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Rallye Sardinien, 1. Etappe

Ogier führt, Wiegand ist draußen

WRC Sardinien, Siegerehrung Foto: McKlein 32 Bilder

Zur Halbzeit des italienischen WM-Laufes führt Sébastien Ogier im VW Polo mühelos das Feld an, weil sich die Konkurrenz mal wieder selbst aufarbeitet. In der WRC2-Kategorie musste Deutschlands Hoffnung Sepp Wiegand mit Motorproblemen aufgeben.

22.06.2013

Den Anfang machte Evgeny Novikov mit einem Crash schon auf Prüfung zwei. Der Russe überschlug seinen Ford Fiesta so heftig, dass die FIA das Auto wegen eines beschädigten Überrollkäfigs nicht mal zur Reparatur zuließ. Am Nachmittag erwischte es dann Teamkollege Mads Östberg, der sich im Kampf um Rang zwei ebenfalls überschlug, womit das Semi-Werksteam von M-Sport am Abend kein Auto im Ziel hatte. Dafür schlug sich in der B-Mannschaft Thierry Neuville sehr beachtlich. Der Belgier blieb fehlerfrei, war schnell und beendete die erste Etappe auf Rang 3, nur 3,1 Sekunden hinter dem zweitplatzierten Mikko Hirvonen.

Ogier mit 3 Bestzeiten auf 8 Prüfungen

Der Finne im Citroën klagte über einen zu starken Reifenverschleiß. Hirvonen war mit seinem DS3 eigentlich zufrieden, konnte aber das Tempo an der Spitze auf keiner Prüfung mitgehen. Mit knapp 47 Sekunden Rückstand kann er den Sieg aus eigener Kraft auf der finalen Samstagsetappe kaum schaffen. Ebenso chancenlos blieb Dani Sordo im zweiten Werks- Citroën. Der Spanier ist solider Vierter, aber bereits 1:19 Minuten hinter der Spitze.

Die belegt mal wieder VW-Mann Sébastien Ogier. Der Franzose fuhr auf den acht Prüfungen drei Bestzeiten und begann angesichts der strauchelnden Konkurrenz bereits damit, den Vorsprung zu verwalten. Der gefährlichste Gegner wäre aus dem eigenen Lager gekommen, aber Jari-Matti Latvala verlor die Rallye mit einem Reifenschaden schon auf WP1. Knapp zwei Minuten waren futsch, was den Finnen zu einer entfesselten Aufholjagd ermunterte. Mit drei Bestzeiten liegt er zur Halbzeit mit 1:44 Minuten Rückstand immerhin schon wieder auf Rang fünf. Der vor ihm liegende Dani Sordo ist mit 25 Sekunden Vorsprung in Reichweite.

Als zu nah empfand Ex-Formel-1-Fahrer Robert Kubica seinen Vordermann Sepp Wiegand. Der Pole war nach seinem Akropolis-Erfolg in der WRC2 auch rund um Olbia eine Klasse für sich und lief am Morgen auf den Deutschen im Skoda Fabia auf. Der Veranstalter hatte trotz großer Staubentwicklung die Startabstände der zweiten WM-Liga auf eine Minute verkürzt.

Wiegand muss nach Motorschaden aufgeben

Als Gesamt-Zehnter mischt Kubica sogar im hinteren Feld der stärkeren World Rally Cars mit. Wiegand dagegen ist auf Platz zwei liegend ausgeschieden. Der Fabia des Tabellendritten atmete offenbar zu lange den Staub des zuvor abgeflogenen Juri Protassov ein. Wiegand musste aufgeben, der Motor ist hinüber.

Die tief stehende Abendsonne und der Staub in der Luft bremsten auch Christian Riedemann ein, der in der WRC3-Kategorie als Zweiter schlafen ging, nachdem ihm der Franzose Stéphane Consani auf der letzten Tagesprüfung noch die Führung abjagte. Riedemann fuhr solide und zügig und profitierte davon, dass sämtliche schnellere Gegner in seiner Klasse sich mit Reifenschäden und Unfällen um ein besseres Ergebnis brachten.

Am finalen Samstag stehen noch einmal acht Prüfungen auf dem Programm. Im günstigsten Fall kann Riedemann bei nur 16 Sekunden Rückstand auf die Spitze gewinnen, im schlechteren können ihn die von hinten heraneilenden Sébastien Chardonnet aus Frankreich und der Ire Keith Cronin noch auf Rang vier durchreichen.

In der Produktionswagen-Wertung für seriennahe Allradautos belegt nach der ersten Etappe der Mecklenburger Armin Kremer im Subaru Impreza hinter dem Peruaner Nicolas Fuchs Rang zwei. Kremer kann ebenfalls im besten Fall noch siegen. Sein Rückstand auf Tabellenführer Fuchs liegt bei nur 26 Sekunden.

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