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Rallye-WM 2009

Die große WRC-Saisonvorschau

Rallye GB 2008 Foto: McKlein 13 Bilder

Selten hat es vor dem Start einer Rallye-Saison so viele Fragezeichen gegeben wie in diesem Jahr. Nur der Name des neuen Weltmeisters scheint schon vor der Saison festzustehen.

27.01.2009 Tobias Grüner

Nachdem der Winter von schlechten Nachrichten geprägt war, steht nun endlich wieder das Sportliche im Vordergrund. Mit der Rallye Irland (30.1. bis 1.2.) beginnt für den WRC-Zirkus eine entscheidende Saison. Nun muss sich zeigen, ob die verbleibenden Teams den Verlust der japanischen Hersteller Suzuki und Subaru auffangen können.

Zur Abwechslung trägt es sicherlich nicht bei, wenn die beiden Großmächte Ford und Citroen in DTM-Manier ihre Kontingente aufstocken. Doch mangels Alternativen haben die Platzhirsche gar keine andere Wahl, wollen sie ein vernünftiges Feld an WRC-Boliden an den Start bringen.

Zweikampf Citroen vs. Ford

Neben der Stammtruppe mit Sebastien Loeb und Dani Sordo versucht Citroen mit einem M2-Semi-Werksteam für Quantität im Starterfeld zu sorgen. Für das Junior-Team des französischen Herstellers gehen der frischgebackene Monte-Sieger Sebastien Ogier, der ehemalige Subaru-Mann Chris Atkinson, sowie die zahlungskräftigen Piloten Evgeny Novikov (Russland) und Conrad Rautenbach (Zimbabwe) ins Rennen. Die Verteilung der Einsatzzeit wird nicht zuletzt vom Budget und der Zahlungsmoral der privaten Sponsoren beeinflusst.

Auch Ford versucht mit einem extensiven Focus-Einsatz das Starterfeld aufzufüllen. Die drei Werksautos von Mikko Hirvonen, Jari-Matti Latvala und Khalid Al Quassimi erhalten wie im Vorjahr professionellen Geleitschutz durch das Stobart-Kundenteam. Der britische Logistiker schickt 2009 Matthew Wilson und Henning Solberg auf alle zwölf Veranstaltungen. Dazu wurde der ehemalige C4-Lenker Urmo Aava für acht Läufe zur Stobart-Truppe gelockt.

Zusammen mit der argentinischen Munchis-Mannschaft, die ab der Zypern-Rallye im März mit zwei Boliden in die WM einsteigen wird, sowie einigen Privatfahrern wächst die Ford-Armada auf bis zu zehn bestens vorbereitete Focus-Boliden.

Adapta als Farbtupfer

Damit die Weltmeisterschaft nicht komplett zur Zwei-Marken-Veranstaltung verkommt, wird das norwegische Adapta-Team das Subaru-Erbe antreten und mit zwei Impreza bei acht ausgewählten WM-Läufen antreten. Als einziger Fahrer steht bislang Mads Östberg fest, dessen Vater den Auftritt des M2-Semiwerksteams finanziert. Neben dem Material aus dem ehemaligen Prodrive-Team können die Norweger auch auf einen Mechaniker der britischen Rallye-Schmiede zurückgreifen. Was aus den anderen 184 Prodrive-Mitarbeitern des ehemaligen Rallyeteams wird, ist noch unklar.

Unklar ist auch, wie es mit Ex-Weltmeister Petter Solberg weitergeht. Der Norweger steigt erst bei seiner Heimrallye mit einem 2006er Citroen Xsara in die WM ein. Was danach kommt, hängt wohl auch von den privaten Sponsoren ab. Auch bekannte Namen wie Gigi Galli oder Francois Duval haben noch kein Cockpit und müssen ebenso wie Solberg zum Auftakt zuschauen.

Gestrafftes Programm

Neben der Zahl der Hersteller hat sich 2009 auch die Zahl der Rallyes verkleinert. Statt 17 Läufen wie im Vorjahr weist der Rennkalender nun nur noch zwölf Veranstaltungen aus. Bekannte Namen wie Monte Carlo, Deutschland oder Korsika müssen in dieser Saison passen und kommen erst wieder 2010 zum Zuge.

Sechs der zwölf Veranstaltungen kennen die Piloten bereits aus dem Vorjahr, fünf weitere standen in früheren Jahren bereits auf dem WM-Programm. Nur ein Lauf ist wirklich neu: Ende Juni gibt es die Premierenvorstellung in Polen. Unser rallyebegeisterter östlicher Nachbar ist nach langer Wartezeit endlich in den Kalender aufgenommen worden. Neben Polen wartet auch in Australien und Zypern unbekanntes Terrain auf die Piloten. Im Vergleich zu früheren Läufen haben die Veranstalter hier die Routen komplett verlegt.

Alle gegen Loeb

Unverändert bleibt allerdings die Favoritenfrage. Mit Sebastien Loeb gibt es eigentlich nur einen Mann, der für den Titel in Frage kommt. Der Franzose ist das Zugpferd der ganzen Serie und alles andere als die sechste Meisterschaft in Folge wäre eine große Überraschung. Hoffnung gibt dem finnischen Ford-Duo Hirvonen/Latvala einzig die Tatsache, dass sich mit Spanien und Irland nur noch zwei Asphaltrallyes im Kalender befinden.

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