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Rallye Spanien

Märtin prescht vor

Foto: McKlein

Zwei Bestzeiten am Samstag (30.10.) genügten dem Focus-Piloten Markko Märtin, um die Führung der Catalunya-Rallye zu übernehmen. Weit abgeschlagen folgen ihm Marcus Grönholm auf Peugeot und Carlos Sainz auf Citroen. Armin Schwarz ist Elfter.

30.10.2004

In den Bergen oberhalb der Costa Brava herrschten absolut winterliche Temperaturen: Zwei bis vier Grad wurden gemessen. Die Pisten präsentierten sich trocken – alle Fahrer machten sich auf Slicks in den längsten Tag der Rallye. 44 Teams von gestern noch 52 gingen am Morgen um 6 Uhr indie acht Sonderprüfungen des zweiten Rallyetages. 644,30 Kilometer waren zu absolvieren, davon 162,88 Kilometer Sonderprüfungen.

Citroen-Weltmeister fällt aus, Ford übernimmt Führung

Sebastien Loeb fuhr in der ersten Prüfung des Tages höchst aufgeweckt zwar noch eine Bestzeit, vergrößerte seinen Vorsprung auf seinen härtesten Gegner, Markko Märtin (Ford) von 2,0 Sekunden auf deren 3,4 – aber er traf in der Straßenmitte auf einen Pflasterstein. Den nahm er voll. Der Unterbodenschutz des Xsara demolierte – nicht anders als bei loebs bisher einzigem Ausfall in Mexiko in diesem Jahr – die Ölwanne. Vor dem Start zur folgenden Sonderprüfung kam das Aus für ihn. Die Führung im Gesamtklassement übernahm nach der zweiten Wertungsprüfung des Tages dann Markko Märtin, der auf dieser 16,8 Kilometer-Strecke auch Bestzeit gefahren hatte, vor Carlos Sainz (Citroen) und einem zufriedenen Armin Schwarz (Skoda) als Drittschnellstem. In der letzten Sonderprüfung vor dem Tanken und dem Reifenwechsel außerhalb des eigentlichen Service-Lagers lieferte Marcus Grönholm die erste Bestzeit für Peugeot – er war allerdings nur 0,6 Sekunden schneller als Märtin auf seinem Focus. "Auto ist o.k., aber Markko über 40 Sekunden vor mir. Ich kämpfe aber weiter“, gab Grönholm zu Protokoll. Als Dritter in dieser Prüfung kam Carlos Sainz (Citroen) ein, der sich damit sicher auf der dritten Position in der Gesamtwertung zementierte: Sein lästigster Verfolger Petter Solberg (Subaru), der gestern auf Grund dauernd falscher Reifenwahl bei den sehr wechselnden Strassen- Verhältnissen nie näher als 1.16 Minuten an den Spanier heran gekommen war, fiel noch weiter zurück. Erstaunlich zeigten sich erneut die zwei Mitsubishi nach den ersten drei Prüfungen: Daniel Sola und Gigi Galli besetzten den 6. bzw. 7. Platz im Gesamtklassement, vor den zwei überlebenden Skoda von Toni Gardemeister und Armin Schwarz. Den dritten Fabia von Jan Kopecki hatte es gestern Abend noch erwischt: Er schaffte es nicht, mit einem abgerissenen Rad den Service zu erreichen und fiel aus.

Aus fiel auch die vierte Prüfung des zweiten Tages: Der berüchtigte Klassiker Santa Julia wurde zum einen wegen kaum kontrollierbarer Zuschauermassen im Umfeld der Autobahnbrücke von Sant Sadurni, zum anderen wegen eines wütenden Anwohners abgesagt: Der Mann hatte aus Frust über den Aufmarsch der Autos und Zuschauerhorden eine Schubkarre Schotter auf den Asphalt geleert.

Märtin baut die Ford-Führung deutlich aus

Nach dem Mittagsservice setzte Peugeot-Ass Grönholm seine Tempojagd fort wie in der Prüfung unmittelbar davor: Bestzeit vor Sainz (Citroen) und Märtin (Ford). Der Finne konnte seinen Abstand zur Spitze von 42 auf 36 Sekunden verringern. Auch seine Distanz zu Sainz hinter ihm wuchs – von sechs auf über 11 Sekunden. Solberg (Subaru) verlor weiter an Boden. "Ich weiß nicht, was ich noch machen soll. Alle Differenzialänderungen haben nichts gebracht“, erklärte Solberg. In der nächsten Wertungsprüfung schlug Märtin zurück: Topzeit vor Nicolas Vouilloz, dem Jungen auf Peugeot 206, und 2,2 Sekunden auch vor Grönholm. Nur 0,3 Sekunden hinter dem Finnen kam Sainz (Citroen) ein, gefolgt von Gardemeister (Skoda) und Sola auf Mitsubishi. Schwarz wurde Zehntschnellster, deutlich abgeledert von seinem Teamgefährten Gardemeister und allen drei Mitsubishi. Solberg (Subaru) verlor infolge eines kapitalen Drehers weiter an Boden, musste sich seinem Junior Mikko Hirvonen und Antony Warmbold (Ford) beugen. Die vorletzte Prüfung des Tages ging erneut an Grönholm, der dem Leader Märtin – Zweitschnellster hier – 2,7 Sekunden aufbrannte. Dritter wurde der junge französische Subaru-Pilot Stephane Sarrazin vor Sainz (Citroen) und den beiden Mitsubishi-Drivern Galli und Sola.

Vor der letzten Prüfung des Tages, der am Morgen abgesagten Sant Julia, gingen alle Teams zum Tanken und Reifenwechsel an einen Außenposten. Mit seiner ersten Bestzeit in seiner letzten Rallye Catalunya beendete Sainz (Citroen) den zweiten Tag – vor Märtin (Ford), Grönholm (Peugeot) und dem immer schneller werdenden, jungen Franzosen Sarrazin (Subaru). Allerdings : Von der ersten Position in der Gesamtwertung trennten den Matador auf dem dritten Platz hinter Grönholm immer noch über 50 Sekunden – eine Zeit-Distanz, die er schwerlich auf den letzten sechs Prüfungen des Sonntags wird aufholen können. Kämpfe am letzten Tag sind auch zu erwarten zwischen Sola (Mitsubishi) und Solberg (Subaru) um den 5. Platz und zwischen den beiden Skoda-Fahrern Gardemeister und Schwarz um die zehnte Position.

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