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Hirvoen vs. Loeb - das große Finale

Foto: Mc Klein 54 Bilder

Am Wochenende kommt es in den walisischen Wäldern endlich zum großen Showdown in der Rallye-WM. Die Rechnung im Duell Sebastian Loeb gegen Mikko Hirvonen ist einfach: Wer vor dem anderen in den Punkten liegt, ist Weltmeister.

22.10.2009 Tobias Grüner

Nach elf Rallyes mit insgesamt 3.774,37 Wertungskilometern trennen Sebastien Loeb und Mikko Hirvonen genau ein WM-Pünktchen voneinander. Beim Saisonfinale in Wales muss nun endlich eine Entscheidung gefällt werden, wer sich in diesem Jahr Weltmeister nennen darf. Für Loeb wäre es bereits der sechste Titel in Folge. Hirvonen wartet immer noch auf Nummer eins.

"Wenn ich mir aussuchen dürfte, bei welcher Rallye ich Sebastien herausfordern will, dann wäre Wales nach Finnland die Nummer zwei auf meiner Liste", erklärte Mikko Hirvonen selbstbewusst vor dem Showdown. Loeb kontert: "Ich denke, mein C4 wird sehr konkurrenzfähig auf diesen Pisten sein."

Loeb und Hirvonen in Wales perfekt vorbereitet

Um perfekt vorbereitet zu sein fuhr Hirvonen am Wochenende das Vorausfahrzeug bei einer Rallye-Veranstaltung in Wales. Loeb hat sich dafür einen zusätzlichen Testtag gegönnt. "Wir werden beide in erstklassiger Form sein, wenn wir in Cardiff ankommen", verspricht Loeb. Mit nur einem Punkt Unterschied müssen beide Piloten voll auf Angriff fahren. Als WM-Spitzenreiter muss Hirvonen am Freitag als Erster auf die Bahn.

"Ich denke nicht, dass es ein Nachteil ist. Es ist keine Rallye, bei der es einen großen Unterschied macht, ob man als erster, zweiter oder dritter auf die Piste muss", erklärt der Ford-Pilot. "Bei matschigen Bedingungen ist der erste Platz sogar ein Vorteil. Genauso, wenn es trocken und staubig ist. Deshalb bin ich ganz zufrieden mit meinem Startplatz."

Kein Eis in Wales

Im letzten Jahr fanden die Piloten den Untergrund sogar noch in einem dritten Aggregatszustand vor. "Wenn sich das Wetter nicht drastisch zum schlechten wandelt, bin ich froh sagen zu können, dass wir in diesem Jahr nicht mit Schotterreifen auf vereiste Pisten müssen", freute sich Loeb. Im Gegensatz zur letzten Saison wurde das Finale allerdings um einen Monat vorverlegt. Einen Spaziergang erwartet Loeb trotzdem nicht. "Der Cocktail bestehend aus Regen, Matsch und Nebel macht es - vor allem in der Dunkelheit - zu einem sehr harten Veranstaltung", so der Franzose.

Die Frage ist wer besser mit dem großen Druck umgehen wird. "Momentan fühle ich noch keinen Druck. Es ist einfach nur aufregend. Ich habe die Chance zu gewinnen und muss mit den Füßen auf dem Boden bleiben", gibt sich Hirvonen skandinavisch cool. Sein Konkurrent nimmt ihm die Ruhe aber nicht ab: "Wir werden beide unter hohem Druck stehen, und der kleinste Fehler könnte jeden von uns aus dem Titelkampf werfen."

Hirvonen noch knapp vor Loeb

Hirvonen besitzt den kleinen Vorteil, dass er auch Weltmeister wird, sollten beide Titelanwärter ausfallen. Doch dieser Fall ist diese Saison noch nie eingetreten. Beide Kandidaten schrieben jeweils nur einen Nuller. Allerdings sind die schnellen Pisten in den walisischen Wäldern alles andere als einfach.

Auf den engen Schotterwegen, die normalerweise für Holztransporte genutzt werden, haben kleine Fehler meist fatale Folgen. Mächtige Felsen am Straßenrand warten nur darauf, Radaufhängungen zu zerstören. Kleine Erdwälle lieben es, die driftenden Autos in spektakuläre Seitwärtsrollen zu zwingen. Auch der dichte Wald zählt zu den natürlichen Feinden eines Rallye-Piloten. Die zahllosen Bäume haben schon in vielen Boliden eindrückliche Spuren hinterlassen.

Aaron Burkart erstmals im C4 WRC

Neben dem Titelduell werden die anderen Piloten nur eine Statistenrolle einnehmen. In der Weltmeisterschaft sind die meisten Plätze bereits bezogen. Nur im Bruderduell zwischen Petter und Henning Solberg ist es noch eng. Nach dem vierten Platz von Petter in Spanien, liegt Henning einen Punkt hinten. Neben Sebastien Ogier und Conrad Rautenbach bekommt Petter Solberg aber noch einen ganz besonderen Teamkollegen im Citroen Junior-Truppe.

Mit Aaron Burkart nimmt erstmals seit Armin Schwarz vor vier Jahren wieder ein deutscher Pilot in einem WRC-Boliden bei einem WM-Lauf statt. Der Mann vom Bodensee, der aktuell in Berlin wohnt, hat sich den Werkseinsatz im C4 WRC durch seinen zweiten Platz in der Junior WM verdient. "Wir müssen alles über den C4 von Grund auf lernen - und das auf extrem anspruchsvollen Pisten", erklärte der Youngster. "Ich hoffe, dass ich ins Ziel komme und das Meiste aus der neuen Erfahrung machen kann."

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