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WRC: Vorschau Rallye Türkei 2010

Unbekanntes Terrain am Bosporus

Foto: Mc Klein 44 Bilder

Bei der Rallye Türkei betreten die WRC-Piloten Neuland. Die Pisten rund um Istanbul bestehen teils aus Schotter, teils aus Asphalt. Nach seinem Ausfall in Jordanien muss Mikko Hirvonen auf dem unbekannten Terrain unbedingt gewinnen, will er Sebastien Loeb noch abfangen.

15.04.2010 Tobias Grüner

Die Rallye Türkei ist im offiziellen WRC-Kalender eigentlich als Schotter-Veranstaltung ausgezeichnet. Doch so einfach wollten es die Organisatoren den WRC-Cracks nicht machen. Große Asphaltstücke durchziehen die langen Prüfungen am zweiten Rallyetag, auf denen die Piloten ihr Allroundtalent beweisen müssen. Auch die für die Zuschauer spektakulären Superspecial-Prüfungen werden im Gegensatz zum Großteil der Rallye auf dem festen Bodenbelag ausgetragen.

Sebastian Loeb wird es freuen. Der Asphaltspezialist kommt in Istanbul das erste Mal in dieser Saison mit seinem Lieblingsuntergrund in Berührung. Als Tabellenführer muss er zudem den Straßenfeger spielen, was auf Asphalt deutlich weniger Einfluss hat. "Ich habe gehört, dass die Prüfungen relativ breit und schnell sein sollen. Das sollte Spaß machen", weiß der Franzose über das noch unbekannte Terrain zu berichten.

Mit Schotterreifen über die Asphaltabschnitte

"Ich weiß außerdem, dass es am zweiten Tag 40 Kilometer über Asphalt geht. Dabei haben unsere C4 WRC-Autos natürlich Schotterreifen drauf, aber die Kombination hat uns in Zypern im vergangenen Jahr kaum größere Probleme bereitet. Bei den gemischten Prüfungen müssen wir einfach einen guten Rhythmus finden, wenn es von einem Untergrund auf den anderen geht."

Auch bei Ford ist man gespannt auf die anspruchsvollen Pisten. "Gemischte Prüfungen waren einige Jahre lang nicht erlaubt, aber davor waren sie regelmäßig Teil der WRC", erklärt Mikko Hirvonen. "Es ist eine weitere Herausforderung. Ich werde mir schon vor den Start der Prüfungen überlegen müssen, wie ich die Asphalt-Abschnitte angehe."

Hirvonen will Lücke zu Loeb verkleinern

Nach seinem Sieg beim WM-Auftakt in Schweden ging zuletzt einiges schief für die Ford-Speerspitze. In Mexiko betrieb er mit Rang vier noch Schadensbegrenzung, in Jordanien folgte mit dem Ausfall auf der zweiten Etappe der Supergau. "Da habe ich einen dummen Fehler gemacht", klagt Hirvonen. "Davon muss ich mich jetzt erholen und aufpassen, dass die Lücke zur Spitze nicht noch größer wird."

Hirvonen liegt nun schon satte 31 Punkte hinter Loeb. Sogar Teamkollege Jari Matti Latvala steht in der Tabelle sechs Punkte vor ihm. Einen dritten Loeb-Sieg in Folge muss die Ford-Mannschaft mit allen Mitteln verhindern. Neben Henning Solberg und Matthew Wilson im Stobart-Team und Federico Villagra im Munchis-Focus soll auch wieder US-Superstar Ken Block antreten, um Erfahrung in der WRC zu sammeln. Nach der Rallye Mexiko ist es erst der zweite WM-Einsatz des Kaliforniers, der durch seine spektakulären Youtube-Filme bekannt geworden ist.

Räikkönen hofft erneut auf gutes Ergebnis

In der zweiten Garde von Citroen kommt natürlich wieder Ex-Formel 1-Pilot Kimi Räikkönen neben Sebastien Ogier zum Einsatz. Nach seinen ersten WM-Punkten in Jordanien reist der Finne motiviert an den Bosporus. "Ich habe keine wirkliche Ahnung, was ich von den Prüfungen in der Türkei erwarten soll", gibt sich der F1-Champion zurückhaltend. "Wir müssen beim Probelauf viel Arbeit in den Aufschrieb stecken, um die Rallye gut zu beginnen. Unser Ziel ist es natürlich wieder durchzukommen und den Abstand zu den anderen WRC-Piloten weiter zu verkürzen."

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