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Rallye Schweden 2014 (Tag 4)

VW-Doppelsieg in Schweden

Latvala, WRC, Siegerehrung, VW Polo R WRC, Rallye Schweden 2014 Foto: xpb 37 Bilder

Nach Sébastien Ogiers Patzer am Freitag, holten die Teamkollegen Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen für VW die Kohlen aus dem Feuer. Citroën-Pilot Mads Östberg komplettiert das Podest.

08.02.2014

Ausgeschlafen und selbstbewusst trat der Führende Jari-Matti Latvala am Samstag in Schweden zur letzten und mit rund 140 Kilometern längsten Etappe an. Sportchef Jost Capito hatte zwar keine Stallorder ausgegeben, aber das Duell im 3,6-Sekundenabstand mit VW-Teamkollege Andreas Mikkelsen entschied sich früh, als der Norweger auf der zweiten Prüfung in den Schnee rutschte und sein zugestopfter Kühler die Motortemperatur anschwellen ließ.

Damit war Latvala nicht mehr zu halten. Der Finne gewann seinen neunten WM-Lauf und seine dritte Schweden-Rallye. "Das bedeutet mir extrem viel. Ich bin sehr erleichtert", sagte der Finne und rechnete: "Der Erfolg in Griechenland letztes Jahr ist schon lange her." Latvala fliegt nun erstmals in seiner Karriere als Tabellenführer nach Mexiko.

Mikkelsen verteidigt Rang zwei im VW Polo R WRC

Sein Finalgegner Mikkelsen unterlag zwar, war aber bester Laune. Nervenstark hielt er Rang zwei gegen den angreifenden Landsmann Mads Östberg, und feierte damit die erste Podiumsplatzierung seiner Karriere. "Das ist fantastisch, meine Heimat-Rallye vor all meinen Freunden und meiner Familie zu beenden", sagte Mikkelsen, auch wenn streng genommen nur vier der 23 Prüfungen in seinem Heimatland stattfanden.
 
Eigentlich wären es 24 Prüfungen gewesen, aber der zweite Durchgang in Hara wurde vom Veranstalter gestrichen, weil es vor der 20. Prüfung in Värmullsasen eine halbstündige Verzögerung gab und die pünktliche Liveübertragung der Powerstage nicht gefährdet werden sollte.
 
Offenbar kühlte Robert Kubica beim Warten am Start etwas zu sehr aus. Kaum auf der Piste rodelte der Pole zum dritten Mal an diesem Wochenende von der Piste. Dieses Mal waren rund vier Minuten futsch und eine Windschutzscheibe abgeschrieben. Der Pole schrieb den zweiten WM-Lauf als Lektion ab. Ein wenig bitter war das Ende für M-Sport-Teamkollege Elfyn Evans, der auf der letzten Prüfung von der Strecke abkam und aufgeben musste. Mikko Hirvonen war am Ende bester Ford-Pilot auf Rang vier. Mehr dürfte Teamchef Malcom Wilson sich über den fünften Rang gefreut haben. Der schon abgeschriebene Este feierte nach einem Jahr WRC-Pause ein beachtliches Comeback.

Gemischte Gefühle bei Citroën

Bei Citroën gab es gemischte Gefühle. Zwar sicherte Mads Östberg wie gewünscht den dritten Rang, aber insgeheim hatte der Norweger auf mehr gehofft. Die gestrichene Prüfung in Hara bremste ihn auf seiner Aufholjagd ebenso wie sein Teamkollege. Kris Meeke war eine fehlerlose Rallye gefahren und schien sicherer Sechster, doch am Samstagmorgen zog es seinen Citroën DS3 nach einem kleinen Fahrfehler in eine Schneewehe, und schon waren über sieben Minuten futsch. Meeke wurde am Ende undankbarer Elfter. Östberg war am Samstagabend dennoch nicht unglücklich. Er hat sich auf sein neues Arbeitsgerät eingeschossen und gewann die drei Extra-Punkte als Schnellster der Power-Stage.
 
Nach ihren Ausfällen mit gebrochenen Vorderradaufhängungen traten die beiden Werks-Hyundai i20 zur finalen Etappe wieder an. Es reichte zwar im Ziel für Juho Hänninen und Thierry Neuville nur zu den Rängen 22 und 28, wobei Neuville durch einen kleinen Ausrutscher und einem Reifenschaden noch zusätzlich gebremst wurde, aber die koreanische Fraktion tröstete sich mit zwei zweitbesten Zeiten des Belgiers. "Wir nehmen viele positive Dinge mit. Vor allem ist das Auto schneller als wir dachten", sagte der Belgier im Ziel.

VW-Pilot Ogier selbstkritisch

Eine wichtige Erkenntnis nahm auch Vorjahressieger Sébastien Ogier mit, den ein Fehler am Samstag mit rund vier Minuten Zeitverlust den Sieg kostete: "Wir sind alle nur Menschen, und als solche machen wir Fehler. Aber in diesem Fall war ich wohl einfach ein bisschen zu entspannt, nachdem ich ein Jahr lang so viel Erfolg hatte."

Ogier zeigte trotz mäßiger Startposition am letzten Tag aus welchem Holz er geschnitzt ist. Nach Platz 20 am Samstagmittag arbeitete er sich bis auf Rang sechs nach vorn und eroberte die Herzen der Schweden. Keiner sprang auf der berühmten Sprungkuppe "Colin’s Crest" in Vargasen höher und weiter als der Franzose. Mit 41 Metern überbot er den bisherigen Rekord des Amerikaners Ken Block aus dem Jahr 2011 um vier Meter und den inoffiziellen von Mikko Hirvonen um einen.

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