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Rallye Spanien

Ganz großes Citroen-Kino

Foto: McKlein

Hauptdarsteller auch am zweiten Tag der Spanien-Rallye waren erneut die beiden Citroen Xsara von Sebastien Loeb und seinem Adjutanten Francois Duval. Nicht mehr als eine Nebenrolle spielte Marcus Grönholm als Dritter mit seinem Peugeot. Armin Schwarz als Zwölfter gab, wie unlängst fast immer, den traurigen Statisten.

29.10.2005

Grau war der Himmel morgens über der spanischen Goldküste am zweiten Rallye-Tag (29.10.), unglaublich zahlreich hatten sich dennoch Zuschauer aus ganz Europa eingefunden. Es standen, wie von allen Katalonien-Rallies seit Jahren bekannt, wieder so viele Menschen mit derart vielen schlecht geparkten Autos schon im Umfeld der ersten Sonderprüfung des Tages, dass die nach Durchfahrt von fünf Piloten annulliert werden musste.

Bestzeit und dann Crash für Galli

Stephane Sarrazin trat am zweiten Tag nicht an – sein Subaru war nach dem gestrigen Unfall übel ausgebrannt. Sein Teamkollege Chris Atkinson auf Subaru fuhr als früher Starter die schnellste Zeit, die beiden Skoda-Angreifer Alex Bengue und Jan Kopecky folgten, dann Harri Rovanperä auf Mitsubishi und Antony Warmbold auf Ford. Der Rest der lediglich durch die Prüfung gerollten, aber nicht offiziell gezeiteten Fahrer, wurde mit von Sportkommissaren erstellten, fiktiven Zeiten bedacht.

Die Bestzeit in der ersten regulär absolvierten Sonderprüfung ging an Gigi Galli – vor Francois Duval (Citroen), Nicolas Bernardi (Peugeot) und Weltmeister Loeb (Citroen), der sich auf Grund seines 50 Sekunden-Vorsprungs nicht sonderlich hetzte. Der Mitsubishi-Italiener konnte aber seinen Erfolg, die siebte Bestzeit überhaupt in seiner WM-Karriere, nicht genießen: Er feuerte seinen Lancer unmittelbar nach der Zieldurchfahrt auf einen Felsen. Galli trauerte: “Ich hatte die Rechts nach dem Ziel zwar in meinem Roadbuch, aber sie war enger und ich war schneller als ich dachte. Dann rollten wir schon übers Dach.“

Marcus Grönholm wurde Fünfter mit seinem Peugeot 307, vor den Privatfahrern Mikko Hirvonen (Ford) und Xavier Pons (Citroen). Sehr gut hielt sich Antony Warmbold – er kam mit seinem Ford als Neunter durch. Jan Kopecky brachte seinen Skoda auf den zehnten Platz, Armin Schwarz hing als 16. weit zurück. Der schnellste Skoda-Fahrer bisher, Alex Bengue, fiel mit Getriebeschaden aus.

Citroen geigt auf, Ford überrascht richtig

Am Mittag kam die Sonne durch, die Pisten trockneten ab und die zwei Werks-Citroen demoralisierten ihre im Grunde schon resignierten Gegner in den zwei nächsten Prüfungen weiterhin. Loeb legte zweimal die Bestzeit vor, Francois Duval schrieb sich zweimal als Zweiter in die Listen. Marcus Grönholm wurde mit seinem Peugeot einmal Dritter, einmal Fünfter und hielt so seinen dritten Platz im Gesamtklassement – allerdings mit schon fast anderthalb Minuten Rückstand auf den Leader.

Hinter den Gesamtdritten setzte sich überraschend Ford-Privatier Mikko Hirvonen an die vierte Position bei seiner ersten Asphalt-Rallye seit einem Jahr. Ford-Ass Toni Gardemeister war nämlich vor ihm im Regen raus geflogen und hatte 12 Minuten verloren, Roman Kresta aus dem gleichen Stall verlor Zeit bei einem Ausritt und der hoffnungsvollste Ford-Junior Daniel Solà aus Spanien – der am Freitag die erste Bestzeit seines Lebens gefahren hatte – landete im Out, weil er versucht hatte, schneller zu sein als Weltmeister Loeb. Auf den 8. Platz konnte sich infolge guter Leistungen (einmal 9., einmal 8. in den Wertungsprüfungen neun und zehn) Antony Warmbold mit seinem Ford setzen, während Skoda-Senior Armin Schwarz dank der diversen Ausfälle vor ihm mit fast sechs Minuten Rückstand auf den 12. Platz im Gesamtergebnis hoch gespült wurde.

Dass Loeb und Duval mit ihren Xsara die vorletzte Prüfung dominieren würden, das stand zu erwarten, trat auch so ein. Dass sich gleich dahinter drei Ford – in der Reihung Gardemeister, Hirvonen und Warmbold – platzieren könnten, war nicht so zu erwarten gewesen. Vor allem aber nicht, dass sich Herren wie die Weltmeister Solberg (Subaru) und Grönholm (Peugeot) um Längen hinter den eher weniger erfahrenen Ford-Tretern einsortieren müssten.

Die letzte Sonderprüfung des Tages ging an den entfesselten Ford-Privatier Mikko Hirvonen – vor Pons und Duval auf Citroen, Ford-Pilot Gardemeister und Weltmeister Loeb, der es dank seines 57 Sekunden Vorsprungs vor Duval gelassen angehen kann.

Zu den Ergebnissen.

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