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Schweden-Rallye auf der Kippe

Foto: McKlein

Wieder einmal macht das unwinterliche Wetter den Organisatoren der Schweden-Rallye (10.-13. Februar) zu schaffen. Ein Wärmeeinbruch bedroht den zweiten WM-Lauf in Karlstad.

07.02.2005

Zur Zeit zeigt das Termometer im westlichen Schweden minus ein Grad Celsius, scheinbar kein Grund zur Beunruhigung. Doch für den Donnerstag hat der Wetterbericht für die Provinz Värmland, in der die Rallye stattfinden soll, eine deutliche Erwärmung mit Regenfällen angekündigt, was die Veranstalter in Bedrängnis bringt.

Lediglich auf den nördlichen Prüfungen findet sich ein höchstens fünf Zentimeter dicker Schneeteppich in den Wäldern. Die Schotterstraßen sind schneefrei, aber komplett vereist und extrem glatt. Auf den südlichen Prüfungen ist die Schotteroberfläche angetaut, und genau da liegt das Problem. Die Genehmigungen für die Benutzung der Naturstraßen gilt nur bei Frost.

Rettung am Wochenende?

Der Wetterbericht kündigt im Verlauf des Wochenendes wieder deutlich tiefere Temperaturen an. Die Organisatoren hoffen nun, dass die Wärmeperiode nur von kurzer Dauer ist, sonst muss die Schweden-Rallye, die mit dem zeremoniellen Start am Donnerstagabend (10.2.) beginnen soll, kurzfristig abgesagt werden.

Die Teams bereiten sich derweil auf alle Eventualitäten vor. Nachdem sie auf vereisten Pisten bereits ausgiebig getestet haben, fragte das Subaru-Werksteam beim Veranstalter nach einer weiteren Strecke mit angetauter Schotter-Oberfläche.

Kein Schnee oder kein Hotel?

Bereits während der Saisoneröffnung in Monte Carlo am vorletzten Januar-Wochenende war der schwedische WM-Lauf akut bedroht. Ein heftiger Winter-Einbruch am 24. Januar, der sich von Nordeuropa bis nach Nordafrika zog, rettete den zweiten WM-Lauf zumindest vorläufig.

Dass Tauwetter die einzig echte Schnee-Ralllye im Kalender bedroht, ist nichts Neues. Allein in den vergangenen drei Jahren standen die Fahrer regelmäßig bis zu den Knöcheln im Wasser. 1990 musste die Rallye bereits einmal abgesagt werden. Fast so alt wie die Schweden-Rallye mit ihrem traditionellen Startort Karlstad sind die Diskussionen, ob die Veranstaltung nicht deutlich weiter in Richtung Polarkreis verlegt werden sollte. Abgesehen von einem bindenden Vertrag mit den Karlstädtern ergibt sich aber ein logistisches Problem: In den schneesichreren Gebieten existiert keine Infrastruktur, um den großen WM-Tross zu beherbergen.

Die Hände reiben dürften sich dagegen die Organisatoren der Finnskog-Rallye in Norwegen. Sie haben sich um ein WM-Prädikat beworben und wähnen sich entschieden schneereicher als die Värmländer jenseits der Grenze.

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