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Rallye Spanien, Tag 2

Ogier hält den Vorsprung

Rallye Spanien 2014 Foto: McKlein 39 Bilder

Trotz heftiger Angriffe von Teamkollege Jari-Matti Latvala liegt VW-Werksfahrer Sébastien Ogier in Katalonien weiter klar in Führung und auf WM-Kurs.

25.10.2014 Markus Stier

Zur Mittagspause sah es für den Verfolger gar nicht schlecht aus. Jari-Matti Latvala knöpfte Sébastien Ogier auf drei Prüfungen insgesamt acht Sekunden ab und reduzierte den Vorsprung auf rund 28 Sekunden. Doch der Führende blieb gelassen: "Ich weiß, wo ich die Zeit verliere. Ich riskiere nichts, um die Reifen nicht zu zerstören.“ Der Weltmeister schlug am Nachmittag zurück, als Latvala auf der 50 Kilometer langen Escaladei-Prüfung zu vorsichtig mit seinen Gummis umging. Doch der Weltmeister hatte Glück, denn in der Nachmittagshitze bröckelten Profilblöcke aus der Lauffläche eines Reifens. Mit Mühe rettete er sich ohne nennenswerten Zeitverlust ins Ziel. Zum Ende der zweiten Etappe liegt sein Vorsprung bei 32,9 Sekunden nur 3,9 Sekunden weniger als am Vortag.

Weniger Glück als der Führende hatte Teamkollege Andreas Mikkelsen im dritten Werks-Polo, der mit dem gleichen Reifenproblem kämpfte. Beim Norweger verlor ein Reifen nach 40 Kilometern in Escaladei Luft. Er musste wechseln und verlor zweieinhalb Minuten und damit Platz vier. Mikkelsen rutschte mit 3:48 Minuten Rückstand auf den siebten Rang ab.

Reifenschäden bremsen Citroën

Seinen dritten Reifenschaden kassierte Citroën-Fahrer Kris Meeke schon auf dem ersten Escaladei-Durchgang am Morgen. Er kam gerade drei Kurven weit, als er das Ersatzrad auspacken musste, und trug seinen DS3 anschließend um jeden Stein, um im Gegensatz zum Vortag nicht vorzeitig auszufallen. Wie bei seinen zwei Plattfüßen am Freitag hatte der Ire nur ein Ersatzrad an Bord. "Dies ist eines von diesen Wochenenden, wo man besser zu Hause geblieben wäre,“ knurrte Meeke. Erst am Nachmittag lernte er aus dem Verlauf de Rallye und ging mit zwei Ersatzreifen auf die nächsten drei Prüfungen. Mit rund 27 Minuten Rückstand ist der Rest der Spanien-Rallye ohnehin nur noch ein Test für 2015.

Ein echter Prüfstein dagegen ist die letzte Asphalt-Rallye des Jahres für Citroën-Kollege Mads Östberg. Der konnte zwar seinen Podiumsrang vom Freitag nicht verteidigen, klammert sich aber mit seiner bisher besten Asphalt-Vorstellung des Jahres auf Rang vier fest.

Den Podiumsrang musste er an Mikko Hirvonen im Ford Fiesta des M-Sport-Teams abgeben. „"ch weiß auch nicht, was für eine Pille sich Mikko am Morgen eingeworfen hat“, sagte Teamchef Malcolm Wilson lachend. Weniger lustig war der Tag für Robert Kubica. Der Ex-Formel-1-Pilot verlor in seinem Fiesta am Morgen reichlich Zeit wegen einer abgescherten Antriebswelle, am Nachmittag demontierte er mal wieder gewaltsam ein Rad und musste aufgeben. Elfyn Evans im dritten Ford erlebte einen problemfreien Tag, liegt aber nach seinem Ausrutscher am Freitag nur auf Platz 16. Zweitbester Ford-Mann ist somit Privatier Martin Prokop auf Platz acht.

Ken Block kommt zu spät in Fahrt

Ken Blocks Beifahrer Alex Gelsomino lief mit einem Pflaster hinter dem Ohr über den Service-Platz. "Ich gewöhne mir gerade das Rauchen ab“, verriet der Amerikaner. Sein Fiesta dagegen hatte sich das Rauchen gerade angewöhnt. Mit dicker blauer Fahne am Heck kam Block zum Mittagsservice. Das Öllleck war aber nichts Ernstes. "Motor und Kraftübertragung sind gesund“, sagte der Gymkhana-Star, der sich auf Platz zwölf liegend gerade an seinen WRC-Fiesta gewöhnt, aber befürchtet: "Wenn ich mich eingeschossen habe, ist die Rallye vorbei.“

Ordentlich Öl pusteten auch die Hyundai heraus. Besonders Dani Sordos i20 war am Mittag auf der rechten Seite völlig schwarz. "Es ist nur der Überlauf. Kein Grund zur Sorge“, schwor die Technikabteilung. Tatsächlich ist Sordo mit 2:10 Minuten Rückstand als Fünfter der bestplatzierte Fahrer der Koreaner. Mit 22 Sekunden Rückstand ist Mads Östberg für den spanischen Asphalt-Spezialisten auf den verbleibenden vier Prüfungen am Sonntag durchaus in Reichweite. Einen Tag ohne Zwischenfälle erlebten Sordos Teamkollegen Thierry Neuville (Rang sechs) und Hayden Paddon (Platz neun).

Ganz vorn scheint der Fisch geputzt. 27.3 Sekunden fehlen Jari-Matti Latvala auf Sébastien Ogier. 72 Kilometer sind noch zu absolvieren. Latvala macht sich keine Illusionen: "Natürlich versuche ich den Druck aufrechtzuerhalten. Aber bei dem Rückstand müsste ich schon eine echt gute Abkürzung finden, um Seb noch einzuholen.“

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