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Rallye Polen Ergebnis

Siebter Saisonsieg für VW

Ogier Rallye Polen 2014 Foto: McKlein 35 Bilder

Ungefährdet fuhr Weltmeister Sébastien Ogier bei der Polen-Rallye am Sonntag (29.6.2014) seinen fünften Saisonsieg ein. Andreas Mikkelsen komplettierte den VW-Triumph mit Rang zwei.

29.06.2014 Markus Stier

Polen-Sieger Ogier lobt Teamkollegen Mikkelsen

Am Ende war es dann doch ganz leicht. Bei über einer Minute Vorsprung vor den abschließenden Prüfungen musste sich Sébastien Ogier nur noch darauf konzentrieren, seinen Polo WRC auf der Straße zu halten. Zu groß war der Vorsprung des Tabellenführers, nachdem sich die Konkurrenz schon auf der Samstagsetappe selbst um alle Siegchancen gebracht hatte.

Andreas Mikkelsen hätte gern seinen ersten Weltmeisterschafts-Erfolg gefeiert, aber einige kleine Fehler am Samstag kosteten wertvolle Sekunden, und so steckte der Norweger lieber zurück, als einen ebenfalls nicht zu verachtenden zweiten Rang einzufahren. "Es war ein großartiges Wochenende", sagte der 25-Jährige im Ziel. "Er ist eine großartige Rallye gefahren", sagte auch der Sieger anerkennend, der Mikkelsen auf der abschließenden Superspecial knapp um 1,5 Sekunden das Nachsehen gab.

Hyundai mit einem guten Mannschaftsergebnis bei der Polen Rallye

Trotz Bremsproblemen am Freitag konnte sich Hyundai-Fahrer Thierry Neuville auf den dritten Rang vorarbeiten und selbigen bis ins Ziel behaupten. Damit feiert der Belgier mit dem Hyundai-Team bereits den zweiten Podiums-Rang in der ersten Saison. Mit Rang sechs für Juho Hänninen und Junior Hayden Paddon auf Platz acht feierte die im bayerischen Alzenau beheimatete Mannschaft ein mannschaftlich starkes Gesamtergebnis. "Es ist schön, dass wir erstmals alle Autos im Ziel haben, darauf können wir aufbauen", sagte Neuville.

Andere Top-Teams schlossen den letzten WM-Lauf vor der Sommerpause deutlich gerupft ab. Der am Samstagmorgen drittplazierte Mads Östberg hatte seinen Citroën DS3 am Nachmittag so heftig gegen einen Stein geworfen, dass er am Sonntag nicht mehr starten konnte. Teamkollege Kris Meeke war für einen dritten Platz ebenfalls schnell genug, wurde aber unschuldiges Opfer eines Reifenschadens. Am Ende wurde der Nordire unter Wert geschlagen Siebter.

Robert Kubica nur auf Platz 20

Beim Ex-Ford-Werksteam M-Sport gab es Licht und Schatten. Zwar blieb der mehrfache Vize-Weltmeister unter seinen Möglichkeiten, aber die fehlerfreie Fahrt brachte dem Finnen immerhin Rang vier und damit ein brauchbares Ergebnis. Der von Hunderttausenden Fans gefeierte Robert Kubica dagegen flog wie so oft von der Straße und kam am Ende nur auf Platz 20 ins Ziel, dabei hätte ein Platz in den Top fünf in Reichweite gelegen. "Hier musst du auch neben der Strecke jeden Zentimeter im Gras ausnutzen, um schnell zu sein. Aber das ist bei mir gestern ordentlich schief gegangen", klagte der frühere Formel-1-Pilot. Der Krakauer bedankte sich am Ende artig bei den Fans, die ihn frenetisch unterstützt hatten.

Große Sympathien seit seinem dramatischen Crash in der letzten Prüfung der Polen-Rallye 2009 hegen die Polen auch für Jari-Matti Latvala. Aber der Finne fühlte sich durch den Schatten der Vergangenheit befangen und hatte Mühe, einen Rhythmus zu finden. Erst, als er am Samstag mit einem Steintreffer am VW Polo eine Radaufhängung zerstört hatte, fuhr der Finne befreit weiter und kämpfte sich von Rang Sieben noch auf Platz fünf vor. Landsmann Hirvonen nahm er auf der abschließenden Powerstage auf 15 Kilometern enorme 7,3 Sekunden ab und verpasste den vierten Platz nur um sieben Zehntelsekunden.

Kritik an der Polen Rallye und ein neuer FIA-Vertrag?

Seitens der Hersteller gab es beim dritten Auftritt in Polen seit WM-Gründung 1973 heftige Kritik an langen Etappen mit Prüfungen bis nach 22 Uhr. "Meine Leute sind bis zwei Uhr nachts zugange und müssen morgens um sechs wieder parat stehen, das ist unmöglich", schimpfte VW-Sportchef Jost Capito. An vielen Orten standen Zuschauer an nicht ungefährlichen Positionen, und der weite Ausflug nach Litauen am Freitag, der wegen zweier unbefahrbarer Prüfungen zur Pleite wurde, waren weitere Kritikpunkte.

Doch es gab auch lobende Worte: Die Zuschauer und Fahrer genossen extrem schnelle Strecken mit vielen Sprüngen. Mit einem Schnitt über 136 km/h steht Polen jetzt in der Statistik der schnellsten Prüfungen auf Rang eins. Die direkt neben dem Servicepark platzierte Superspecial war anspruchsvoll und für die Zuschauer vom Service zu Fuß in zehn Minuten erreichbar. Die Rallye war sehr gut besucht, die Hartgesottenen unter den Fans standen bis Mitternacht vor den Service-Zelten und sahen den Mechanikern bei der Arbeit zu. Niemand mochte es offiziell bestätigen, aber der Fahrerlager-Funk meldet, dass die Polen-Rallye von der FIA bereits einen Dreijahresvertrag erhalten hat.

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