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Rallye Zypern

Loeb schon wieder weit enteilt

Sebastien Loeb Foto: McKlein 25 Bilder

Am ersten Tag der Rallye Zypern konnte Sebastien Loeb sein Qualitäten auf Asphalt ausspielen und sich einen komfortablen Vorsprung erarbeiten. Am Wochenende geht es auf Schotter weiter.

13.03.2009 Tobias Grüner

Zum Auftak der Zypern-Rallye lief eigentlich alles wie erwartet: Mit traumwandlerischer Sicherheit bewegte Loeb seinen Citroen C4 über die staubigen Asphaltpisten. Dabei machte es dem Weltmeister auch nichts aus, dass vom Reglement Schotterreifen und ein Schottersetup vorgeschrieben waren. Befürchtungen, die Gummis wären den ungewohnten Belastungen nicht gewachsen, stellten sich als unberechtigt heraus.

Loeb kontrolliert von der Spitze

"Wir sind sehr vorsichtig gefahren. Probleme mit den Reifen gab es keine", so das trockene Fazit des Weltmeisters. Nach sechs von 14 Prüfungen hat sich Loeb bereits einen beruhigenden Vorsprung von 41,8 Sekunden vor seinem Teamkollegen Dani Sordo herausgefahren. Weder der einsetzende Regen noch der massig auf die Piste gefahrene Sand störte die Galavorstellung des Elsässers.

"Wir sind am Ende im Nassen vielleicht etwas zu vorsichtig gefahren, aber wir sind zufrieden", fand Loeb doch noch ein Härchen in der Suppe. Mit der Führung vom Freitag geht der C4-Pilot am Samstag (14.3.) als Erster auf die Schotterpisten: "Wir müssen morgen die Straßen kehren. Aber wenn es regnet, wird es vielleicht nicht so schlimm", beruhigte Loeb. "Wir versuchen einfach so weiterzumachen wie bisher."

Hirvonen bereits mit Minutenrückstand

Der erste Ford-Konkurrent folgt erst mit einer Minute Sicherheitsabstand. "Es läuft einfach nichts zusammen", klagte Ford-Speerspitze Mikko Hirvonen über den Zypern-Auftakt. "Vor allem am Morgen wussten wir einfach nicht, was wir machen sollten." Über den Mittag änderte die Ford-Mannschaft dann das Setup des Focus WRC. "Danach haben wir wenigstens nicht mehr ganz so viel Zeit verloren." Der Vorstellung Loebs konnte aber auch Hirvonen nichts entgegensetzen.

Auf Rang vier hat sich der zweite Ford von Jari-Matti Latvala eingerichtet. "Mit jeder Prüfung läuft es für mich besser", erklärte der Zypern-Rookie. "Mir fehlt es hier leider noch an Erfahrung, deshalb lautet mein einfaches Ziel, immer etwas schneller zu werden."

Der erste Pilot hinter den beiden Werksduos ist aktuell Petter Solberg in einem privat eingesetzten Citroen Xsara. Mit einem Rückstand von fast zweieinhalb Minuten ist nach vorne allerdings nicht mehr viel möglich. Der Norweger kann nun nur auf Sicherheit weiterfahren und  hoffen, dass einer der Werkspiloten ausfällt.

Henning-Crash noch vor dem Start

Ein namhafter Pilot hat sich am Freitag bereits verabschiedet: Ausgerechnet Petters Bruder Henning Solberg fiel schon auf der Anfahrt zu ersten Prüfung aus. Bei einem Crash mit einem Privatwagen demolierte sich der sympathische Stobart-Pilot seinen Focus derart, dass an eine Weiterfahrt nicht zu denken war. "Ich weiß gar nicht genau was passiert ist", kommentierte Henning den Zwischenfall. "Vielleicht erschreckt mein orangener Wagen die anderen Autofahrer einfach zu stark." Verletzt wurde bei dem Zwischenfall zum Glück niemand.

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