholm geht mit Glück in Führung

Marcus Grönholm (Peugeot) gab auf der ersten Spezialen den Ton an. "Gestern fühlte sich mein 307 gut an, heute müssen wir attackieren,“ meinte er. Petter Solberg, der Gesamtführende, wurde zwar in dieser Wertungsprüfung nur Zweiter, hinter dem Franzosen, aber noch vor Markko Märtin (Ford), Sebastien Loeb (Citroen) und Harri Rovanperä (Peugeot). Allerdings schlug der Subaru-Pilot mit einer Bestzeit in der zweiten Sonderprüfung zurück und wehrte Grönholms Angriff auf die Spitze erst einmal ab. "Ich bin gestern früh ins Bett, ich wusste, was mich heute erwartet,“ sagte Solberg. Märtin (Ford) schien sich klar darüber, dass ein Sieg für ihn eher unwahrscheinlich sei und entschuldigte sich: "Ich bin nur 2002 hier gefahren, erinnere mich daher kaum an die Streckenführung. Aber um einen Podiumsplatz werde ich kämpfen.“

Das hatten sich auch beide hinter Rovanperä (Peugeot) platzierten Citroen-Piloten vorgenommen. Loeb, dessen Xsara WRC sich erst seit gestern Mittag dank härterer Federn einer besseren Straßenlage erfreute, war bei diesem Vorhaben glücklicher als Kollege Carlos Sainz, der wegen eines übersteuernden Autos nicht mithalten konnte: Der Elsässer fuhr in der letzten Sonderprüfung der ersten Dreiergruppe Bestzeit, vor Märtin (Ford) und Grönholm (Peugeot).

Der finnische Peugeot-Pilot konnte sich dennoch an die Spitze der Gesamtwertung setzen, da der führende Solberg (Subaru) rund 30 Sekunden und seine Servolenkung bei einem mittelschweren Abflug verlor. Grönholms Vorsprung hätte leicht 30 Sekunden, statt der einen vor den letzten drei Prüfungen der Rallye betragen können, hätte er nicht selbst einen Ausritt zu verzeichnen gehabt. Harri Rovanperä (Peugeot) drehte sich und fiel hinter Loeb in der Gesamtwertung zurück. Francois Duval (Ford) verlor alle Chancen: Er touchierte einen Felsen, rodelte in eine Wiese und rettete sich mit mehr als 18 Minuten Rückstand auf drei Rädern zum Service. Mikko Hirvonen (Subaru) traf übrigens den gleichen Stein wie Duval und zerstörte sich dabei die Radaufhängung und die Servolenkung.

Dreikampf an der Spitze

Gerade mal 0,9 Sekunden schneller als sein größter Konkurrent Solberg (Subaru) war der führende Grönholm (Peugeot) beim 11,15 Kilometer langen Auftakt der zweiten Sonderprüfungsgruppe. Märtin (Ford) kam zwar als Zweiter durch die Kontrolle, konnte seine Distanz zum Gesamtersten aber nicht verringern. Die Citroen-Piloten Loeb und Sainz folgten in der Reihung, hatten aber kaum mehr eine Chance auf einen Podiumsplatz: Ihre Abstände zu den Spitzenreitern waren einfach zu groß. Unter den ersten drei bekam der Fight um die Spitze in der vorletzten Sonderprüfung eine neue Dimension: Leader Grönholm (Peugeot) drehte sich, verlor 20 Sekunden und seinen Spitzenplatz. Da Märtin (Ford) hinter Solberg die zweitbeste Zeit vorgelegt hatte, fanden sich der Este und der Finne plötzlich zeitgleich an zweiter Position, stramme 16,3 Sekunden hinter dem Leader Solberg, wieder. In der letzten Sonderprüfung des Tages zog Grönholm (Peugeot) noch einmal alle Register: Er briet Solberg (Subaru) 10,7 Sekunden über und verpasste Märtin (Ford) beinahe 20. Damit bestätigte der Finne zwar seinen zweiten Platz eindeutig vor dem Esten, aber zum Sieger Solberg fehlten ihm 5,9 Sekunden. Hinter Märtin platzierten sich Loeb (Citroen) vor Rovanperä (Peugeot), Sainz (Citroen) und Hirvonen (Subaru). Da nicht mehr als acht Werkswagen in die Wertung kamen, erhielten alle Angekommenen Konstrukteurs- Punkte - auch Francois Duval auf dem 15. Platz fuhr noch einen Punkt für Ford ein.

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