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Vorschau Rallye Finnland 2010

Zweitägige Flugshow mit Promi-Besetzung

Hirvonen - Rallye Finnland Foto: xpb 76 Bilder

Die Rallye Finnland steht für weite Sprünge und hohe Geschwindigkeiten. Am Wochenende wird Klassiker zwischen den 1.000 Seen zum 60. Mal ausgetragen. Statt einer ausgiebigen Feier wurde das Jubiläums-Programm für Loeb & Co. auf zwei kompakte Tage zusammengekürzt.

29.07.2010 Tobias Grüner

Die Rallye Finnland ist nach Wegfall der Rallye Monte Carlo der letzte große große Klassiker im WM-Kalender. Kaum eine Veranstaltung bietet so viele Action wie die Flugtage in den Wäldern rund um die Rallye-Basis von Jyväskylä. Die unfassbar hohen Geschwindigkeiten und die spektakulären Sprünge fordern von den Piloten volle Konzentration, eine präzise Fahrweise und vor allem Mut.

Lokalmatadoren mit besonderem Heimvorteil in Finnland

Besonders die skandinavischen Piloten fiebern der Finnland-Rallye schon Monate im Voraus entgegen. Auf heimischem Terrain sind die Nordländer nur schwer zu schlagen. Südeuropäer findet man in der Siegerliste nur wenige. Nur Carlos Sainz, Didier Auriol und Sebastien Loeb konnten die Vorherrschaft der Nordmänner in 59 Jahren je einmal unterbrechen.

Auch im Vorjahr konnte der Sieger den einheimischen Fans vom Podium aus in Landessprache zujubeln. Mikko Hirvonen konnte sich in einem engen Kampf gegen Loeb behaupten. Die Rallye Finnland ist genau das, was Hirvonen jetzt braucht. Nach dem Auftakterfolg in Schweden blieb der Vizeweltmeister nun schon sechs Mal in Folge sieglos. Auf bulgarischem Asphalt ging Hirvonen zuletzt mit der gesamten Ford Armada unter.

Hirvonen will Heimsieg in Finnland

"Ich möchte meinen Titel in Finnland unbedingt verteidigen", gab der Lokalmatador als Kampfansage aus. "Ich möchte, dass der Sieg in Finnland bleibt." Hirvonens größter Konkurrent wird auch in diesem Jahr wieder Sebastien Loeb heißen. Der Dauerweltmeister weiß nicht erst seit seinem Sieg 2008, wie das Erfolgsrezept in Finnland aussieht.

"Um hier zu gewinnen, muss man mit dem Auto und den Pacenoten eine Einheit bilden", erklärt der Elsässer. Vor allem an den vielen Sprungkuppen gilt es, die richtige Linie zu finden. "Es ist wichtig, das Auto auf der richtigen Linie für die Kurve nach dem Sprung zu positionieren, nachdem man gelandet ist. Wenn man in der Luft ist, kann man nicht mehr reagieren. Das habe ich immer im Hinterkopf, wenn ich meinen Aufschrieb jedes Jahr feintune."

Ogier rückt ins Werksteam auf

Teamkollege von Loeb ist nicht wie üblich Dani Sordo sondern sein Landsmann Sebastien Ogier. Der Youngster, der 2011 komplett ins Werksteam aufsteigt, kommt mit dem Selbstvertrauen des letzten Schottersieges in Portugal nach Skandinavien. Trotzdem will Ogier bei seinem ersten Einsatz an der Seite von Loeb kleine Brötchen backen. "Im Gegensatz zu den vorherigen Rallyes muss ich meine Rallye an der maximalen Punktausbeute für den Konstrukteurstitel ausrichten. Ein Podiumsplatz wäre ein tolles Ergebnis, auch wenn es sicherlich schwierig wird."

Im Junior-Team von Citroen versucht Ex-Formel 1-Pilot Kimi Räikkönen weiter Erfahrung zu sammeln. In Bulgarien schlug der "Iceman" ein beeindruckendes Tempo an, bevor er mal wieder crashte. Auf bekanntem Terrain wagt der Finne einen neuen Anlauf: "Auch wenn es sich komisch anhört: So nah wie in Finnland kommt eine Schotterrallye nirgendwo an das Asphaltgefühl. Eine der Straßen sind sehr schnell und glatt, andere wiederum sind verwinkelt und welliger. Das mag ich besonders, dass es innerhalb einer Rallye so viel Variation gibt."

Kankkunen-Comeback in Finnland

Das finnische Lager wird noch durch einen weiteren prominenten Namen verstärkt. Juha Kankkunen gibt im Stobart Ford Focus sein Rallye-Comeback in der Weltmeisterschaft. Der vierfache Champion gewann dreimal in Finnland (zuletzt 1999) und versucht nun im Alter von 51 Jahren der jungen Konkurrenz nochmal ein Bein zu stellen. Dabei peilt der Altmeister einen Platz unter den Top Ten an.

Neben der prominenten Besetzung hat die Rallye Finnland zum 60. Jubiläum auch ein neues Format vorzuweisen. Die Veranstalter nutzten die Freiheiten des neuen Reglements und stauchten das Programm auf zwei Tage zusammen. Am Sonntag wird nicht mehr gefahren. Mit insgesamt 310 Wertungskilometern ist die Rallye aber kaum kürzer als die regulären Drei-Tages-Veranstaltungen.

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