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Trotz Todesfall

Burkart fährt weiter

Foto: McKlein 32 Bilder

Aaron Burkart spricht erstmals seit dem Tod von Beifahrer Jörg Bastuck über den tragischen Unfall bei der Spanien-Rallye (24.3.). Der OMV-Junior will trotz der Tragödie seine Rallye-Karriere fortsetzen.

30.03.2006

"Zu allererst möchte ich meine tiefe Anteilnahme und mein Mitgefühl Jörgs Familie aussprechen. Sein Tod ist ein tragischer Verlust", sagt Aaron Burkart gegenüber dem Online-Dienst "rallye-magazin.de". "Ich habe bis Freitag vergangener Woche nicht an Schicksal geglaubt, jetzt denke ich anders."

Burkart schildert erstmals die Situation vom vergangenen Freitag: "Wir sind auf der zweiten Sonderprüfung der ersten Etappe in einer Linkskurve von der Strecke abgekommen und rund vier Meter eine Böschung hinunter. Unser Fahrzeug kam zum Stillstand und wir waren beide unverletzt. Wir stiegen aus und stellten fest, dass nach einem Reifenwechsel eine Weiterfahrt über einen alten Forstweg zurück auf die Prüfung möglich wäre. Unser Auto war seitlich von einem Baum geschützt - also machten wir uns an die Arbeit. Jörg nahm den Sturzhelm ab, um die Motorengeräusche der nachfolgenden Fahrzeuge hören zu können - wir sind dann jedes mal auf die Seite hinter den Baum gegangen."

Dann passierte das Unglück: "Ich war gerade dabei, am vorderen linken Rad die Muttern festzuziehen als es laut knallte. Ich sah auf, und das zweite Auto lag mit geringer Überlappung an unseres angelehnt. Dieses hatte oben an der Strecke einen Baum getroffen, überschlug sich und stieß mit dem Heck an unser Fahrzeug. Jörg war gerade dabei den kaputten Reifen im Kofferraum zu verstauen und befand sich zwischen den Autos - wir haben dieses Fahrzeug einfach nicht gehört. Es ist nicht zu glauben, welch Verkettung unglücklicher Umstände dort zusammen traf.“

Aaron Burkart: "Jörg wird noch lange mitfahren"

Burkart leistete selbst erste Hilfe bei seinem Beifahrer, konnte aber wenig tun: "Durch meine Tätigkeit im Krankenhaus als Zivildienstleistender war ich mit sehr schlimmen Situationen konfrontiert, es ist aber ganz anders wenn es einen selbst trifft.“

Noch während des Rallye-Wochenendes in Katalonien traf Burkart mit Jörg Bastucks Familie zusammen. Der Junior entschied, seine Rallye-Karriere fortzusetzen: "Ich werde weitermachen. Jörgs Eltern und seine Frau haben mich in dieser Entscheidung bestärkt. Wir alle betreiben diesen Sport aus Leidenschaft. Auch für Jörg war es eine seiner großen Leidenschaften und deshalb werde ich in Korsika an den Start gehen. Wer Beifahrer ist, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen. Aber Jörg wird wohl noch lange mit mir mitfahren.“

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