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Rallye Spanien

Souveräner Ford-Sieg für Märtin

Foto: McKlein

Nur in vier von 20 Sonderprüfungen fuhr Markko Märtin während der Spanien-Rallye Bestzeiten: Das reichte für seinen zweiten Triumph auf Asphalt nach Korsika. Hinter dem Esten wurde Marcus Grönholm auf Peugeot Zweiter. Mit einem dritten Platz verabschiedete sich Citroen-Star Carlos Sainz aus der Rallye-Welt.

31.10.2004

In der Nacht zum Sonntag (31.10.) hatte es heftig gegossen, die Pisten in der Sierra oberhalb der Costa Brava präsentierten sich mehr als nass. Dazu herrschten für die Saison viel zu niedrige Temperaturen - erneut war klar, dass die Reifenfrage heute entscheidend sein würde.

39 von anfangs noch 52 Teams machten sich in aller Frühe um 5.15 h auf in die sechs Sonderprüfungen des letzten Rallyetages. 500,77 Kilometer waren zu absolvieren, davon 106,16 Kilometer Sonderprüfungen in zwei Dreiergruppen, getrennt durch einen Servicestopp. Unter den Sonderprüfungen war zweimal die berüchtigte Viladrau-Strecke zu fahren, mit 35,18 Kilometern die längste Sonderprüfunge der Rallye.

Märtin sichert Ford-Führung, Sainz kämpft

Stephane Sarrazin, Ex- Formel 1 - Pilot bei Minardi und Tester bei Prost - den Namen wird man sich auch für Rallies merken müssen: Er fuhr mit seinem Subaru Impreza auf Michelin-Reifen bei seiner 14. Rallye überhaupt Bestzeit in der ersten Wertungsprüfung des Tages, nachdem er sich an allen vorhergehenden Tagen der Rallye deutlich gesteigert hatte. Der Grund: Der Nachwuchsmann hatte als einziger extra weiche Regenreifen aufgezogen. Hinter ihm kam Marcus Grönholm (Peugeot) auf Intermediate-Pneus ein, anschließend rollten dann Markko Märtin (Ford) und Carlos Sainz (Citroen) über die Linie: Die letzten zwei fuhren nachgeschnittene Trockenreifen. Petter Solberg (Subaru) auf Pirelli-Socken wurde Fünfter vor Daniel Sola (Mitsubishi). Armin Schwarz brachte seinen Fabia auf den 10. Platz, runde sechs Sekunden hinter seinem Skoda-Kollegen Toni Gardemeister. "Der Motor ging beim Start einfach aus“, erklärte Schwarz.

Sainz (Citroen) legte die Top-Zeit in der zweiten Prüfung des Tages vor, Rallyeleader Märtin (Ford) fuhr genau die gleiche Zeit. "Ich erhielt die Zwischenzeiten der Konkurrenten per Funk und konnte mich gut einrichten“, gab der Este zu Protokoll. Grönholm (Peugeot) war nur 1,3 Sekunden langsamer - die Abstände der drei an der Spitze veränderten sich daher kaum. Nur 0,4 Sekunden hinter die beiden ersten platzierte Sola seinen Mitsubishi – nach Panizzi am ersten Tag schon zum zweiten Mal ein dritter Platz für das Diamanten-Team. Gardemeister (Skoda) wurde Vierter, Armin Schwarz nur Elfter, vier Sekunden hinter dem Finnen. In der langen Viladrau 1 – Wertungsprüfung fuhr Märtin (Ford) 0,4 Sekunden schneller als Sainz, der wiederum dem Drittschnellsten, Grönholm (Peugeot), 2,7 Sekunden abnehmen konnte: Der Matador kämpfte wenn schon nicht um den Sieg, so doch um den zweiten Platz. Vierter wurde erneut Gardemeister (Skoda) vor Galli (Mitsubishi) und Schwarz. Keine besonders gute Figur machte, wie eigentlich schon während der gesamten Rallye, Petter Solberg. In dieser dritten Wertungsprüfung des Tages kam er nur als Neunter ein, zwei Plätze hinter seinem Junior Mikko Hirvonen. "Die Pisten waren voller Dreck von den Vorausfahrenden“, versuchte Solberg zu erklären.

Märtin kontrolliert seinen Weg zum Sieg

Grönholm (Peugeot) zeigte schönsten Biss in der ersten Wertungsprüfung nach dem Mittagsservice – er gab sich die Bestzeit vor seinen hartnäckigsten Verfolger Sainz (Citroen). Dahinter platzierten sich die beiden Subaru-Boys Solberg und Hirvonen – zum ersten Mal bei dieser Rallye erfreulich weit vorne. Märtin als Leader ließ es ruhig angehen, wurde Fünfter. "Ich habe den Fuss vom Gas genommen", sagte der Este. Gardemeister (Skoda) kam als Sechster ein, Schwarz, ebenfalls auf Fabia, wurde 10.

In der vorletzten Sonderprüfung des Tages gab erneut Grönholm den Ton an – er legte zum fünften Mal Bestzeit vor. Da sich die Podiums-Aspiranten wie Leader Märtin und der drittplatzierte Sainz zurück hielten (4. bzw. 5. Platz), konnten die französischen Nachwuchs-Stars Nicolas Vouilloz (Peugeot 206) und Stephane Sarrazin (Subaru) die Plätze zwei und drei besetzen.

Bestzeit für Grönholm auch noch in der letzten Wertungsprüfung, vor Sainz und Solberg, der endlich einen Rhythmus gefunden zu haben schien. Märtin, der Sieger, fuhr noch vorsichtiger als am Morgen – er weiß, dass er in der nächsten Woche für Peugeot unterschreiben wird.

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