Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Rallye Schweden

Solberg geht in Führung

Foto: McKlein

Fünf Bestzeiten in den 14 Prüfungen der beiden ersten Tage reichten Subaru-Pilot Petter Solberg nach hartem Kampf zur Führung. Hinter ihm liegen Marcus Grönholm auf Peugeot und Sebastien Loeb mit dem Citroen Xsara.

12.02.2005

Es hatte sich am Samstag (12.2.) doch mehr Schnee als erwartet auf den Pisten gehalten, zusammengefegt vom Wind, konserviert von Temperaturen um minus sieben Grad. "Loser Schnee, zehn Prozent gefrorener Schotter, der Rest gute Schneepisten“, erklärte Vorauspilot Björn Waldegard die Bedingungen.

Weltmeister-Trio im Infight

55 von am Freitag noch 69 Bewerbern machten sich auf in die beiden ersten Sonderprüfungen des Tages – und Peugeot-Ikone Marcus Grönholm wurde seine knappe Führung von zwei Zehntelsekunden los: Petter Solberg (Subaru) nahm sie ihm, da Grönholm während des Fahrens schon intensiv daran dachte, wie er die gleiche Prüfung wohl am Nachmittag angehen würde. Der einzige Verfolger der beiden Nordmänner, Sebastien Loeb, geriet mit seinem Citroen – wie gestern – vom rechten Weg ab in einen Graben, dann demolierte er sich das rechte Hinterrad an einem Fels. All’ das kostete den Franzosen aber weder viel Zeit noch seinen dritten Platz. Gigi Galli (Mitsubishi) allerdings verlor seine vierte Position – zumindest kurzfristig – an Citroens zweiten Mann, den arroganten Belgier Francois Duval. Lange konnte sich Duval allerdings dort nicht halten, denn entgegen den Anweisungen seines Chefs Guy Frequelin – "Fahre unbedingt vernünftig auf Ankommen und in die Punkte !“ - gab er wenig später zu viel Gas auf kurzen Spikes: Er handelte sich in der zehnten Wertungsprüfung einen Plattfuss ein, zwei weitere in der Wertungsprüfung 11, musste wechseln, verlor fünf Minuten und fiel vom vierten auf den 17. Platz zurück. Gardemeister (Ford) verlor schon vorher ebenfalls Plätze, als er ausritt, einen Pneu demolierte und seinen Auspuff derart quetschte, dass der Motor ordentlich Leistung verlor. "Man hatte uns gesagt, dass kein Schnee da wäre. Ich war dann ziemlich verwirrt“, versuchte Gardemeister zu erklären.

Schnee macht Meister Grönholm happy

Die beiden Mittags-Prüfungen überraschten alle Piloten mit 50 Prozent Schnee auf hartem Eis und 50 Prozent Schnee auf Schotter. Vor allem die ersten Starter – Paasonen (Skoda), Carlsson (Peugeo ), Kresta (Ford) und andere bis hinunter zu Toni Gardemeister (Ford) als achter - fühlten sich gehandikapt. "Für den losen Schnee ohne Spur vor mir hatte ich viel zu lange Spikes montiert. Dieser ganze Tag wird ein Glücksspiel werden“, war Paasonens Kommentar. Grönholm – als 14. Starter – fühlte sich nicht unwohl: Er legte zwei Bestzeiten hintereinander vor. Das war kaum ein Trost, denn Solberg (Subaru), der dem Finnen die Führung am Morgen genommen hatte, fuhr nur eine Zehntelsekunde hinter ihm. Die zwei Stars an der Spitze hatten Sebastien Loeb auf Citroen, ihren dritten Mitstreiter um den schönsten Podiumsplatz, ein wenig aus den Augen verloren: Der Franzose wurde Opfer eines Reifenschadens, landete 20 Sekunden hinter Grönholm auf dem dritten Platz.

In das Gefecht der drei Giganten um die drei Podiumsplätze konnte kein Konkurrent wirklich eingreifen: Galli (Mitsubishi) als Vierter lag über 90 Sekunden zurück, Märtin (Peugeot) noch weiter, Gardemeister (Ford) als Sechster schon über zweieinhalb Minuten und Mattias Ekström als bester Skoda-Pilot 2.45 Minuten.

Glorreiche Drei im Spitzenkampf unter sich

Loeb holte sich mit dem Citroen seine zweite Bestzeit des Tages in der Wertungsprüfung 12 – so blieb denn vorerst Grönholm (Peugeot) mit sieben Zehntel Vorsprung vor Solberg (Subaru) an der Spitze. In der darauf folgenden Sonderprüfung allerdings nahm der Norweger dem Finnen auf 24,79 Kilometern neun Sekunden ab und drückte ihn zurück auf den zweiten Platz. Loeb büßte auf dieser Strecke sogar 12,5 Sekunden ein. Und der tapfere Galli verlor seinen vierten Platz an Markko Märtin (Peugeot): Der Mitsubishi-Italiener erlitt den Bruch einer Halbachse, was ihn über 1.20 Minuten kostete. Hinter Galli auf dem sechsten und siebten Platz sortierten sich – vor dem Super Special-Rundkurs in Hagfors – die Ford-Piloten Gardemeister und Henning Solberg. Erster Skoda-Pilot auf dem neunten Platz wurde Janne Tuohino, nachdem dem bisherigen Skoda-Spitzenmann Mattias Ekström die Lenkung gebrochen war: Ekström fiel so vom achten auf den vierzehnten Platz zurück.

Beim Rundkurs- Treiben in Hagfors behielt Solberg seine erste Position vor Grönholm und Loeb, Märtin installierte sich auf dem vierten Platz und Galli stürzte weiter ab.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden