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Rallye Schweden 2010 (Tag 1)

Hirvonen führt knapp vor Loeb

Mikko Hirvonen - Schweden 2010 Foto: Mikko Hirvonen 39 Bilder

Mit Kimi Räikkönen, Marcus Grönholm und Petter Solberg verloren am ersten Tag (12.2.) der Rallye Schweden schon einige prominente Namen viel Zeit. An der Spitze tobt der alte Kampf zwischen Mikko Hirvonen und Sebastien Loeb. Nach den ersten sieben Prüfungen führt der Finne knapp.

12.02.2010 Tobias Grüner

Mit einigen herben Verlusten endete der erste Tag der Rallye Schweden. Vor allem am Nachmittag erwischte es einige prominente Namen. Die ausgefahrenen Spurrillen machten die zweite Schleife auf den Pisten rund um Karlstad zu einer anspruchsvollen Rutschpartie, die viele Piloten in Probleme brachte.

Als erstes erwischte es Petter Solberg, der auf der fünften Prüfung fast fünf Minuten einbüßte. Der ambitionierte Privatier rutschte auf der rutschigen Piste über eine Kurve hinaus und blieb im Schnee stecken. "Ich habe einfach zu viel gewollt", erklärte der Weltmeister von 2003 kleinlaut. Bis ihn die Zuschauer wieder rückwärts auf die Strecke verfrachtet hatten, verging wertvolle Zeit. Aber damit war das Drama für den Norweger noch nicht beendet.

Solberg kracht in Wilson

"Petter ist zu schnell in eine Kurve gegangen und musste wieder zurück auf die Strecke geschoben werden", erklärt Teammanager Ken Reese den Unfall. "Er ist knapp vor Matthew Wilson wieder auf die Strecke gekommen und ließ den Focus schließlich passieren. Wenige Kurven später hatte Wilson selbst ein Problem. Petter ist in ihn reingekracht und hat dabei beide Autos beschädigt." Am Focus von Wilson verbog sich die hintere Aufhängung etwas. An der sowieso schon eingedellten C4-Front von Solberg hielt sich der weitere Schaden in Grenzen. Beide Fahrer konnten den Tag beenden. Das Podium ist allerdings außer Reichweite.

Auch für Rückkehrer Marcus Grönholm hatte der Nachmittag nichts Gutes zu bieten. Der Finne rutschte ebenfalls zunächst auf der schwierigen fünften WP von der Strecke und verlor 30 Sekunden. Eine Prüfung später sollte es aber noch schlimmer kommen. Auf der sechsten Stage spielte die Elektronik im Focus verrückt und spülte "Bosse" weit zurück.

Räikkönen rutscht in Schneewall

Das dritte prominente Opfer des ersten Tages der neuen Rallyesaison heißt Kimi Räikkönen. Genau wie Landsmann Grönholm erlebte der Finne auf WP 6 sein Waterloo. Nach ersten Augenzeugenberichten soll der ehemalige Formel 1-Pilot in einen Schneewall gekracht sein. Mit 26 Minuten Verspätung konnte der "Iceman" die Prüfung beenden. Schon beim Test in Lapland vor zwei Wochen krachte der Rallye-Novize mit seinem C4 am ersten Tag ins Aus. Damals stand ein Baum im Weg.

Auch Weltmeister Sebastien Loeb kam nicht ganz ungeschoren davon. Die Spurrillen machten dem Franzosen zu schaffen. "Ich mag diese Bedingungen nicht", grollte der Franzose nach der ersten Nachmittagsprüfung. "Ich bin mehr Risiken als am Morgen gegangen, aber ich werde nicht schneller. Ich habe einfach kein Gefühl für das Auto." Alleine auf Prüfung fünf nahm Mikko Hirvonen seinem Rivalen mehr als zehn Sekunden ab und konnte damit die Führung übernehmen. Unzufrieden war der Weltmeister aber nicht. "Ich bin wieder mal im Kampf mit Mikko und liege noch auf Tuchfühlung. Das Ergebnis ist nicht schlecht."

Hirvonen 8,4 Sekunden vor Loeb

Befürchtungen Hirvonens, dass Loeb nur seine Reifen geschont hätte, bewahrheiteten sich nicht. Am Ende konnte der Finne seine Führung halten. Vor der abschließenden Super Special am Abend blieb der Ford-Pilot 8,4 Sekunden vor Loeb. "Es war ein guter Start heute", fasste Hirvonen seinen ersten Tag zusammen. "Seit der letzten Prüfung am Morgen bin ich in einen guten Rhythmus gekommen. Wir sind aber nicht weit vorne."

Auf Rang drei kann sich Loebs Teamkollege Dani Sordo behaupten. Der Spanier lieferte auf dem schwedischen Schnee eine ausgezeichnete Vorstellung ab. Mit 12,2 Sekunden Rückstand liegt der C4-Pilot immer noch in direkter Schlagdistanz zur Spitze. "Alles war gut heute. Nur ein paar Fehler. Ich bin sehr glücklich."

Latvala nicht wie erwartet

Für Jari-Matti Latvala auf Rang vier wird es mit 31,6 Sekunden Rückstand schon deutlich schwerer. Auch die Ford Nummer-zwei rutschte auf Prüfung fünf in einer Kurve nach außen und verlor wertvolle Zeit. "Es war ganz okay heute. Vielleicht nicht so gut wie erwartet, aber immerhin keine großen Dramen", zog der Focus-Pilot sein Fazit. Zumindest scheint der vierte Platz momentan ungefährdet. Citroen-Pilot Sebastien Ogier liegt weitere 38,6 Sekunden zurück.

Am Samstag warten erneut acht schwere Prüfungen auf die Piloten. Dabei macht den Piloten nicht nur die Piste das Leben schwer sondern auch die äußeren Bedingungen. Als die Fahrer am Freitag den Service-Park verließen, zeigte das Thermometer –25° C Grad.

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