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Solberg bleibt bei Subaru

Foto: McKlein 50 Bilder

Petter Solberg hat alle Wechselgerüchte beendet und seinen Vertrag bei Subaru und Prodrive verlängert. Der Norweger hat für drei weitere Jahre bei den Blauen aus Banbury unterschrieben.

22.06.2006 Markus Stier

Mag die momentane Situation noch so unbefriedigend für ihn sein, doch Petter Solberg hat sich trotz einer schwachen Saison seines Subaru-Teams zum Bleiben bis Ende 2009 entschieden. "Seit ich bei Subaru bin, sind wir gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Wir erleben schwierige Zeiten, aber so ist es eben manchmal. Es geht rauf, und es geht runter, und wenn es mal schlecht läuft, ist es leicht, davonzulaufen, aber das ist nicht meine Art", sagte der 31-Jährige.

So leicht wäre das Weglaufen auch gar nicht gewesen. Solbergs Schicksal ist mit dem japanischen Hersteller mit britischem Einsatzteam nahezu untrennbar verbunden. Seit seinem Wechsel von Ford im Jahr 2000 gewann der Norweger 13 WM-Läufe und den Fahretitel 2003 mit Subaru. 2006 waren durch ein nur bedingt konkurrenzfähiges Auto in acht Läufen lediglich zwei Podiumsplatzierungen zu holen, doch zum Wechsel fehlten Solberg die Optionen.

Bei Konkurrent Ford haben Marcus Grönholm und Mikko Hirvonen Verträge für 2007. Bei Rückkehrer Citroën sind Weltmeister Sébastien Loeb und Nachwuchsstar Daniel Sordo eingeplant. Solberg hätte allenfalls zu Neuling Suzuki wechseln können, doch bei der WRC-unerfahrenen Mannschaft von Nobuhiro Tajima dürfte er in den ersten Jahren kaum die Chance auf einen weiteren WM-Titel haben.

Das Schicksal der anderen Subaru-Fahrer Chris Atkinson und Stéphane Sarrazin ist bisher ungeklärt. "Wir haben über unsere Strategie bezüglich eines zweiten oder dritten Autos noch nicht entschieden", sagt Teammanager Richard Taylor. Bei Subaru will man zunächst abwarten, wie sich der nächstjährige Kalender gestaltet, der im Juli vom FIA-Weltrat abgesegnet werden soll.

Toshi Azuma: "Weichen gestellt"

Mit der Vertragsverlängerung von Petter Solberg verstummt vorerst das Gerücht, Subaru denke mangels Erfolg an einen Rückzug aus der WM. "Wenn sich die gegenwärtige Situation so fortsetzt, würde es natürlich kaum einen Sinn haben, in der Rallye-WM weiterzumachen. Als eines der Topteams sollten wir eigentlich immer siegfähig sein. Es ist nicht einfach, der Beste in der Welt zu sein, aber wir haben die Weichen gestellt, um es wieder zu werden. Das deutlichste Zeichen ist, dass wir mit Petter in den drei kommenden Jahren weiterarbeiten" , sagt Subaru-Rallyechef Toshi Azuma.

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