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Vorschau Rallye Argentinien

Solo für Solberg?

Foto: McKlein 24 Bilder

Der WM-Lauf in Argentinien ist das Dach der Rallye-Weltmeisterschaft. Im winterlichen Südamerika überqueren die Teams über 2.000 Meter hohe Pässe. Die besten Karten hat Weltmeister Petter Solberg.

14.07.2004

Zwei Monate später als im Vorjahr hat die Sportbehörde FIA die Rallye Argentinien angesetzt. Auf der Südhalbkugel herrscht Winter. Die Fahrer rechnen mit Nebel, Schnee und sogar Eis auf den Schotterstraßen. Im Gegensatz zum Vorjahr stehen landschaftlich atemberaubende Prüfungen wie die "El Condor", ein Pass über 2.200 Meter, wieder auf dem Programm.

Sollten sich die Prognosen mit den winterlichen Bedingungen erfüllen, hat Subaru-Ass Petter Solberg die besten Karten. Gerade bei extrem matschigen und tiefen Böden haben sich die Pirelli-Reifen bisher als leicht überlegen erwiesen. Der Rest der Konkurrenz ist auf Michelin unterwegs. Als WM-Zweiter mit acht Punkten Rückstand geht Solberg auf der ersten Etappe am Freitag (16.7.) als Zweiter auf die Strecke. Bei nassen Strecken sind die ersten Startplätze kein Nachteil, so muss Solberg auch Tabellenführer Sébastien Loeb im Citroën Xsara im Auge behalten. Der Elsässer hat beim letzten Lauf in der Türkei bewiesen, dass er auch auf Schotter siegen kann. Zudem mag Loeb die Prüfungen in der Provinz Cordoba.

"Es macht Spaß, in Argentinien zu fahren. Dass ich im Vorjahr ausgeschieden bin, macht mir keine Sorgen, weil ich die ganze Zeit mit den schnellsten Fahrern mithalten konnte", sagt Loeb. Solberg prognostiziert eine spannende Rallye: "Ich denke, dass der letzte Tag der aufregendste wird. Ein Tag, an dem alles passieren kann." Weil Testfahrten in Übersee verboten sind, kommen die Teams mit einem Rest Unsicherheit nach Villa Paz.

Fragezeichen hinter Grönholm

Ein dickes Fragezeichen steht hinter den Erfolgsaussichten der Vorjahressieger. Marcus Grönholm gewann 2003 im Peugeot 206, mit dem 307 ist er immer noch sieglos. Peugeot tritt immer noch mit dem nicht zufriedenstellend arbeitenden Viergang-Getriebe an. Die Technik-Abteilung muss nach einigen personellen Umbauten beweisen, dass sie die zahlreichen Kinderkrankheiten des 307 nun im Griff haben. Bei problemloser Fahrt ist das Peugeot-Coupé durchaus siegfähig.

Nicht zu vergessen im Reigen der Sieganwärter sind Carlos Sainz im Citroën, der zum 14. Mal nach Argentinien kommt, und Ford-Mannschaftskapitän Markko Märtin. Der Drittplatzierte der WM ist optimistisch: "Schnelle Rallyes wie Argentinien passen gut zu meinem Fahrstil", so Märtin.

Schon im Vorjahr säumten 1,2 Millionen Zuschauer die Straße, mehr als bei jedem anderen WM-Lauf. Zur Zeit sind in Argentinien Schulferien. Der Veranstalter rechnet rund im Villa Paz mit 1,5 Millionen Fans. Damit man der Massen Herr werden kann, werden nahe dem Rallye-Zentrum am Donnerstag, Freitag und Samstag jeweils zwei Super Special-Prüfungen abgehalten.

Die Etappen sind deutlich weniger kompakt als früher, um die Zuschauerströme weiter auseinander zu ziehen. Um den Fahrern allzu lange Verbindungsetappen zu ersparen, werden fernab des Hauptservice Wartungsplätze eingerichtet, an denen pro Teilnehmer zwei Mechaniker kleine Reparaturen und Wartungsarbeiten erledigen können.

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