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Schweden-Rallye

Loeb siegt erneut

Foto: McKlein

Sébastien Loeb und Beifahrer Daniel Elena haben die letzte Bastion der Nordmänner gestürmt. In ihrem Citroen Xsara gewannen sie als erste Nicht-Skandinavier den Schnee-Klassiker in Karlstad.

08.02.2004

"Er war im letzten Jahr schon sehr schnell hier und hat es verdient“, sagte Marcus Grönholm im Ziel der letzten Prüfung. Der Peugeot-Fahrer blies am Morgen des dritten Tages zwar noch einmal zur Attacke, drehte sich aber und verlor eine halbe Minute auf Loeb. Anschließend begnügte sich Grönholm mit Rang zwei. "Wir werden nächstes Jahr mit einem besser vorbereiteten Auto wiederkommen“, sagte der Finne. Eine defekte Servo-Lenkung am ersten und ein Fahrfehler am zweiten Tag kosteten den Ex-Weltmeister den Sieg.

Den dritten Platz auf dem Podium holte Petter Solberg im Subaru und erklomm damit erstmals das Treppchen in Schweden. Der fast zwei Tage wie der sichere Sieger aussehende Markko Märtin musste sich nach einem Unfall am Samstag (7.2.) mit dem siebten Rang bescheiden. "Ich bin so enttäuscht. Irgendwie scheint Schweden immer eine böse Überraschung für mich parat zu haben“, sagte der Este.

Die Ford-Ehre rettete der Finne Janne Tuohino, der sich ein Duell mit Carlos Sainz um Platz vier lieferte. Auf der drittletzten Prüfung lagen die beiden Streithähne nur durch zwei Zehntelsekunden getrennt und fuhren zeitgleich Bestzeit. Doch dann brach ein Kolben im Motor von Sainz Citroen. Der Spanier schleppte sich auf drei Zylindern immerhin noch als Fünfter ins Ziel.

Während die Mechaniker beim letzten Service in den Motorraum seines Xsara abtauchten und nach Öllecks suchten, ließ sich nebenan der Sieger feiern. "Ich bin sehr glücklich. Nun haben wir die Führung in der Marken-WM übernommen und in der Fahrer-Wertung haben wir nach zwei Siegen ein ganz gutes Polster“, sagte Sébastien Loeb, der als einziger Topfahrer eine von wechselhaftem Wetter erschwerte Schweden-Rallye ohne Problem und ohne Fahrfehler absolvierte.

In der Produktionswagen-WM sichterte sich Jani Paasonen auf Mitsubishi den Sieg vor Alister McRae (Subaru). Der Deutsche Sebastian Vollak kam bei seinem WM-Debüt im Mitsubishi Lancer auf Platz 39. Bester deutscher Teilnehmer war Antony Warmbold im Ford Focus als 15.

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