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Rallye Spanien

Loeb beherrscht das Feld

Foto: McKlein

Zwei Bestzeiten am Freitag (29.10), dem ersten Tag der Catalunya-Rallye, reichten Weltmeister Sebastien Loeb zur Führung. Knapp hinter ihm attackiert Markko Märtin auf Ford vor Marcus Grönholm mit seinem Peugeot 307.

29.10.2004

Es war frisch am ersten Tag an der Costa Brava, die Asphalt-Pisten im bergigen Hinterland präsentierten sich unter schweren, dunklen Wolken am Morgen trocken, obwohl es in den Tagen vor der Rallye viel geregnet hatte. In der dritten Sonderprüfung begann es zu regnen - und schon gab es die ersten Probleme mit falscher Reifenwahl.

52 Teams machten sich nach dem gestrigen Zeremonien-Start in Lloret de Mar am Morgen um 7.00 Uhr auf in die ersten sechs Sonderprüfungen der Rallye. 576,12 Kilometer waren zu absolvieren, davon 115,04 Kilometer Sonderprüfungen.

Citroen-Weltmeister vorne, Ford dicht dahinter

Citroen-Pilot Sebastien Loeb hatte von seinem Boss Guy Frequelin nach dem Gewinn der WM-Titel in Korsika eine "carte blanche", also freie Fahrt für seinen Catalunya-Einsatz bekommen: Er plante einen Sieg. Den plante auch sein Kollege Carlos Sainz bei seinem letzten Einsatz an der Heimatfront vor seiner Pensionierung.

Loeb schaffte zwar eine Bestzeit und die Gesamtführung in den ersten drei Prüfungen trotz eines Drehers, konnte sich aber nur knapp von den beiden überaus starken Ford entfernen: Francois Duval setzte dem Elsässer mit zwei Top-Zeiten mächtig zu und ritt vor dem Mittagsservice nur eine Sekunde hinter ihm. Auch sein Focus-Mitstreiter Markko Märtin machte Druck: Er blieb nach drei Sonderprüfungen nur 1,2 Sekunden hinter dem Citroen-Piloten an der Spitze. Erst an vierter Stelle platzierte sich Marcus Grönholm auf Peugeot. Dessen Gefährte Freddy Loix parkte schnell im Aus: Zu Beginn der dritten Sonderprüfung blieb er mit Elektrik-Problemen stehen, die Lichtmaschine an seinem Wagen fiel aus. Nationalheld Carlos Sainz war gerade mal Fünfter im Gesamtklassement geworden - schon mit 13,9 Sekunden Rückstand nach den ersten 57,52 Sonderprüfungskilometern. Ihn hatte Regen auf Trockenreifen erwischt. Petter Solberg (Subaru lag infolge eines Drehers noch weiter zurück - bereits 32,8 Sekunden hinter dem Top-Mann.

Bewundernswert allerdings setzten sich alle drei Mitsubishi Lancer im letzten Testeinsatz dieses Jahres in Szene. Gilles Panizzi fuhr in der zweiten Wertungsprüfung die drittschnellste Zeit, fiel infolge falscher Reifenwahl aber in der folgenden Prüfung weit zurück. Sein spanischer Kollege Daniel Sola - im Land gerne als Sainz-Nachfolger gehandelt - positionierte sich nach drei Prüfungen als Siebter im Gesamtklassement. Für Armin Schwarz (Skoda) fiel vor dem Mittag nur ein 14. Platz ab - Probleme mit dem ABS und dem Hydraulik-System bremsten ihn ein.

Weltmeister Loeb sichert die Citroen-Führung

Regen während der Service-Zeit am Mittag machte die nächsten drei Sonderprüfungen, die am Morgen schon einmal befahren worden waren, recht rutschig. Dennoch gingen alle WRC-Fahrer - mit Ausnahme der Skoda-Piloten Panizzi und Kopecki - anschließend auf Slicks – teilweise nachgeschnitten - auf die Reise. Duval (Ford) lieferte sofort Bestzeit, 0,1 Sekunde vor seinem Kollegen Märtin. Damit setzten sich diese beiden Ford-Piloten auch an die Spitze der Gesamtwertung. Grönholm (Peugeot) war Drittschnellster vor Loeb (Citroen) , der mit dieser Zeit auf den dritten Rang im Gesamtklassement abrutschte. Sainz (Citroen) verlor 10,4 Sekunden auf den Schnellsten - Schwarz (Skoda) fing gleich deren 17,3 und blieb nur 14.

In der vorletzten Wertungsprüfung des Tages rückte Loeb (Citroen) wieder einiges ins Lot: Er fuhr sich mit Bestzeit vor den beiden Ford-Piloten Duval und Märtin erneut an die Spitze der Gesamtwertung. Hinter diesen drei änderte sich nichts im Gesamtklassement: Grönholm (Peugeot) blieb vor Sainz (Citroen) und Solberg (Subaru). Erstaunlich schnell war erneut Sola mit seinem Mitsubishi: Achtschnellster in der Wertungsprüfung, Siebter in der Gesamtwertung, deutlich vor den drei Skoda von Gardemeister (Platz 11), Schwarz (Platz 13) und Kopecki (Platz 16). Daniel Sola: "Die 1.500 Testkilometer mit den Lancer und meine richtige Reifenwahl zahlen sich jetzt aus.“

Märtin (Ford) holte sich seine erste Bestzeit des Tages in der letzten Wertungsprüfung - er nahm Loeb (Citroen) 1,3 Sekunden ab. Aber das reichte nicht, um den Franzosen von der Gesamt-Spitze zu verdrängen. Ford’s zweiter Mann, Francois Duval, verlor derweil viele Chancen auf einen Podest-Platz in dieser Prüfung: Er riss sich ein Rad aus und stürzte mit einem Rückstand von 1.28 Minuten auf den sechsten Platz in der Gesamtwertung ab. Grönholm (Peugeot) sicherte mit der drittschnellsten Zeit seinen dritten Platz, Sainz (Citroen) blieb Vierter und Solberg (Subaru) Fünfter. Schwarz brachte seinen Fabia - hinter den zwei Mitsubishi von Sola und Galli und hinter seinem Teamkollegen Gardemeister - vor Panizzi (Mitsubishi) auf Platz 13.

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