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Vorschau Rallye Finnland

Großflugtage

Foto: McKlein 40 Bilder

Marcus Grönholm und Ford wollen einen neuen Loeb-Rekord unbedingt verhindern. Der Finne tritt nur eine Woche nach dem Loeb-Sieg in Deutschland bei seinem Heimspiel in Jyväskylä (17. bis 20.8.) mit unbedingtem Siegeswillen an.

17.08.2006 Markus Stier

Nachdem Sébastien Loeb schon 2005 die Schweden das Fürchten lehrte, gibt es für den Weltmeister noch eine letzte Bastion im Rallyesport zu knacken. Ein Sieg bei der Rallye Finnland wäre nicht nur der siebte Saisonerfolg des Elsässers, es wäre auch der 27. WM-Sieg und damit stünde Loeb allein an der Spitze der Ruhmeshalle im Rallyesport.

Bisher konnten in der 56-jährigen Geschichte der Finnland-Rallye mit Loeb Vorbild-Carlos Sainz, Didier Auriol und Markko Märtin lediglich drei Nicht-Nordmänner diese Veranstaltung gewinnen. Laut Marcus Grönholm soll das auch so bleiben: "Loeb hat jetzt zum 26. Mal gewonnen. Das reicht erst mal", sagt der zweimalige Weltmeister, der es selbst auf immerhin 21 WM-Erfolge bringt.

Marcus Grönholm: "Niemals genug"

Was die Zuversicht des WM-Zweiten so anfacht: In den letzten sechs Jahren hieß der Sieger fünf Mal Marcus Grönholm. Die Hochgeschwindigkeits-Schotterpisten mit ihren zahllreichen Sprungkuppen sind für die meisten Nichtfinnen gewöhnungsbedürftig. Besonders tapfere Zeitgenossen könne auch mit unterlegenem Material in der Provinzhauptstadt Jyväskylä gewinnen.

"Der Rallyesport hat eine so große Bedeutung in meinem Land und die Rallye Finnland ist so eine gigantisch Veranstaltung, dass nichts dir so viel Spaß bringen kann, wie hier zu gewinnen. Ich werde niemals genug davon bekommen", sagt Grönholm. Ford hat in Finnland zumindest auf dem Papier das stärkste Team am Start, denn auch die Nummer zwei im Team ist Finne. Der 26-jährige Mikko Hirvonen sollte für ein Top-Resultat gut sein, obwohl er den heimischen WM-Lauf erst vier Mal bestritten hat.

Loeb kann ein Risiko eingehen

Tabellenführer Sébastien Loeb wird trotzdem das scheinbar Unmögliche versuchen und die finnische Festung knacken. Bei satten 33 Punkten Vorsprung in der Fahrer-WM kann der Weltmeister im Citroën Xsara das ein oder andere Risiko eingehen. "Natürlich werde ich versuchen, um den Sieg zu fahren. Erst wenn ich sehen sollte, dass ich das Tempo nicht migehen kann, stecke ich zurück und konzentriere mich aufs Punktesammeln."

Eher zurückhaltend sind die Erwartungen der Subaru-Truppe, die den Impreza nach bisher desaströsem Saisonverlauf langsam in den Griff bekommt. Nachdem Petter Solberg eine Woche zuvor sein Auto schon im Shakedown vor der Deutschland-Rallye zerdepperte, will es der Norweger erst einmal ruhig angehen lassen: "Ich werde erst einmal abwartend fahren und im Lauf der Rallye einige Feineinstellungen machen lassen. Ich hoffe, dass wir schnell genug sind, um gewinnen zu können. Ich war früher schon Dritter und Zweiter."

Immerhin 24 World Rally Cars auf der 107 Teilnehmer starken Starterliste gemeldet. Die Rallye geht über 351 Kilometer, verteilt auf 21 Wertungsprüfungen. Weil das Tempo auf der berühmtesten Prüfung "Ouhninpoja" in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist, hat Streckenchef Simo Lampinen die 30 Kilometer lange Königsstrecke der Rallye-WM nun aus Sicherheitsgründen in zwei Stücke geteilt. Die Rallye beginnt am Donnerstagabend (17.8.) mit einer Zuschauerprüfung in Killeri und endet am Sonntagnachmittag (20.8.) in Jyväskylä um 14:54 Uhr.

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