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Rallye Spanien

Loeb in Glanz und Gloria

Foto: McKlein

Weltmeister Sebastièn Loeb fuhr am Freitag (28.10.) fünf Bestzeiten in den sechs Prüfungen zum Rallyeauftakt in Spanien - er und sein Citroen sind Maß der Dinge bei jedem Wetter. Zweiter wurde Loeb’s Citroen-Teamkollege Francois Duval vor Marcus Grönholm auf Peugeot. Armin Schwarz kam – weit hinter seinen zwei Skoda-Teamgefährten – nur als 16. ins Tagesziel.

28.10.2005

Der Schönwetter-Periode über der spanischen Küste war ein Balearen-Tief gefolgt: Regenwolken hingen fast den ganzen Tag über den Bergen am ersten Rallye-Tag, die Pisten waren teilweise überraschend feucht und schmutzig. Da aber nicht wirklich viel Wasser auf dem sehr griffigen Asphalt stand, das reine Regenreifen verlangt hätte, rollten die meisten Teams auf leicht profilierten Slicks in die ersten Prüfungen. Es stellte sich aber bald heraus, dass die meisten Fahrer nicht nur anfangs eine zu harte Reifenwahl trafen, denn Wetterlage und Straßenzustand wechselten beständig. Die Reifenwahl gestaltete sich während des ganzen Tages mit seinen zwei Service-Stopps als höchst kompliziert.

Loeb, Citroen und kein Ende

Sebastien Loeb schenkte seinen Konkurrenten wie schon auf Korsika auch in Spanien von Anfang an Nichts: Schon nach den ersten zwei der sechs Prüfungen des ersten Tages lag er trotz Bremsproblemen 17 Sekunden vor dem einzigen, denkbaren Gegner, seinem Citroen-Stallgenossen Francois Duval, dem Teamchef Guy Frequelin hier noch einmal eine Chance gegeben hatte. Und: Loeb lag fast eine halbe Minute vor dem Rest der Welt, in diesem Fall vor Roman Kresta bei der Abschiedsvorstellung des wackeren Ford 2004 WRC. Marcus Grönholm auf Peugeot war anfangs Vierter, gefolgt von Toni Gardemeister auf Ford, der sein Fahrt so kommentierte: "Gut, dass ich halbweiche Pneus drauf hatte. Einen Fels habe ich getroffen – der Schlag war so heftig, dass meine Windschutzscheibe splitterte und meine rechte Felge brach.“ Petter Solberg brachte seinen Impreza nur auf den sechsten Platz - Mitsubishi-Pilot Gigi Galli an 7. Position trennten schon 51 Sekunden von der Spitze, sein Team-Gefährte Harri Rovanperä hatte Motor- und Getriebeprobleme wie schon vor einer Woche. Der junge Antony Warmbold (Ford) lag infolge viel zu harter Reifen als 12. über eine Minute hinter Loeb - Armin Schwarz hatte wieder seinen Stammplatz am Ende des Top-Feldes besetzt: Er war 17. mit fast zwei Minuten Rückstand. "Ich fuhr mehr außerhalb als innerhalb der Strecke", erklärte Schwarz. Sein französischer Teamgefährte Alex Bengue platzierte sich – wie in Korsika – erneut weit vor dem Franken.

Sola glänzt, Solberg - Subaru ausgefallen

Nachdem der laute Norweger schon beim ersten Sonderprüfungs-Durchgang seinen linken Vorderreifen an einem Fels halbiert hatte, ging er nach dem ersten Service in der dritten Spezialen des Tages noch rüpeliger vor: Er demolierte an einer Böschung die gesamte rechte Seite seines Mobils und seine Lenkung - Ende für ihn. "Ich habe ein bisschen zu spät gebremst und flog raus.“

Bestzeit in dieser Prüfung – eine historische, da seine erste in einem WM-Lauf - ging an den spanischen Ford-Privatier Dani Solà, der "Mr. Unschlagbar" Loeb über sechs Sekunden aufbriet. Hinter Loeb platzierten sich der Spanier Xavier Pons (Vorjahres-Citroen), Galli auf dem Mitsubishi, Bernardi mit dem zweiten Werks-Peugeot, Hirvonen auf Ford – alle vor Marcus Grönholm (Peugeot) an siebter Stelle.

In der sehr rutschigen vierten Wertungsprüfung des Tages stellte Super-Seb alles wieder richtig: Er fuhr Bestzeit vor Grönholm (Peugeot), vor seinem Team-Genossen Duval und vor Galli, der sich mehr und mehr zur Speerspitze von Mitsubishi entwickelt. Alex Bengue (Skoda) kam zwar als siebter durch die Kontrolle, stürzte dennoch ab auf den 15. Platz im Gesamtklassement: Seine Co-Pilotin Caroline Escudero stempelte eine Minute zu früh – das trug dem Team eine Strafzeit von einer Minute ein. Warmbold (Ford) wurde 10., Schwarz war als 17. Fahrer erneut letzter, diesmal sogar hinter dem tschechischen Skoda-Junior Jan Kopecky.

Loeb super, Sarrazin - Subaru kaputt

Dass Loeb trotz des einsetzenden Regens an der Spitze bleiben würde, das war schon vor der fünften Wertungsprüfung klar: Loeb unterstrich das erneut mit einer Bestzeit: Er war 10 Sekunden schneller als am Morgen auf der gleichen Strecke. Wer allerdings an die zweite Stelle rücken könnte, das war offen. Nach 25 Kilometern musste Marcus Grönholm (Peugeot) seinen zweiten Platz wieder an Duval (Citroen) zurück geben, da der Belgier die zweitschnellste Zeit fuhr. Kresta wurde Dritter in dieser Spezialen vor seinen beiden Ford-Kollegen Toni Gardemeister und Mikko Hirvonen. Galli (Mitsubishi) kam als Sechster ein und der lange Grönholm wurde nur siebter. Grönholm: "Ich hatte zu harte Reifen gewählt. Als es zu regnen begann war es schrecklich schwierig zu fahren.“ Schwarz brachte seinen Skoda auf den 15. Platz, Bengue den seinen auf den 11. – der Franke will keine Risiken zum Ausklang seiner Karriere eingehen. Antony Warmbold wurde – weil ihm zum fünften Mal in dieser Saison der hintere Stabilisator brach – nur Dreizehnter.
In der letzten Sonderprüfung diktierte wieder Loeb. Privatfahrer Xavier Pons, auch auf einem Xsara, kam als zweiter ein, Francois Duval wurde Dritter und behielt damit seinen zweiten Platz im Gesamtklassement. Der immer sicherer werdende Alex Bengue fuhr den Skoda auf einen wunderbaren vierten Platz – Armin Schwarz kam mit dem gleichen Auto hinter Warmbold (Ford) als 16. durch die Schranke. Der bis dahin an 8. Position geführte Stephane Sarrazin ritt gewaltig aus – im Moment gibt es also keine Punkte für Subaru. Da am ersten Rallyetag schon 43 Prozent der gesamten Sonderprüfungs-Kilometer gefahren waren, sieht es für den Rest der Rallye schon wieder nach einem klaren Loeb-Sieg aus – seinem zehnten in diesem Jahr.

Zu den Ergebnissen.

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