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Rallye Zypern

Wieder Loeb-Sieg

Foto: McKlein 44 Bilder

Beim 12. WM-Lauf in Zypern (22. bis 24.9.) machte Weltmeister Sébastien Loeb einmal mehr klar, wer in der Rallye-WM der Chef im Ring ist. Doch in der Marken-Wertung rückt Ford Citroën langsam auf die Pelle.

24.09.2006 Markus Stier

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlässt Ford-Teamchef Malcolm Wilson die Mittelmeerinsel Zypern. Wie in Japan unterlag sein Fahrer Marcus Grönholm Weltmeister Sébastien Loeb um Sekunden (dieses Mal waren es 21,2), doch dank eines dritten Platzes von Teamkollege Mikko Hirvonen konnte Ford den Rückstand auf Kronos-Citroën um vier Punkte auf sieben Zähler verkürzen.

Auf den 21 harten und staubigen Schotterprüfungen im Troodos-Gebirge war Citroen-Junior Daniel Sordo trotz eines zeitweilig schwächelnden Motors und eines Überschlags nicht aus dem Rennen zu bringen, doch ausgerechnet auf einer kurzen Asphalt-Prüfung in der Innenstadt von Limassol verbremste sich der Spanier und rauschte frontal in eine Steinmauer. Sordo saß heulend im Abschleppwagen, Citroën verlor einen Marken-Punkt und Teamchef Marc van Dalen maulte: "Ein dummer Fehler."

An der Spitze lieferten sich die beiden dominierenden Fahrer dieser Saison wieder ein Kopf an Kopf-Rennen. Ford-Star Marcus Grönholm hätte nach der knappen Niederlage in Japan gern gewonnen, doch wieder einmal machte Erzrivale Loeb keinen Fehler und der Finne patzte. Mit acht Sekunden lag Grönholm zur Halbzeit vorn, dann drehte er sich. Zwar gingen mit der Aktion nur wenige Sekunden verloren, doch sie brachte Grönholm aus dem Rhythmus. Zudem hatte sich die Ford-Mannschaft mit der Reifenwahl leicht spekuliert.

Am Ende des Samstags (23.9.) lag Grönholm rund 20 Sekunden zurück. Am Sonntagmorgen versuchte der Finne noch einen Überraschungsangriff, doch Loeb konterte mit einer Bestzeit. Ford brach den Angriff ab und sicherte Rang zwei und drei. "Nun reicht mir ein vierter Platz in der Türkei, um den Titel zu verteidigen. Das sollte zu schaffen sein", sagte Loeb, der in Zypern seinen 28. WM-Sieg feierte.

Desaster bei Skoda

Wenig zu holen gab es erneut für Subaru. Nach Motorüberhitzung, Bremsproblemen und einem Getriebeschaden blieb für Petter Solberg nur Rang acht, Teamkollege Chris Atkinson bremste zudem ein Unfall. Er wurde Neunter.

Ein Desaster erlebte das Red Bull-Skoda-Team. Beide Autos parkten schon nach der ersten Prüfung am Straßenrand. Bei Andreas Aigner überschwemmte ein spinnendes Steuergerät einen Zylinder mit Benzin und Wasser, bei dem ohne Wassereinspritzung fahrenden Harri Rovanperä starb der Vierzylinder wegen starker Überhitzung vier Mal ab. Aus Sicherheitsgründen zog Teammitbegründer Armin Schwarz beide Autos zurück.

Da beim kommenden WM-Lauf in der Türkei mit denselben Motoren gefahren werden muss, erbat Schwarz zunächst bei allen Teams eine Ausnahmegenehmigung bei allen anderen Werksteams, um bei einem (eigentlich nicht zulässigen) Test den Zustand der Motoren zu prüfen. "Es nützt uns ja nichts, wenn uns das Gleiche in der Türkei gleich wieder passiert", sagte der Franke.

Glück für OMV, Pech für Burkart

Glücklich war am Schluss das OMV-Team. Manfred Stohl holte sich im Peugeot Rang vier, Henning Solberg wurde Sechster und hatte Glück, dass er nicht disqualifiziert wurde. Da er auf der Zuschauerprüfung in Limassol verbotenerweise einen Donut gedreht hatte, bestraften ihn die Kommissare mit einer Verwarnung und Bewährung bis 2007. Im Wiederholungsfall drohen drei Rallyes Pause.

Pech hatte dagegen Aaron Burkart, der im OMV-Team in der Produktionswagen-Wertung mit einem seriennahen Mitsubishi Evo VIII antrat. Der Deutsche lag auf Rang vier in seiner Klasse, doch am zweiten Tag blieb er an einem Fels hängen und überschlug sich. Die beschädigte Radaufhängung war in der gebotenen Zeit nicht zu reparieren.

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